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Glossar

246 Wörter, über die man in Anzeigen stolpert — von „VB“ bis „Plattformen-Steuertransparenzgesetz“. Jedes mit einem Satz erklärt und, wo es sich lohnt, mit dem, was dahintersteckt.

A

Abgasnorm
Die Abgasnorm steht als Emissionsschlüsselnummer im Feld 14.1 der Zulassungsbescheinigung Teil I. So kommt sie richtig in deine Anzeige und in den Filter.
Abhandengekommene Sache
Gestohlen oder verloren heißt: kein Eigentumserwerb, egal wie ahnungslos du warst. Wo § 935 BGB die Grenze zieht und warum Verliehenes anders behandelt wird.
Abholung
Abholung bedeutet, dass Käufer und Verkäufer sich treffen und die Sache dort übergeben und bezahlt wird.
Abmahnung
Abgemahnt wird, wer wie ein Händler auftritt: Markenname im Titel, fremde Fotos, kein Impressum. Was du nach so einem Brief tust und was du lassen solltest.
Abstellgenehmigung
Mit einer Abstellgenehmigung gilt das Paket im Moment des Abstellens als zugestellt. Warum ein Satz im Chat keine ist und wer danach den Verlust trägt.
AGB
AGB sind nach § 305 BGB Bedingungen für viele Verträge — privat brauchst du keine. Warum ein einzelner Satz im Inserat stärker wirkt als ein kopierter Block.
AHK
Anhängelasten stehen in den Feldern O.1 und O.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I. So beschreibst du eine AHK so, dass Käufer sofort nachrechnen können.
Anfechtung
Anfechtung macht einen Vertrag rückwirkend nichtig. Beim vertippten Preis handelst du unverzüglich (§ 121 BGB), bei Täuschung hast du ein ganzes Jahr.
Angebot und Annahme
Angebot und Annahme machen den Kaufvertrag, die Anzeige selbst ist keins von beidem. Was § 145 BGB bindet und warum ein Gegenpreis alles auf null setzt.
Anlage SO
In die Anlage SO gehören sonstige Einkünfte, darunter Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften. Was du dort einträgst und was du getrost weglassen kannst.
Anzahlung
Eine Anzahlung ist ein Teilbetrag, der vor der Übergabe gezahlt wird.
Arglistige Täuschung
§ 444 BGB kippt jeden Gewährleistungsausschluss, wenn ein Mangel bewusst verschwiegen wurde. Anfechtung binnen eines Jahres: was das für beide Seiten heißt.
Arglistiges Verschweigen
Arglist liegt vor, wenn der Verkäufer einen Mangel kennt und ihn bewusst verschweigt.
AU
Die Abgasuntersuchung ist seit 2010 Teil der Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO. Warum eine bestandene AU nichts über die Umweltzone aussagt — und was doch.
Außerbetriebsetzung
Außer Betrieb gesetzt heißt: kein öffentlicher Verkehr, keine Abholung ohne Kurzzeitkennzeichen. Was davon in die Anzeige gehört und welche Papiere mitgehen.

B

B-Ware
B-Ware ist Handelssprache für Neuware mit Makel. Warum der Begriff in privaten Anzeigen falsche Erwartungen weckt und was beim Händlerkauf dafür gilt.
Barzahlung bei Übergabe
Bargeld bei der Übergabe ist der einzige Weg, bei dem keiner vorleistet. So prüfst du Scheine, so sieht eine Quittung aus, das gilt bei größeren Beträgen.
Bastler / defekt
„Für Bastler“ oder „defekt“ heißt: Die Sache funktioniert nicht und wird ausdrücklich in diesem Zustand verkauft.
Bastlerware
Bastlerware heißt: funktioniert nicht, wird ohne Funktionsversprechen abgegeben. Was in die Anzeige gehört und warum § 444 BGB Verschweigen nicht deckt.
Batteriegesetz
Altbatterien nimmt der Handel kostenlos zurück, in den Hausmüll dürfen sie nicht. Was beim Verkauf und Versand von Akkus gilt und was ins Inserat gehört.
Bespielt
Bespielt meint bei Instrumenten Spielspuren, bei Kassetten eine Aufnahme. Was davon in die Anzeige gehört und warum § 53 UrhG eigene Kopien ausschließt.
Betriebskosten
Der Katalog in § 2 BetrKV zählt siebzehn umlagefähige Kostenarten auf, Reparaturen sind nicht dabei. Was du davon in einer Wohnungsanzeige nennen solltest.
Beweislastumkehr
Beweislastumkehr gilt nur beim Kauf vom Händler, ein Jahr lang (§ 477 BGB). Privat muss der Käufer beweisen, dass der Mangel bei der Übergabe schon da war.
Bewertung
Eine Bewertung darf deine Meinung enthalten, aber keine falsche Tatsache. Was Art. 5 GG deckt, was löschbar ist und warum Druck damit selten funktioniert.
Bundeszentralamt für Steuern
Das BZSt sammelt die Plattformmeldungen und vergibt die Steuer-ID. Was die Behörde tut, was sie nicht tut und warum ein Brief von dort kein Bescheid ist.
Büchersendung
Die Büchersendung ist der günstige Postversand für Gedrucktes. Warum eine beiliegende CD sie teuer macht und ab wann das Päckchen die bessere Wahl ist.

C

Canonical
Ein Hinweis im Seitenkopf, welche Adresse die maßgebliche ist, wenn dieselbe Seite unter mehreren Adressen erreichbar ist.
Capsule Wardrobe
Eine Capsule Wardrobe ist ein kleiner, kombinierbarer Kleiderschrank. Wie du den Rest sinnvoll verkaufst und wo die Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr greift.
Chargeback
Chargeback ist die Rückbuchung einer Kartenzahlung, oft Wochen nach der Übergabe. Was § 675u BGB regelt, wie du dich schützt und welcher Zahlweg bleibt.
COA
Ein COA ist ein Echtheitszertifikat und kein Rechtsnachweis. Warum § 443 BGB nur den bindet, der selbst einsteht, und was du beim Verkauf fotografierst.
Colorway
Colorway ist die Farbvariante eines Modells. Der Style-Code im Schuh nennt sie mit drei Ziffern — schreib ihn ab, dann entfallen die meisten Nachfragen.
Courtage
Courtage ist die Maklerprovision. Beim Hauskauf trägt der Käufer nach §§ 656c, 656d BGB höchstens die Hälfte. Was das für deine private Anzeige bedeutet.
Crawler
Ein Programm, das Websites automatisch abruft, um sie für eine Suchmaschine zu erfassen.

D

DAC7
DAC7 verpflichtet Plattformen, Verkäuferdaten ans Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Seit 2023 gilt das PStTG — was das für Privatverkäufer heißt.
Dachbodenfund
Dachbodenfund heißt: lange gelagert, nicht geprüft, Geschichte unbekannt. Warum § 444 BGB die Formel wertlos macht, sobald du einen Mangel verschweigst.
Deadstock
Deadstock ist nie verkaufte Lagerware, oft mit Etikett. Womit du die Herkunft belegst und warum ungetragen nach zwanzig Jahren nicht makellos bedeutet.
Differenzbesteuerung
Nach § 25a UStG zahlt ein Wiederverkäufer Umsatzsteuer nur auf die Marge. Warum der Satz in keine private Anzeige gehört und was er für Käufer bedeutet.
Direkt kaufen
Direkt kaufen ist Bezahlfunktion plus Versandlabel der Plattform. Warum § 447 BGB dabei zählt und weshalb der Einlieferungsbeleg dein wichtigster Zettel ist.
DOT-Nummer
DOT 4521 heißt 45. Woche 2021. Warum das Reifenalter den Preis mitbestimmt und wie die vier Ziffern in deine Reifenanzeige kommen, ganz ohne Rückfragen.
DPF
Ein entfernter Dieselpartikelfilter kostet nach § 19 StVZO die Betriebserlaubnis. Was zum DPF in die Anzeige gehört und welche Belege Käufer sehen wollen.
Dreiecksbetrug
Beim Dreiecksbetrug zahlt ein Fremder auf dein Konto, die Ware bekommt der Täter. Warum ein Geldeingang nichts beweist und der Überweisername alles verrät.

E

EBK
Eine gebrauchte Einbauküche verkauft sich über Maße, Gerätetypen und die Frage, wer abbaut. Was in die Anzeige gehört und wie du die Ablöse sauber regelst.
Echtzeitüberweisung
Eine Überweisung, die in wenigen Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommt statt am nächsten Werktag.
Einlieferungsbeleg
Der Einlieferungsbeleg belegt Sendungsnummer, Zeitpunkt und Gewicht der Abgabe. Ohne ihn läuft kein Nachforschungsauftrag — heb ihn auf, bis das Paket da ist.
ElektroG
Wer gebrauchte Geräte weitergibt, bringt sie nicht neu in Verkehr und braucht keine WEEE-Nummer. Wann § 6 ElektroG doch greift und wohin Altgeräte gehören.
Energieausweis
Liegt ein Energieausweis vor, gehören fünf Angaben in die Anzeige. Welche das sind, wie lange er gilt und warum Bedarf und Verbrauch sich unterscheiden.
Ersatzteilspender
Ersatzteilspender heißt: Der Käufer holt sich Teile, der Rest geht in die Verwertung. Welche Angaben die Anzeige braucht und was § 434 BGB daraus macht.
Erstauflage
Die Erstauflage steht im Impressum: die kleinste Ziffer der Reihe nennt den Druck. Was das für den Preis heißt und wo der Unterschied zur Erstausgabe liegt.
Erstbezug
Erstbezug heißt: vor dir hat niemand darin gewohnt. Warum das die Miete beeinflusst, wie sich die drei Varianten unterscheiden und was bei der Übergabe zählt.
Erstpressung
Erstpressung erkennst du an der Matrixnummer in der Auslaufrille, nicht am Alter. Was du zu Label, Land und Zustand angibst, damit der Preis am Ende stimmt.
Erstzulassung
Die Erstzulassung steht in Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I. Warum sie nicht das Baujahr ist und wofür das Datum beim Verkauf wirklich zählt.
Escrow
Escrow heißt Treuhand: Ein Dritter hält das Geld bis zur Lieferung. Im Anzeigen-Chat ist das fast immer eine Masche — § 320 BGB kann dasselbe kostenlos.
eVB-Nummer
Die eVB-Nummer ist die elektronische Versicherungsbestätigung mit sieben Stellen. Wer sie besorgt, wofür sie gilt und warum kein Verkäufer sie liefert.
EVP
EVP steht für empfohlener Verkaufspreis und meint dasselbe wie die UVP. Warum ein Streichpreis nichts belegt und die Rechnung im Gebrauchtverkauf zählt.
EXIF-Daten
Zusatzdaten, die eine Kamera unsichtbar in jedes Foto schreibt — darunter Zeitpunkt, Gerät und oft der Aufnahmeort.

F

Fakeshop
Ein Fakeshop existiert nur, um Vorkasse zu kassieren. Vier Prüfpunkte, der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale und warum Überweisungen kaum zurückkommen.
Fernabsatzvertrag
Fernabsatzvertrag heißt Unternehmer an Verbraucher, komplett aus der Ferne (§ 312c BGB). Deshalb gibt es privat kein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen.
Festpreis
Festpreis heißt, dass der Verkäufer nicht verhandelt.
Filialabholung
Bei der Filialabholung geht das Paket in den Shop statt an die Tür. Was die Lagerfrist bedeutet, wer abholen darf und warum der Verkäuferschutz kippen kann.
Flipping
Flipping heißt günstig kaufen, aufbereiten, teurer verkaufen. Was die Marge wirklich frisst, warum die Stundenrechnung ernüchtert und wann es Gewerbe wird.
Freibetrag
Ein Freibetrag bleibt immer steuerfrei, versteuert wird nur der Teil darüber. Für Privatverkäufe gilt aber keine Freibetragsregel — was stattdessen zählt.
Freigrenze
Freigrenze heißt: ein Euro darüber, und der gesamte Jahresgewinn wird steuerpflichtig. Warum das etwas anderes ist als ein Freibetrag — mit Rechenbeispiel.
Freunde und Familie
Eine Zahlungsart ohne Gebühr und ohne Käuferschutz, eigentlich für private Überweisungen zwischen Bekannten gedacht.

G

Garantie
Garantie ist freiwillig und kommt zur Gewährleistung dazu (§ 443 BGB). Warum „Verkauf ohne Garantie“ nichts ausschließt und welcher Satz wirklich wirkt.
Gebrauchsspuren
Gebrauchsspuren heißt benutzt, nicht defekt. Wer die Macken zählt und misst, verliert nach § 442 BGB keine Rechte und muss am Ende seltener nachverhandeln.
Gefahrübergang
Der Gefahrübergang ist der Moment, ab dem der Käufer das Risiko trägt, wenn die Ware verlorengeht oder beschädigt wird.
Gegenstände des täglichen Gebrauchs
Waschmaschine, Sofa, Fahrrad: Solche Sachen sind nach § 23 EStG vom privaten Veräußerungsgeschäft ausgenommen — auch bei einem Verkauf nach drei Monaten.
Gekauft wie gesehen
Eine verbreitete Formel, die weniger leistet, als die meisten annehmen.
Gem Mint 10
Gem Mint 10 ist die Höchstnote der Grading-Skalen. Warum ein schwarzes Label bei Beckett vier Teilnoten von 10 verlangt und was das für deinen Preis heißt.
Generalüberholt
Generalüberholt verspricht mehr als gereinigt: ersetzte Verschleißteile und Belege. Warum die Zusage bindet und ein pauschaler Ausschluss sie nicht einfängt.
Geschäftsfähigkeit
Unter 7 gar nicht, 7 bis 17 beschränkt, ab 18 voll: Käufe von Minderjährigen sind schwebend unwirksam, nicht nichtig. Wie du den Verkauf sauber abschließt.
Gesuch
Ein Gesuch ist eine Anzeige, in der du suchst statt anbietest. Was hineingehört, warum Betrüger sie lieben und wieso ein Gesuch kein bindendes Angebot ist.
Gewerbeanmeldung
Nicht die Zahl der Anzeigen entscheidet, sondern der Einkauf zum Weiterverkauf. Wann § 14 GewO greift und warum Kleingewerbe keine eigene Rechtsform ist.
Gewerblicher Verkäufer
Wer planmäßig und auf Dauer verkauft, um Gewinn zu erzielen, handelt gewerblich — unabhängig davon, wie er sich nennt.
Gewinnerzielungsabsicht
Gewinnerzielungsabsicht ist eines der vier Merkmale aus § 15 Abs. 2 EStG. Woran sich zeigt, ob aus deinen Privatverkäufen ein Gewerbe wird — mit Beispielen.
Gewährleistungsausschluss
Die Erklärung des privaten Verkäufers, nicht für Mängel zu haften, die sich nach dem Verkauf zeigen.
Graded
Graded heißt bewertet und eingeschweißt. Karten laufen auf einer Skala von 1 bis 10, Münzen nach Sheldon bis 70 — und was in den Anzeigentitel gehört.
Gutgläubiger Erwerb
§ 932 BGB schützt dich nur ohne grobe Fahrlässigkeit und nie bei gestohlener Ware. Was du vor der Zahlung prüfst, damit der gute Glaube auch wirklich trägt.
Gutscheinkarte
Gutscheinkarte heißt Guthaben beim Ausgeber, nicht Geld. Verjährung in drei Jahren (§§ 195, 199 BGB), Risiko beim Codekauf und was in die Anzeige gehört.

H

H-Kennzeichen
H-Kennzeichen heißt 191,73 Euro Kfz-Steuer im Jahr, mindestens 30 Jahre Alter und ein Gutachten nach § 23 StVZO. Was davon in deine Oldtimeranzeige gehört.
Haftungssumme
Die Haftungssumme ist die Obergrenze dessen, was ein Paketdienst ersetzt. § 431 HGB deckelt sie je Kilogramm — so weist du den Wert deiner Ware sauber nach.
Hausrecht
Als Besitzer entscheidest du, wer deine Wohnung betritt — auch bei der Abholung. Was du bei der Übergabe verlangen darfst und was das Hausrecht nicht hergibt.
Hehlerware
Gestohlene oder unterschlagene Sachen, die weiterverkauft werden.
Herstellergarantie
Die Herstellergarantie richtet sich gegen den Hersteller, nicht gegen dich. Was § 479 BGB verlangt und wie du Kaufdatum und Beleg in die Anzeige bringst.
Highlight-Anzeige
Eine Highlight-Anzeige färbt deinen Treffer ein, schiebt ihn aber nicht nach oben. Was § 312j BGB zu bezahlten Extras sagt und wann sich das Buchen lohnt.
HU
HU ist die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO: beim Pkw erst nach 36 Monaten, danach alle 24. Was die Plakette sagt und was sie über den Zustand nicht sagt.

I

Identitätsdiebstahl
Identitätsdiebstahl heißt: Jemand verkauft unter deinem Namen. Woran du kopierte Anzeigen erkennst und was dir Artikel 15 DSGVO an Auskunft verschafft.
Impressumspflicht
Die Pflicht gewerblicher Anbieter, Namen und Anschrift jederzeit erreichbar anzugeben.
Indexierung
Indexierung heißt, dass eine Suchmaschine eine Seite in ihren Bestand aufgenommen hat und sie in Ergebnissen zeigen kann.
Indexmiete
Eine Indexmiete folgt dem Verbraucherpreisindex. Wie die Erhöhung erklärt werden muss, ab wann sie fällig wird und welcher Weg dem Vermieter versperrt ist.
Inserat
Inserat ist das ältere Wort für Anzeige. Rechtlich bindet es nicht: Der Vertrag entsteht erst nach §§ 145 ff. BGB durch Angebot und Annahme. Was daraus folgt.

K

Kaltmiete
Kaltmiete ist die Miete ohne Nebenkosten und die Bezugsgröße der Mietpreisbremse nach § 556d BGB. So gibst du beide Zahlen in deiner Anzeige richtig an.
Kaufvertrag
Die schriftliche Festhaltung dessen, was verkauft wurde, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen.
Kaution
Kaution ist eine Sicherheit, kein Preis: bei Wohnraum höchstens drei Kaltmieten (§ 551 BGB). Warum sie in privaten Anzeigen fast immer nur eine Vorkasse ist.
Kernsaniert
Kernsaniert ist kein geschützter Begriff. Welche Gewerke dahinterstehen sollten, welche Frage das in einer Minute klärt und was es für die Miete bedeutet.
Kilopreis
Kilopreis heißt Preis pro Kilogramm statt pro Stück. Bei 2 kg endet das Päckchen, bei 31,5 kg das Paket — deshalb entscheidet das Gewicht über deine Marge.
Kleinunternehmerregelung
Eine Regelung, die Unternehmen mit geringem Umsatz von der Umsatzsteuer befreit.
Konfektionsgröße
Konfektionsgröße 38 sagt weniger als vier gemessene Werte. Warum EN 13402 an Körpermaße anknüpft und „passt nicht“ beim Privatkauf kein Rückgabegrund ist.
Kontoübernahme
Kontoübernahme heißt: Jemand verkauft mit deinen echten Zugangsdaten unter deinem Namen. Die Anzeichen, die richtige Reihenfolge und was § 675u BGB regelt.
Konvolut
Konvolut heißt Sammelposten: mehrere Stücke als ein Los. Was in die Beschreibung muss, warum du zählst statt schätzt und wo bei 31,5 Kilogramm Schluss ist.
Kurzzeitkennzeichen
Ein Kurzzeitkennzeichen gilt höchstens fünf Tage ab Ausgabe. Wer es besorgt, was der Käufer dafür braucht und wie die Abholung deines Fahrzeugs planbar wird.
Käuferschutz
Käuferschutz ist die Zusage eines Bezahldienstes, den Kaufpreis zu erstatten, wenn die Ware nicht oder nicht wie beschrieben ankommt.

L

Legit Check
Ein Legit Check prüft, ob ein Markenartikel echt ist. Welche Fotos du verlangst, was Prüfdienste leisten und welche Frist bei Täuschung für dich läuft.
Liebhaberei
Liebhaberei heißt: auf Dauer kein Überschuss zu erwarten. Verluste sind dann nicht absetzbar, Gewinne nicht steuerbar — was das für Sammler konkret bedeutet.
Liebhaberpreis
Ein Liebhaberpreis liegt über dem Marktwert, weil jemand genau dieses Stück will. Was das für Laufzeit, Fotos und die Freigrenze von 1.000 Euro bedeutet.
Limitierte Edition
Limitierte Edition heißt feste Stückzahl, nicht hoher Wert. Warum die Zahl „128/500“ nach § 434 BGB zur vereinbarten Beschaffenheit deiner Anzeige wird.
Long-Tail-Suche
Eine lange, genaue Suchanfrage mit wenig Wettbewerb — „Rennrad Rahmenhöhe 56 Kleve“ statt „Fahrrad“.
Loose
Loose heißt: ohne Originalverpackung verkauft. Warum die Vollständigkeit den Preis macht und fehlendes Zubehör nach § 434 BGB ein Sachmangel sein kann.
Lowball-Angebot
Ein Lowball-Angebot bietet weit unter Preis und testet, ob du nachgibst. Warum dein Gegenangebot das alte Angebot löscht und wie du in einem Satz antwortest.

M

Mahnbescheid
Zwei Wochen hat der Empfänger für den Widerspruch, und die Zustellung hemmt die Verjährung. Wann sich das Mahnverfahren nach einem Privatverkauf lohnt.
Mangel
Ein Mangel ist eine Abweichung vom vereinbarten oder üblichen Zustand einer Sache.
Markenrechtsverletzung
Echte Ware darfst du nach § 24 MarkenG weiterverkaufen, Repliken und „im Stil von“ nicht. Wie der Markenname in den Titel gehört, ohne Ärger zu machen.
Maxibrief
Der Maxibrief geht bis ein Kilo und höchstens fünf Zentimeter Höhe. Woran er in der Filiale scheitert und ab wann sich das Päckchen eher für dich lohnt.
Meldeschwelle
30 Verkäufe oder 2.000 Euro im Jahr: Wird eine der beiden Grenzen gerissen, meldet die Plattform. Warum das keine Steuergrenze ist und was wirklich zählt.
Merkliste
Die Merkliste speichert Anzeigen für dich allein — der Verkäufer erfährt nichts davon. Warum gemerkt nicht reserviert heißt und was stattdessen trägt.
Meta-Beschreibung
Der kurze Text, den eine Suchmaschine unter dem Titel eines Treffers anzeigt.
Minderung
Minderung heißt behalten und weniger zahlen. Wie § 441 BGB den Abschlag berechnet, warum sie auch bei kleinen Mängeln geht und was du vorher fotografierst.
Mint
Mint ist die Sammler-Höchstnote für den Zustand: wie fabrikneu. Wo die Grenze zu Near Mint liegt und warum Platte und Cover getrennt bewertet werden müssen.
MISB
MISB heißt Mint in Sealed Box: nie ausgepackt. Woran du ein Resealing erkennst und warum § 23 EStG bei einem Verkauf im ersten Jahr wichtig werden kann.
MOC
MOC heißt Mint on Card: Figur ungeöffnet im Blister auf der Trägerkarte. Warum Katalogfotos nach § 72 UrhG tabu sind und was Käufer wirklich sehen wollen.
Money Mule
Money Mule heißt: Jemand nutzt dein Konto für fremdes Geld. Warum Weiterleiten auch ohne Absicht strafbar sein kann und das Konto meist gesperrt wird.
Motorschaden
Motorschaden allein ist keine Angabe. Welche Details Bastler brauchen und warum ein Gewährleistungsausschluss einen verschwiegenen Schaden nicht abdeckt.
Möbliert
Möbliert heißt nicht automatisch mehr Miete. Was alles zur Möblierung zählt, wie der Zuschlag zustande kommt und wann ein Vertrag als vorübergehend gilt.

N

Nacherfüllung
Nacherfüllung ist Reparatur oder Ersatz, der Käufer wählt (§ 439 BGB). Warum beim gebrauchten Einzelstück nur die Reparatur bleibt und wie du antwortest.
Nachforschungsauftrag
Der Nachforschungsauftrag meldet eine Sendung als vermisst und ist Voraussetzung für Ersatz. § 424 HGB nennt 20 Tage im Inland und 30 Tage ins Ausland.
Nachmieter
Drei Nachmieter vorschlagen entlässt dich nicht aus dem Vertrag: Es bleiben drei Monate Frist nach § 573c BGB. Was alles in deine Nachmieteranzeige gehört.
Nachnahme
Bei Nachnahme kassiert der Zusteller das Geld gegen ein verschlossenes Paket. Warum das weder Käufer noch Verkäufer schützt und was stattdessen funktioniert.
Near Mint
Near Mint, kurz NM, ist die Stufe unter Mint: minimale Spuren, die man suchen muss. Wie du NM belegst und wo der Unterschied zum bezahlten Grading liegt.
Nebenkosten
Die Abrechnung muss binnen zwölf Monaten kommen, sonst ist die Nachforderung nach § 556 BGB weg. Was zu den Nebenkosten in deine Wohnungsanzeige gehört.
Neosurf
Neosurf ist ein bar gekaufter Prepaid-Bon mit Code. Warum ihn fast nur Betrüger verlangen, was § 263 StGB daran nicht ändert und wie du richtig reagierst.
Neu OVP
Neu OVP heißt unbenutzt in der Originalverpackung. Beim Privatkauf gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht — § 312g BGB gilt nur gegenüber Unternehmern.
Neupreis
Der Neupreis ist der Preis, den die Sache im Handel neu gekostet hat oder kostet.
Neuwertig
Neuwertig heißt: benutzt, aber ohne sichtbare Gebrauchsspuren.
NIB
NIB steht für New in Box: neu mit Originalkarton, aber nicht zwingend versiegelt. Warum die Beweislast beim Privatkauf anders liegt als beim Händlerkauf.
noindex
Eine Anweisung an Suchmaschinen, eine Seite nicht in den Index aufzunehmen.
Nur Abholung
Der Verkäufer versendet nicht; die Sache muss vor Ort abgeholt werden.
NWOT
NWOT heißt New without Tags: ungetragen, ohne Etikett. Welche Fotos den fehlenden Beleg ersetzen und warum § 442 BGB für offene Angaben in Anzeigen spricht.
NWT
NWT heißt New with Tags: nie getragen, Etikett noch dran. Warum das Foto vom Etikett die häufigsten Nachfragen erledigt und wann NWT nicht neuwertig heißt.

O

OEKO-TEX
OEKO-TEX Standard 100 prüft Schadstoffe, nicht Qualität. Zertifikate gelten zwölf Monate und tragen eine Prüfnummer — damit wird deine Angabe nachprüfbar.
OVP
OVP heißt Originalverpackung — die Sache kommt im Karton des Herstellers.

P

Packstation
Eine Packstation braucht Name, Postnummer und Stationsnummer als Adresse. Was ohne Postnummer passiert, welche Pakete passen und wo der Verkäuferschutz endet.
Paketshop
Ein Paketshop ist Annahme- und Abholstelle im Einzelhandel. Warum der Einlieferungsbeleg wichtiger ist als der erste Scan und wo die Lagerfrist drückt.
Palettenversand
Palettenversand rechnet nach Stellplatz, Gewicht und Höhe ab. Die Europalette misst 120 mal 80 Zentimeter — was übersteht, wird teurer oder gar nicht geladen.
Patina
Patina ist gewachsene Oberfläche und bei Kupfer, Leder und Holz ein Wertfaktor. Wo sie aufhört, Rost anfängt und was Beschönigen nach § 124 BGB riskiert.
Paysafecard
Paysafecard ist ein Prepaid-Code mit sechzehn Stellen: Wer ihn liest, hat das Guthaben. Warum sie im Privatverkauf ein Warnsignal ist und was du tun kannst.
Phishing
Phishing sind Nachrichten, die Zugangsdaten abgreifen — beim Privatverkauf meist als Zahlungsbestätigung mit Link. Woran du sie erkennst, ohne sie zu öffnen.
Plattformen-Steuertransparenzgesetz
Das Gesetz, das Online-Plattformen verpflichtet, bestimmte Verkäufer an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden.
Polierte Platte
PP heißt Polierte Platte: spiegelnder Grund, mattes Motiv, jeder Fingerabdruck bleibt sichtbar. Was in die Münzanzeige gehört und was den Preis drückt.
Preis auf Anfrage
Preis auf Anfrage kostet Reichweite: Ohne Zahl fällt deine Anzeige aus jedem Preisfilter. Was du stattdessen hinschreibst und wann PAA wirklich passt.
Preloved
Preloved ist das freundliche Wort für gebraucht. Warum es in Anzeigen wenig aussagt, welche Angaben es ersetzen und wo ein Gewährleistungsausschluss endet.
Private Veräußerungsgeschäfte
§ 23 EStG greift nur, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr liegt und ein Gewinn entsteht. Was das für deine Anzeige heißt — kurz erklärt.
Privatverkauf
Ein Privatverkauf ist der Verkauf einer gebrauchten Sache aus dem eigenen Besitz, ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne Regelmäßigkeit.
Provenienz
Provenienz ist die belegte Herkunftskette eines Stücks. Welche Belege zählen, warum „Herkunft unbekannt“ eine gute Angabe ist und wo Kulturgut heikel wird.
Provisionsfrei
Provisionsfrei heißt kein Maklerhonorar, nicht kostenlos: Kaution und Ablöse bleiben. So formulierst du deine private Wohnungsanzeige wirklich eindeutig.
PSA-Grading
PSA vergibt ganze Noten von 1 bis 10, dazu Qualifier wie OC oder MK. Wie du die Zertifikatsnummer prüfst und was davon in den Titel deiner Anzeige gehört.
Päckchen
Das Päckchen geht bis zwei Kilo und hat eine Sendungsnummer, aber keine Versicherung. Wann es die richtige Wahl ist und wo die Grenze zum Paket liegt.

Q

Quishing
Quishing ist Phishing per QR-Code: Das Ziel steckt im Muster, nicht im Text. Warum du Geld nie durch einen Scan bekommst und wie du den Code vorher prüfst.
Quittung
Eine schriftliche Bestätigung, dass ein bestimmter Betrag für eine bestimmte Sache gezahlt wurde.

R

Rarität
Rarität heißt selten, nicht teuer. Warum der Preis allein an der Nachfrage hängt und weshalb ein Irrtum über den Wert nach § 119 BGB keine Anfechtung trägt.
Refurbished
Refurbished heißt geprüft und aufbereitet — ein Wort ohne gesetzliche Definition. Was du damit versprichst und wonach Käufer beim Handy wirklich fragen.
Replika
Replika ist der höfliche Name für einen Nachbau. Was § 14 MarkenG dazu sagt, wann Käufer nach § 123 BGB anfechten können und was in die Anzeige gehört.
Reproduktion
Reproduktion ist die Nachbildung eines Originals. Woran du sie erkennst, warum das Wort in den Titel gehört und was § 64 UrhG zur Gemeinfreiheit sagt.
Reseller
Reseller kaufen ein, um mit Aufschlag weiterzuverkaufen. Woran du sie in Anzeigen erkennst und ab welcher Schwelle Plattformen Verkäufe melden müssen.
Reservierung
Eine Reservierung ist die Zusage, eine Sache für einen Interessenten zurückzuhalten.
Restgarantie
Restgarantie ist die verbleibende Laufzeit einer Garantie. Warum die Angabe zur Beschaffenheit wird, § 444 BGB deinen Ausschluss aushebelt und was hilft.
Restprofil
1,6 mm sind das gesetzliche Minimum nach § 36 StVZO. So misst du die Profiltiefe richtig und gibst sie in deiner Reifenanzeige an, ohne lange Nachfragen.
Retoure
Eine Retoure zwischen Privatleuten gibt es nur freiwillig oder bei einem verschwiegenen Mangel. Was der Satz „keine Rücknahme“ wirklich trägt und was nicht.
Rückbuchung
Rückbuchung heißt: Das Geld ist wieder weg. Warum eine ausgeführte Überweisung nach § 675p BGB bleibt, welche Wege rückholbar sind und was dann hilft.
Rücklastschrift
Rücklastschrift: Der Zahler holt sich eine Lastschrift zurück, binnen acht Wochen ohne Grund (§ 675x BGB). Was das für Miete, Abo und Verkauf bedeutet.
Rücksendeetikett
Ein Rücksendeetikett ist freiwillig und immer eine Absprache. Warum du es selbst erstellst, welcher Satz in den Chat gehört und wann das Geld zurückgeht.
Rücktritt
Rücktritt heißt Ware zurück, Geld zurück. Warum er eine Frist zur Nacherfüllung braucht (§ 323 BGB), privat meist ausscheidet und was stattdessen zählt.

S

Sachmangel
Ein Sachmangel ist gegeben, wenn die Sache nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat oder sich nicht für die übliche Verwendung eignet.
Saisonartikel
Sachen, deren Nachfrage stark von der Jahreszeit abhängt.
Scam
Scam ist das englische Wort für die Masche — strafrechtlich Betrug nach § 263 StGB. Die wiederkehrende Struktur und der eine Satz, der fast alle stoppt.
Scheckheftgepflegt
Scheckheftgepflegt heißt: alle Herstellerinspektionen erledigt und lückenlos belegt. Warum der Begriff eine Zusage ist, an der du später gemessen wirst.
SCHUFA-Auskunft
Vermieter meinen die kostenpflichtige Bonitätsauskunft, nicht die kostenlose Datenkopie. Was der Unterschied ist und was du besser nicht mitbringen solltest.
Sealed
Sealed heißt originalversiegelt und nie geöffnet. Warum Resealing das Risiko ist, welche Fotos helfen und was § 444 BGB zum Verschweigen von Mängeln sagt.
Second Hand
Second Hand sagt etwas über die Vorgeschichte, nichts über den Zustand. Warum es beim Kauf von privat kein Widerrufsrecht gibt und was in die Anzeige gehört.
Selbstabholer
Selbstabholer heißt: Der Käufer holt ab, du versendest nicht. Nach § 269 BGB ist Abholung der gesetzliche Normalfall — so schreibst du die Angabe richtig.
Sendungsverfolgung
Sendungsverfolgung zeigt den Weg eines Pakets, nicht seinen Inhalt. Welcher Status wirklich zählt und warum ohne Tracking der Käuferschutz gegen dich läuft.
SEO
SEO steht für Suchmaschinenoptimierung: alles, was dazu führt, dass eine Seite bei einer Suche gefunden wird.
SEO-Titel
Der Seitentitel, wie er in der Trefferliste einer Suchmaschine erscheint.
Shadowban
Shadowban heißt: Deine Anzeige ist online, taucht in der Suche aber kaum auf. Woran du die Herabstufung erkennst und was Artikel 17 DSA an Begründung fordert.
SHS-Regel
Die SHS-Regel ist eine Merkhilfe für die Übergabe: selbst sehen, hier übergeben, sofort zahlen. Was sie abdeckt, wo sie endet und was § 929 BGB dazu sagt.
Sitemap
Eine Datei, in der eine Website alle Adressen aufführt, die Suchmaschinen kennen sollen.
Slow Fashion
Slow Fashion setzt auf wenige, langlebige Teile. Was das beim Wiederverkauf bringt, welche Angaben den Preis tragen und warum der Erlös steuerfrei bleibt.
Smishing
Smishing ist Phishing per SMS: Paketmeldung, kurzer Link, nachgebaute Anmeldeseite. Warum Verkäufer im Versand besonders anfällig sind und was dagegen hilft.
Social Engineering
Social Engineering greift den Menschen an, nicht die Technik: Vertrauen, Zeitdruck, Mitleid. Die vier Hebel und die Gegenmaßnahme, die immer funktioniert.
Sofortkauf
Sofortkauf heißt Festpreis ohne Verhandlung — und mit der Annahme steht der Vertrag. Was § 433 BGB dann von beiden Seiten verlangt und wann Rücktritt geht.
Sofortüberweisung
Sofortüberweisung ist ein Zahlungsauslösedienst, keine Sofortgutschrift. Warum die Bestätigung nichts beweist, was § 675s BGB regelt und worauf du wartest.
Speditionsversand
Speditionsversand endet an der Bordsteinkante, nicht in der Wohnung. Was Avisierung, Frachtbrief und die Sieben-Tage-Frist des § 438 HGB für dich bedeuten.
Spekulationsfrist
Der Zeitraum, innerhalb dessen ein Gewinn aus dem Verkauf beweglicher Gegenstände steuerpflichtig ist.
Sperrgut
Sendungen, die wegen Größe, Gewicht oder Form nicht als normales Paket befördert werden.
Sperrgutzuschlag
Der Sperrgutzuschlag trifft alles, was nicht durch die Sortieranlage läuft: zu lang, rund, sperrig. Wann er greift und wie du ihn vorher einkalkulierst.
Staffelmiete
Bei einer Staffelmiete nach § 557a BGB steht jede Erhöhung schon im Vertrag. Was als Geldbetrag ausgewiesen sein muss und welche Erhöhung dafür wegfällt.
Standschaden
Standschaden entsteht durch Stehen, nicht durch Fahren: Standplatten, feste Bremsen, verharzter Sprit. Was du prüfst und wie du es in die Anzeige schreibst.
Stempelglanz
Stempelglanz, kurz stgl, ist die beste Erhaltung einer Umlaufmünze. Wo sie in der deutschen Skala genau steht und warum Putzen den Preis zuverlässig senkt.
Steuer-ID
Die Steuer-ID hat elf Stellen, gilt lebenslang und kommt vom Bundeszentralamt für Steuern. Warum sie nicht die Steuernummer ist und kein Käufer sie braucht.
Strukturierte Daten
Maschinenlesbare Angaben im Quelltext einer Seite, die sagen, worum es sich handelt — etwa um ein Angebot mit Preis und Ort.
Suchauftrag
Ein Suchauftrag meldet dir neue Anzeigen, sobald sie erscheinen. Warum zu enge Filter die guten Treffer wegschneiden und wie du die Benachrichtigung stoppst.

T

Tachostand
Der Tachostand ist die abgelesene Laufleistung. Warum der Zusatz „keine Gewähr“ dich nicht schützt und warum Manipulation nach § 22b StVG strafbar ist.
Taschengeldparagraph
§ 110 BGB nennt keinen Betrag: Es zählt, woher das Geld stammt und ob voll gezahlt wurde. Was bei Anzahlung und Raten gilt und was in dein Inserat gehört.
Tauschangebot
Ein Tauschangebot heißt Ware gegen Ware statt Geld. Nach § 480 BGB gelten dabei die Kaufregeln — jeder haftet für seine Sache. Was du vorher klären musst.
Textilkennzeichnung
Die Faserangabe in Prozent verlangt die EU-Verordnung von Händlern, nicht von dir. Warum sie in deiner Kleideranzeige trotzdem die Rückfragen halbiert.
Top-Anzeige
Eine Top-Anzeige kauft Position, nicht Verkäufe. Seit 28. Mai 2022 müssen bezahlte Platzierungen gekennzeichnet sein — wann sich die Buchung trotzdem lohnt.
Tracking-ID
Die Tracking-ID identifiziert das Paket, nicht den Inhalt. Wo sie steht, wem du sie gibst und warum allein der Absender die Nachforschung stellen kann.
Transportversicherung
Eine Transportversicherung hebt den Ersatzbetrag über die enthaltene Haftung. Wann sie sich lohnt, wann sie nichts zahlt und wer den Schaden melden muss.
Treuhandservice
Ein Treuhandservice hält das Geld des Käufers, bis die Ware angekommen ist, und zahlt es dann an den Verkäufer aus.

U

Unfallfrei
Unfallfrei meint: kein Schaden über einen ganz geringfügigen Lackschaden hinaus. Warum die Angabe eine Beschaffenheit ist und wie du sicher formulierst.
Unfrei
Unfrei heißt: Der Empfänger zahlt das Porto. Warum das im Privatversand kaum noch geht, was Verkäufer stattdessen schreiben und was § 447 BGB dazu regelt.
Ungetragen
Ungetragen heißt: nie im Alltag angehabt, Anprobieren zählt nicht mit. Warum die Angabe nach § 434 BGB eine Zusage ist und was unbedingt daneben gehört.
Unterlassungserklärung
Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ist ein Vertrag und bindet dauerhaft. Warum kaum jemand das Formular unterschreibt und was stattdessen üblich ist.
Unternehmer
§ 14 BGB nennt keine Zahl: Nicht die Menge der Verkäufe macht dich zum Unternehmer, sondern das Gesamtbild. Woran du die Grenze erkennst, bevor Post kommt.
Untervermietung
Für ein Zimmer hast du nach § 553 BGB oft Anspruch auf die Erlaubnis, für die ganze Wohnung nicht. Was du im Antrag angibst und was ohne Erlaubnis droht.
Upcycling
Upcycling macht aus altem Material etwas Neues. Welche drei Angaben in die Anzeige gehören, wann das Markenrecht greift und ab wann es gewerblich wird.
UVP
UVP heißt unverbindliche Preisempfehlung: ein Vorschlag des Herstellers, der niemanden bindet. Warum sie als Ankerpreis in Anzeigen meist nach hinten losgeht.
Übergabeprotokoll
Sechs Zeilen und zwei Unterschriften: Beim Privatkauf trägt der Käufer die Beweislast für Mängel. Wie du die Übergabe festhältst, damit sie später hält.

V

VB
VB steht für Verhandlungsbasis: Der genannte Preis ist ein Ausgangspunkt, über den gesprochen werden darf.
Verbraucher
Verbraucher bist du nach § 13 BGB immer, Schutzrechte greifen aber nur gegenüber einem Unternehmer. Was das beim Kauf von privat konkret für dich bedeutet.
Verifiziertes Konto
Ein verifiziertes Konto belegt eine geprüfte Angabe, meist die Handynummer — nicht die Ehrlichkeit. Was Artikel 30 DSA regelt und woran du trotzdem denkst.
Verjährung
Verjährung heißt: Der Anspruch besteht, ist aber nicht durchsetzbar. Mängelrechte verjähren in zwei Jahren ab Übergabe (§ 438 BGB), Forderungen in drei.
Verkäuferschutz
Verkäuferschutz greift nur mit Versandnachweis an die hinterlegte Adresse. Bei Abholung und digitalen Gütern zahlt er nicht — so sicherst du dich anders ab.
Verpackungsgesetz
Seit 1. Juli 2022 gilt die LUCID-Pflicht ohne Mindestmenge, aber nur gewerbsmäßig. Warum dich das privat nicht trifft und worauf es beim Karton ankommt.
Versendungskauf
Beim Versendungskauf trägt der Käufer ab der Übergabe an den Paketdienst das Risiko. Was § 447 BGB regelt, wo er nicht gilt und was du beweisen musst.
Versicherter Versand
Versand mit Sendungsverfolgung und Haftung des Transporteurs bis zu einem festgelegten Betrag.
VHB
VHB heißt Verhandlungsbasis und bedeutet dasselbe wie VB.
Vintage
Vintage meint das Original aus seiner Zeit, nicht den Stil von heute. Wo die Grenze zur Antiquität liegt und welche Angaben eine Vintage-Anzeige tragen.
Vorkasse
Vorkasse heißt Geld vor Ware und ist beim Versand der Normalfall. Warum eine ausgeführte Überweisung nicht zurückkommt und woran du seriöse Anbieter erkennst.

W

Waren und Dienstleistungen
„Waren und Dienstleistungen“ ist die PayPal-Zahlart mit Käuferschutz. Die Bitte um „Freunde und Familie“ nimmt dir das Netz — so preist du die Gebühr ein.
Warensendung
Die Warensendung ist Briefporto für kleine Waren: günstig, aber ohne Tracking und ohne Haftung. Wofür sie taugt, wie sie verschlossen sein muss, was fehlt.
Warmmiete
Warmmiete ist keine Pauschale: Heizkosten werden nach § 7 HeizkostenV zu 50 bis 70 Prozent verbrauchsabhängig abgerechnet. So inserierst du sauber und fair.
WBS
WBS heißt Wohnberechtigungsschein und ist meist nur ein Jahr gültig. Was in der Anzeige damit gemeint ist, wo du ihn beantragst und was er nicht bewirkt.
Wertverlust
Der Wertverlust ist die Differenz zwischen dem, was eine Sache neu gekostet hat, und dem, was sie gebraucht noch bringt.
Widerrufsbelehrung
Die 14-Tage-Frist gilt nur zwischen Unternehmer und Verbraucher. Was das für deine private Anzeige bedeutet und welcher Satz dort stattdessen hineingehört.
Widerrufsrecht
Das Recht, einen online geschlossenen Kauf binnen vierzehn Tagen ohne Begründung rückgängig zu machen.

Y

Y2K
Y2K meint Mode der Jahre um die Jahrtausendwende. Woran Käufer sie erkennen, warum Maße wichtiger sind als die Größe und wie du Stil von Original trennst.

Z

Zahnriemenwechsel
„Zahnriemen neu“ ist eine vereinbarte Beschaffenheit nach § 434 BGB. Wie du den Wechsel belegst und was ein fälliger Riemen am Verkaufspreis ausmacht.
Zeitwert
Der Zeitwert ist der heutige Wert einer Sache: Neupreis minus Alter, Nutzung, Zustand. Warum er nicht mit dem erzielbaren Verkaufspreis identisch ist.
ZKB
ZKB zählt die Zimmer, Küche und Bad zählen nicht mit. Wie die Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung entsteht und was in deine Wohnungsanzeige gehört.
Zollinhaltserklärung
Die Zollinhaltserklärung CN22 nennt Inhalt, Wert und Ursprung einer Sendung außerhalb der EU. Warum die Angabe „Geschenk“ kein Trick ist, sondern Ärger macht.
Zug um Zug
Zug um Zug heißt: Leistung und Gegenleistung werden gleichzeitig erbracht.
Zugesicherte Eigenschaft
Zugesicherte Eigenschaft ist der alte Name der Beschaffenheitsvereinbarung (§ 434 BGB). Jede Angabe in der Anzeige zählt dazu — deshalb schreib sie genau.
Zulassungsbescheinigung
Teil I ist der frühere Fahrzeugschein, Teil II der Fahrzeugbrief. Warum Teil II kein Eigentumsnachweis ist und was bei der Übergabe alles dazugehören muss.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
2FA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Nachweis. Warum ein gestohlenes Passwort dann nicht mehr reicht — und warum niemand deinen Code braucht.
Zwei-Mann-Handling
Zwei-Mann-Handling ist die gebuchte Lieferung bis in die Wohnung. Ohne sie ist das Entladen nach § 412 HGB deine Sache — schreib das gleich in die Anzeige.
Zwischenmiete
Untervermieten ohne Erlaubnis geht nach § 540 BGB nicht, einen Anspruch darauf gibt § 553 BGB. So inserierst du eine Zwischenmiete ohne späteren Ärger.