Glossar
246 Wörter, über die man in Anzeigen stolpert — von „VB“ bis „Plattformen-Steuertransparenzgesetz“. Jedes mit einem Satz erklärt und, wo es sich lohnt, mit dem, was dahintersteckt.
A
- Abgasnorm
- Die Abgasnorm steht als Emissionsschlüsselnummer im Feld 14.1 der Zulassungsbescheinigung Teil I. So kommt sie richtig in deine Anzeige und in den Filter.
- Abhandengekommene Sache
- Gestohlen oder verloren heißt: kein Eigentumserwerb, egal wie ahnungslos du warst. Wo § 935 BGB die Grenze zieht und warum Verliehenes anders behandelt wird.
- Abholung
- Abholung bedeutet, dass Käufer und Verkäufer sich treffen und die Sache dort übergeben und bezahlt wird.
- Abmahnung
- Abgemahnt wird, wer wie ein Händler auftritt: Markenname im Titel, fremde Fotos, kein Impressum. Was du nach so einem Brief tust und was du lassen solltest.
- Abstellgenehmigung
- Mit einer Abstellgenehmigung gilt das Paket im Moment des Abstellens als zugestellt. Warum ein Satz im Chat keine ist und wer danach den Verlust trägt.
- AGB
- AGB sind nach § 305 BGB Bedingungen für viele Verträge — privat brauchst du keine. Warum ein einzelner Satz im Inserat stärker wirkt als ein kopierter Block.
- AHK
- Anhängelasten stehen in den Feldern O.1 und O.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I. So beschreibst du eine AHK so, dass Käufer sofort nachrechnen können.
- Anfechtung
- Anfechtung macht einen Vertrag rückwirkend nichtig. Beim vertippten Preis handelst du unverzüglich (§ 121 BGB), bei Täuschung hast du ein ganzes Jahr.
- Angebot und Annahme
- Angebot und Annahme machen den Kaufvertrag, die Anzeige selbst ist keins von beidem. Was § 145 BGB bindet und warum ein Gegenpreis alles auf null setzt.
- Anlage SO
- In die Anlage SO gehören sonstige Einkünfte, darunter Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften. Was du dort einträgst und was du getrost weglassen kannst.
- Anzahlung
- Eine Anzahlung ist ein Teilbetrag, der vor der Übergabe gezahlt wird.
- Arglistige Täuschung
- § 444 BGB kippt jeden Gewährleistungsausschluss, wenn ein Mangel bewusst verschwiegen wurde. Anfechtung binnen eines Jahres: was das für beide Seiten heißt.
- Arglistiges Verschweigen
- Arglist liegt vor, wenn der Verkäufer einen Mangel kennt und ihn bewusst verschweigt.
- AU
- Die Abgasuntersuchung ist seit 2010 Teil der Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO. Warum eine bestandene AU nichts über die Umweltzone aussagt — und was doch.
- Außerbetriebsetzung
- Außer Betrieb gesetzt heißt: kein öffentlicher Verkehr, keine Abholung ohne Kurzzeitkennzeichen. Was davon in die Anzeige gehört und welche Papiere mitgehen.
B
- B-Ware
- B-Ware ist Handelssprache für Neuware mit Makel. Warum der Begriff in privaten Anzeigen falsche Erwartungen weckt und was beim Händlerkauf dafür gilt.
- Barzahlung bei Übergabe
- Bargeld bei der Übergabe ist der einzige Weg, bei dem keiner vorleistet. So prüfst du Scheine, so sieht eine Quittung aus, das gilt bei größeren Beträgen.
- Bastler / defekt
- „Für Bastler“ oder „defekt“ heißt: Die Sache funktioniert nicht und wird ausdrücklich in diesem Zustand verkauft.
- Bastlerware
- Bastlerware heißt: funktioniert nicht, wird ohne Funktionsversprechen abgegeben. Was in die Anzeige gehört und warum § 444 BGB Verschweigen nicht deckt.
- Batteriegesetz
- Altbatterien nimmt der Handel kostenlos zurück, in den Hausmüll dürfen sie nicht. Was beim Verkauf und Versand von Akkus gilt und was ins Inserat gehört.
- Bespielt
- Bespielt meint bei Instrumenten Spielspuren, bei Kassetten eine Aufnahme. Was davon in die Anzeige gehört und warum § 53 UrhG eigene Kopien ausschließt.
- Betriebskosten
- Der Katalog in § 2 BetrKV zählt siebzehn umlagefähige Kostenarten auf, Reparaturen sind nicht dabei. Was du davon in einer Wohnungsanzeige nennen solltest.
- Beweislastumkehr
- Beweislastumkehr gilt nur beim Kauf vom Händler, ein Jahr lang (§ 477 BGB). Privat muss der Käufer beweisen, dass der Mangel bei der Übergabe schon da war.
- Bewertung
- Eine Bewertung darf deine Meinung enthalten, aber keine falsche Tatsache. Was Art. 5 GG deckt, was löschbar ist und warum Druck damit selten funktioniert.
- Bundeszentralamt für Steuern
- Das BZSt sammelt die Plattformmeldungen und vergibt die Steuer-ID. Was die Behörde tut, was sie nicht tut und warum ein Brief von dort kein Bescheid ist.
- Büchersendung
- Die Büchersendung ist der günstige Postversand für Gedrucktes. Warum eine beiliegende CD sie teuer macht und ab wann das Päckchen die bessere Wahl ist.
C
- Canonical
- Ein Hinweis im Seitenkopf, welche Adresse die maßgebliche ist, wenn dieselbe Seite unter mehreren Adressen erreichbar ist.
- Capsule Wardrobe
- Eine Capsule Wardrobe ist ein kleiner, kombinierbarer Kleiderschrank. Wie du den Rest sinnvoll verkaufst und wo die Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr greift.
- Chargeback
- Chargeback ist die Rückbuchung einer Kartenzahlung, oft Wochen nach der Übergabe. Was § 675u BGB regelt, wie du dich schützt und welcher Zahlweg bleibt.
- COA
- Ein COA ist ein Echtheitszertifikat und kein Rechtsnachweis. Warum § 443 BGB nur den bindet, der selbst einsteht, und was du beim Verkauf fotografierst.
- Colorway
- Colorway ist die Farbvariante eines Modells. Der Style-Code im Schuh nennt sie mit drei Ziffern — schreib ihn ab, dann entfallen die meisten Nachfragen.
- Courtage
- Courtage ist die Maklerprovision. Beim Hauskauf trägt der Käufer nach §§ 656c, 656d BGB höchstens die Hälfte. Was das für deine private Anzeige bedeutet.
- Crawler
- Ein Programm, das Websites automatisch abruft, um sie für eine Suchmaschine zu erfassen.
D
- DAC7
- DAC7 verpflichtet Plattformen, Verkäuferdaten ans Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Seit 2023 gilt das PStTG — was das für Privatverkäufer heißt.
- Dachbodenfund
- Dachbodenfund heißt: lange gelagert, nicht geprüft, Geschichte unbekannt. Warum § 444 BGB die Formel wertlos macht, sobald du einen Mangel verschweigst.
- Deadstock
- Deadstock ist nie verkaufte Lagerware, oft mit Etikett. Womit du die Herkunft belegst und warum ungetragen nach zwanzig Jahren nicht makellos bedeutet.
- Differenzbesteuerung
- Nach § 25a UStG zahlt ein Wiederverkäufer Umsatzsteuer nur auf die Marge. Warum der Satz in keine private Anzeige gehört und was er für Käufer bedeutet.
- Direkt kaufen
- Direkt kaufen ist Bezahlfunktion plus Versandlabel der Plattform. Warum § 447 BGB dabei zählt und weshalb der Einlieferungsbeleg dein wichtigster Zettel ist.
- DOT-Nummer
- DOT 4521 heißt 45. Woche 2021. Warum das Reifenalter den Preis mitbestimmt und wie die vier Ziffern in deine Reifenanzeige kommen, ganz ohne Rückfragen.
- DPF
- Ein entfernter Dieselpartikelfilter kostet nach § 19 StVZO die Betriebserlaubnis. Was zum DPF in die Anzeige gehört und welche Belege Käufer sehen wollen.
- Dreiecksbetrug
- Beim Dreiecksbetrug zahlt ein Fremder auf dein Konto, die Ware bekommt der Täter. Warum ein Geldeingang nichts beweist und der Überweisername alles verrät.
E
- EBK
- Eine gebrauchte Einbauküche verkauft sich über Maße, Gerätetypen und die Frage, wer abbaut. Was in die Anzeige gehört und wie du die Ablöse sauber regelst.
- Echtzeitüberweisung
- Eine Überweisung, die in wenigen Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommt statt am nächsten Werktag.
- Einlieferungsbeleg
- Der Einlieferungsbeleg belegt Sendungsnummer, Zeitpunkt und Gewicht der Abgabe. Ohne ihn läuft kein Nachforschungsauftrag — heb ihn auf, bis das Paket da ist.
- ElektroG
- Wer gebrauchte Geräte weitergibt, bringt sie nicht neu in Verkehr und braucht keine WEEE-Nummer. Wann § 6 ElektroG doch greift und wohin Altgeräte gehören.
- Energieausweis
- Liegt ein Energieausweis vor, gehören fünf Angaben in die Anzeige. Welche das sind, wie lange er gilt und warum Bedarf und Verbrauch sich unterscheiden.
- Ersatzteilspender
- Ersatzteilspender heißt: Der Käufer holt sich Teile, der Rest geht in die Verwertung. Welche Angaben die Anzeige braucht und was § 434 BGB daraus macht.
- Erstauflage
- Die Erstauflage steht im Impressum: die kleinste Ziffer der Reihe nennt den Druck. Was das für den Preis heißt und wo der Unterschied zur Erstausgabe liegt.
- Erstbezug
- Erstbezug heißt: vor dir hat niemand darin gewohnt. Warum das die Miete beeinflusst, wie sich die drei Varianten unterscheiden und was bei der Übergabe zählt.
- Erstpressung
- Erstpressung erkennst du an der Matrixnummer in der Auslaufrille, nicht am Alter. Was du zu Label, Land und Zustand angibst, damit der Preis am Ende stimmt.
- Erstzulassung
- Die Erstzulassung steht in Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I. Warum sie nicht das Baujahr ist und wofür das Datum beim Verkauf wirklich zählt.
- Escrow
- Escrow heißt Treuhand: Ein Dritter hält das Geld bis zur Lieferung. Im Anzeigen-Chat ist das fast immer eine Masche — § 320 BGB kann dasselbe kostenlos.
- eVB-Nummer
- Die eVB-Nummer ist die elektronische Versicherungsbestätigung mit sieben Stellen. Wer sie besorgt, wofür sie gilt und warum kein Verkäufer sie liefert.
- EVP
- EVP steht für empfohlener Verkaufspreis und meint dasselbe wie die UVP. Warum ein Streichpreis nichts belegt und die Rechnung im Gebrauchtverkauf zählt.
- EXIF-Daten
- Zusatzdaten, die eine Kamera unsichtbar in jedes Foto schreibt — darunter Zeitpunkt, Gerät und oft der Aufnahmeort.
F
- Fakeshop
- Ein Fakeshop existiert nur, um Vorkasse zu kassieren. Vier Prüfpunkte, der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale und warum Überweisungen kaum zurückkommen.
- Fernabsatzvertrag
- Fernabsatzvertrag heißt Unternehmer an Verbraucher, komplett aus der Ferne (§ 312c BGB). Deshalb gibt es privat kein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen.
- Festpreis
- Festpreis heißt, dass der Verkäufer nicht verhandelt.
- Filialabholung
- Bei der Filialabholung geht das Paket in den Shop statt an die Tür. Was die Lagerfrist bedeutet, wer abholen darf und warum der Verkäuferschutz kippen kann.
- Flipping
- Flipping heißt günstig kaufen, aufbereiten, teurer verkaufen. Was die Marge wirklich frisst, warum die Stundenrechnung ernüchtert und wann es Gewerbe wird.
- Freibetrag
- Ein Freibetrag bleibt immer steuerfrei, versteuert wird nur der Teil darüber. Für Privatverkäufe gilt aber keine Freibetragsregel — was stattdessen zählt.
- Freigrenze
- Freigrenze heißt: ein Euro darüber, und der gesamte Jahresgewinn wird steuerpflichtig. Warum das etwas anderes ist als ein Freibetrag — mit Rechenbeispiel.
- Freunde und Familie
- Eine Zahlungsart ohne Gebühr und ohne Käuferschutz, eigentlich für private Überweisungen zwischen Bekannten gedacht.
G
- Garantie
- Garantie ist freiwillig und kommt zur Gewährleistung dazu (§ 443 BGB). Warum „Verkauf ohne Garantie“ nichts ausschließt und welcher Satz wirklich wirkt.
- Gebrauchsspuren
- Gebrauchsspuren heißt benutzt, nicht defekt. Wer die Macken zählt und misst, verliert nach § 442 BGB keine Rechte und muss am Ende seltener nachverhandeln.
- Gefahrübergang
- Der Gefahrübergang ist der Moment, ab dem der Käufer das Risiko trägt, wenn die Ware verlorengeht oder beschädigt wird.
- Gegenstände des täglichen Gebrauchs
- Waschmaschine, Sofa, Fahrrad: Solche Sachen sind nach § 23 EStG vom privaten Veräußerungsgeschäft ausgenommen — auch bei einem Verkauf nach drei Monaten.
- Gekauft wie gesehen
- Eine verbreitete Formel, die weniger leistet, als die meisten annehmen.
- Gem Mint 10
- Gem Mint 10 ist die Höchstnote der Grading-Skalen. Warum ein schwarzes Label bei Beckett vier Teilnoten von 10 verlangt und was das für deinen Preis heißt.
- Generalüberholt
- Generalüberholt verspricht mehr als gereinigt: ersetzte Verschleißteile und Belege. Warum die Zusage bindet und ein pauschaler Ausschluss sie nicht einfängt.
- Geschäftsfähigkeit
- Unter 7 gar nicht, 7 bis 17 beschränkt, ab 18 voll: Käufe von Minderjährigen sind schwebend unwirksam, nicht nichtig. Wie du den Verkauf sauber abschließt.
- Gesuch
- Ein Gesuch ist eine Anzeige, in der du suchst statt anbietest. Was hineingehört, warum Betrüger sie lieben und wieso ein Gesuch kein bindendes Angebot ist.
- Gewerbeanmeldung
- Nicht die Zahl der Anzeigen entscheidet, sondern der Einkauf zum Weiterverkauf. Wann § 14 GewO greift und warum Kleingewerbe keine eigene Rechtsform ist.
- Gewerblicher Verkäufer
- Wer planmäßig und auf Dauer verkauft, um Gewinn zu erzielen, handelt gewerblich — unabhängig davon, wie er sich nennt.
- Gewinnerzielungsabsicht
- Gewinnerzielungsabsicht ist eines der vier Merkmale aus § 15 Abs. 2 EStG. Woran sich zeigt, ob aus deinen Privatverkäufen ein Gewerbe wird — mit Beispielen.
- Gewährleistungsausschluss
- Die Erklärung des privaten Verkäufers, nicht für Mängel zu haften, die sich nach dem Verkauf zeigen.
- Graded
- Graded heißt bewertet und eingeschweißt. Karten laufen auf einer Skala von 1 bis 10, Münzen nach Sheldon bis 70 — und was in den Anzeigentitel gehört.
- Gutgläubiger Erwerb
- § 932 BGB schützt dich nur ohne grobe Fahrlässigkeit und nie bei gestohlener Ware. Was du vor der Zahlung prüfst, damit der gute Glaube auch wirklich trägt.
- Gutscheinkarte
- Gutscheinkarte heißt Guthaben beim Ausgeber, nicht Geld. Verjährung in drei Jahren (§§ 195, 199 BGB), Risiko beim Codekauf und was in die Anzeige gehört.
H
- H-Kennzeichen
- H-Kennzeichen heißt 191,73 Euro Kfz-Steuer im Jahr, mindestens 30 Jahre Alter und ein Gutachten nach § 23 StVZO. Was davon in deine Oldtimeranzeige gehört.
- Haftungssumme
- Die Haftungssumme ist die Obergrenze dessen, was ein Paketdienst ersetzt. § 431 HGB deckelt sie je Kilogramm — so weist du den Wert deiner Ware sauber nach.
- Hausrecht
- Als Besitzer entscheidest du, wer deine Wohnung betritt — auch bei der Abholung. Was du bei der Übergabe verlangen darfst und was das Hausrecht nicht hergibt.
- Hehlerware
- Gestohlene oder unterschlagene Sachen, die weiterverkauft werden.
- Herstellergarantie
- Die Herstellergarantie richtet sich gegen den Hersteller, nicht gegen dich. Was § 479 BGB verlangt und wie du Kaufdatum und Beleg in die Anzeige bringst.
- Highlight-Anzeige
- Eine Highlight-Anzeige färbt deinen Treffer ein, schiebt ihn aber nicht nach oben. Was § 312j BGB zu bezahlten Extras sagt und wann sich das Buchen lohnt.
- HU
- HU ist die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO: beim Pkw erst nach 36 Monaten, danach alle 24. Was die Plakette sagt und was sie über den Zustand nicht sagt.
I
- Identitätsdiebstahl
- Identitätsdiebstahl heißt: Jemand verkauft unter deinem Namen. Woran du kopierte Anzeigen erkennst und was dir Artikel 15 DSGVO an Auskunft verschafft.
- Impressumspflicht
- Die Pflicht gewerblicher Anbieter, Namen und Anschrift jederzeit erreichbar anzugeben.
- Indexierung
- Indexierung heißt, dass eine Suchmaschine eine Seite in ihren Bestand aufgenommen hat und sie in Ergebnissen zeigen kann.
- Indexmiete
- Eine Indexmiete folgt dem Verbraucherpreisindex. Wie die Erhöhung erklärt werden muss, ab wann sie fällig wird und welcher Weg dem Vermieter versperrt ist.
- Inserat
- Inserat ist das ältere Wort für Anzeige. Rechtlich bindet es nicht: Der Vertrag entsteht erst nach §§ 145 ff. BGB durch Angebot und Annahme. Was daraus folgt.
K
- Kaltmiete
- Kaltmiete ist die Miete ohne Nebenkosten und die Bezugsgröße der Mietpreisbremse nach § 556d BGB. So gibst du beide Zahlen in deiner Anzeige richtig an.
- Kaufvertrag
- Die schriftliche Festhaltung dessen, was verkauft wurde, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen.
- Kaution
- Kaution ist eine Sicherheit, kein Preis: bei Wohnraum höchstens drei Kaltmieten (§ 551 BGB). Warum sie in privaten Anzeigen fast immer nur eine Vorkasse ist.
- Kernsaniert
- Kernsaniert ist kein geschützter Begriff. Welche Gewerke dahinterstehen sollten, welche Frage das in einer Minute klärt und was es für die Miete bedeutet.
- Kilopreis
- Kilopreis heißt Preis pro Kilogramm statt pro Stück. Bei 2 kg endet das Päckchen, bei 31,5 kg das Paket — deshalb entscheidet das Gewicht über deine Marge.
- Kleinunternehmerregelung
- Eine Regelung, die Unternehmen mit geringem Umsatz von der Umsatzsteuer befreit.
- Konfektionsgröße
- Konfektionsgröße 38 sagt weniger als vier gemessene Werte. Warum EN 13402 an Körpermaße anknüpft und „passt nicht“ beim Privatkauf kein Rückgabegrund ist.
- Kontoübernahme
- Kontoübernahme heißt: Jemand verkauft mit deinen echten Zugangsdaten unter deinem Namen. Die Anzeichen, die richtige Reihenfolge und was § 675u BGB regelt.
- Konvolut
- Konvolut heißt Sammelposten: mehrere Stücke als ein Los. Was in die Beschreibung muss, warum du zählst statt schätzt und wo bei 31,5 Kilogramm Schluss ist.
- Kurzzeitkennzeichen
- Ein Kurzzeitkennzeichen gilt höchstens fünf Tage ab Ausgabe. Wer es besorgt, was der Käufer dafür braucht und wie die Abholung deines Fahrzeugs planbar wird.
- Käuferschutz
- Käuferschutz ist die Zusage eines Bezahldienstes, den Kaufpreis zu erstatten, wenn die Ware nicht oder nicht wie beschrieben ankommt.
L
- Legit Check
- Ein Legit Check prüft, ob ein Markenartikel echt ist. Welche Fotos du verlangst, was Prüfdienste leisten und welche Frist bei Täuschung für dich läuft.
- Liebhaberei
- Liebhaberei heißt: auf Dauer kein Überschuss zu erwarten. Verluste sind dann nicht absetzbar, Gewinne nicht steuerbar — was das für Sammler konkret bedeutet.
- Liebhaberpreis
- Ein Liebhaberpreis liegt über dem Marktwert, weil jemand genau dieses Stück will. Was das für Laufzeit, Fotos und die Freigrenze von 1.000 Euro bedeutet.
- Limitierte Edition
- Limitierte Edition heißt feste Stückzahl, nicht hoher Wert. Warum die Zahl „128/500“ nach § 434 BGB zur vereinbarten Beschaffenheit deiner Anzeige wird.
- Long-Tail-Suche
- Eine lange, genaue Suchanfrage mit wenig Wettbewerb — „Rennrad Rahmenhöhe 56 Kleve“ statt „Fahrrad“.
- Loose
- Loose heißt: ohne Originalverpackung verkauft. Warum die Vollständigkeit den Preis macht und fehlendes Zubehör nach § 434 BGB ein Sachmangel sein kann.
- Lowball-Angebot
- Ein Lowball-Angebot bietet weit unter Preis und testet, ob du nachgibst. Warum dein Gegenangebot das alte Angebot löscht und wie du in einem Satz antwortest.
M
- Mahnbescheid
- Zwei Wochen hat der Empfänger für den Widerspruch, und die Zustellung hemmt die Verjährung. Wann sich das Mahnverfahren nach einem Privatverkauf lohnt.
- Mangel
- Ein Mangel ist eine Abweichung vom vereinbarten oder üblichen Zustand einer Sache.
- Markenrechtsverletzung
- Echte Ware darfst du nach § 24 MarkenG weiterverkaufen, Repliken und „im Stil von“ nicht. Wie der Markenname in den Titel gehört, ohne Ärger zu machen.
- Maxibrief
- Der Maxibrief geht bis ein Kilo und höchstens fünf Zentimeter Höhe. Woran er in der Filiale scheitert und ab wann sich das Päckchen eher für dich lohnt.
- Meldeschwelle
- 30 Verkäufe oder 2.000 Euro im Jahr: Wird eine der beiden Grenzen gerissen, meldet die Plattform. Warum das keine Steuergrenze ist und was wirklich zählt.
- Merkliste
- Die Merkliste speichert Anzeigen für dich allein — der Verkäufer erfährt nichts davon. Warum gemerkt nicht reserviert heißt und was stattdessen trägt.
- Meta-Beschreibung
- Der kurze Text, den eine Suchmaschine unter dem Titel eines Treffers anzeigt.
- Minderung
- Minderung heißt behalten und weniger zahlen. Wie § 441 BGB den Abschlag berechnet, warum sie auch bei kleinen Mängeln geht und was du vorher fotografierst.
- Mint
- Mint ist die Sammler-Höchstnote für den Zustand: wie fabrikneu. Wo die Grenze zu Near Mint liegt und warum Platte und Cover getrennt bewertet werden müssen.
- MISB
- MISB heißt Mint in Sealed Box: nie ausgepackt. Woran du ein Resealing erkennst und warum § 23 EStG bei einem Verkauf im ersten Jahr wichtig werden kann.
- MOC
- MOC heißt Mint on Card: Figur ungeöffnet im Blister auf der Trägerkarte. Warum Katalogfotos nach § 72 UrhG tabu sind und was Käufer wirklich sehen wollen.
- Money Mule
- Money Mule heißt: Jemand nutzt dein Konto für fremdes Geld. Warum Weiterleiten auch ohne Absicht strafbar sein kann und das Konto meist gesperrt wird.
- Motorschaden
- Motorschaden allein ist keine Angabe. Welche Details Bastler brauchen und warum ein Gewährleistungsausschluss einen verschwiegenen Schaden nicht abdeckt.
- Möbliert
- Möbliert heißt nicht automatisch mehr Miete. Was alles zur Möblierung zählt, wie der Zuschlag zustande kommt und wann ein Vertrag als vorübergehend gilt.
N
- Nacherfüllung
- Nacherfüllung ist Reparatur oder Ersatz, der Käufer wählt (§ 439 BGB). Warum beim gebrauchten Einzelstück nur die Reparatur bleibt und wie du antwortest.
- Nachforschungsauftrag
- Der Nachforschungsauftrag meldet eine Sendung als vermisst und ist Voraussetzung für Ersatz. § 424 HGB nennt 20 Tage im Inland und 30 Tage ins Ausland.
- Nachmieter
- Drei Nachmieter vorschlagen entlässt dich nicht aus dem Vertrag: Es bleiben drei Monate Frist nach § 573c BGB. Was alles in deine Nachmieteranzeige gehört.
- Nachnahme
- Bei Nachnahme kassiert der Zusteller das Geld gegen ein verschlossenes Paket. Warum das weder Käufer noch Verkäufer schützt und was stattdessen funktioniert.
- Near Mint
- Near Mint, kurz NM, ist die Stufe unter Mint: minimale Spuren, die man suchen muss. Wie du NM belegst und wo der Unterschied zum bezahlten Grading liegt.
- Nebenkosten
- Die Abrechnung muss binnen zwölf Monaten kommen, sonst ist die Nachforderung nach § 556 BGB weg. Was zu den Nebenkosten in deine Wohnungsanzeige gehört.
- Neosurf
- Neosurf ist ein bar gekaufter Prepaid-Bon mit Code. Warum ihn fast nur Betrüger verlangen, was § 263 StGB daran nicht ändert und wie du richtig reagierst.
- Neu OVP
- Neu OVP heißt unbenutzt in der Originalverpackung. Beim Privatkauf gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht — § 312g BGB gilt nur gegenüber Unternehmern.
- Neupreis
- Der Neupreis ist der Preis, den die Sache im Handel neu gekostet hat oder kostet.
- Neuwertig
- Neuwertig heißt: benutzt, aber ohne sichtbare Gebrauchsspuren.
- NIB
- NIB steht für New in Box: neu mit Originalkarton, aber nicht zwingend versiegelt. Warum die Beweislast beim Privatkauf anders liegt als beim Händlerkauf.
- noindex
- Eine Anweisung an Suchmaschinen, eine Seite nicht in den Index aufzunehmen.
- Nur Abholung
- Der Verkäufer versendet nicht; die Sache muss vor Ort abgeholt werden.
- NWOT
- NWOT heißt New without Tags: ungetragen, ohne Etikett. Welche Fotos den fehlenden Beleg ersetzen und warum § 442 BGB für offene Angaben in Anzeigen spricht.
- NWT
- NWT heißt New with Tags: nie getragen, Etikett noch dran. Warum das Foto vom Etikett die häufigsten Nachfragen erledigt und wann NWT nicht neuwertig heißt.
O
P
- Packstation
- Eine Packstation braucht Name, Postnummer und Stationsnummer als Adresse. Was ohne Postnummer passiert, welche Pakete passen und wo der Verkäuferschutz endet.
- Paketshop
- Ein Paketshop ist Annahme- und Abholstelle im Einzelhandel. Warum der Einlieferungsbeleg wichtiger ist als der erste Scan und wo die Lagerfrist drückt.
- Palettenversand
- Palettenversand rechnet nach Stellplatz, Gewicht und Höhe ab. Die Europalette misst 120 mal 80 Zentimeter — was übersteht, wird teurer oder gar nicht geladen.
- Patina
- Patina ist gewachsene Oberfläche und bei Kupfer, Leder und Holz ein Wertfaktor. Wo sie aufhört, Rost anfängt und was Beschönigen nach § 124 BGB riskiert.
- Paysafecard
- Paysafecard ist ein Prepaid-Code mit sechzehn Stellen: Wer ihn liest, hat das Guthaben. Warum sie im Privatverkauf ein Warnsignal ist und was du tun kannst.
- Phishing
- Phishing sind Nachrichten, die Zugangsdaten abgreifen — beim Privatverkauf meist als Zahlungsbestätigung mit Link. Woran du sie erkennst, ohne sie zu öffnen.
- Plattformen-Steuertransparenzgesetz
- Das Gesetz, das Online-Plattformen verpflichtet, bestimmte Verkäufer an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden.
- Polierte Platte
- PP heißt Polierte Platte: spiegelnder Grund, mattes Motiv, jeder Fingerabdruck bleibt sichtbar. Was in die Münzanzeige gehört und was den Preis drückt.
- Preis auf Anfrage
- Preis auf Anfrage kostet Reichweite: Ohne Zahl fällt deine Anzeige aus jedem Preisfilter. Was du stattdessen hinschreibst und wann PAA wirklich passt.
- Preloved
- Preloved ist das freundliche Wort für gebraucht. Warum es in Anzeigen wenig aussagt, welche Angaben es ersetzen und wo ein Gewährleistungsausschluss endet.
- Private Veräußerungsgeschäfte
- § 23 EStG greift nur, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr liegt und ein Gewinn entsteht. Was das für deine Anzeige heißt — kurz erklärt.
- Privatverkauf
- Ein Privatverkauf ist der Verkauf einer gebrauchten Sache aus dem eigenen Besitz, ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne Regelmäßigkeit.
- Provenienz
- Provenienz ist die belegte Herkunftskette eines Stücks. Welche Belege zählen, warum „Herkunft unbekannt“ eine gute Angabe ist und wo Kulturgut heikel wird.
- Provisionsfrei
- Provisionsfrei heißt kein Maklerhonorar, nicht kostenlos: Kaution und Ablöse bleiben. So formulierst du deine private Wohnungsanzeige wirklich eindeutig.
- PSA-Grading
- PSA vergibt ganze Noten von 1 bis 10, dazu Qualifier wie OC oder MK. Wie du die Zertifikatsnummer prüfst und was davon in den Titel deiner Anzeige gehört.
- Päckchen
- Das Päckchen geht bis zwei Kilo und hat eine Sendungsnummer, aber keine Versicherung. Wann es die richtige Wahl ist und wo die Grenze zum Paket liegt.
Q
R
- Rarität
- Rarität heißt selten, nicht teuer. Warum der Preis allein an der Nachfrage hängt und weshalb ein Irrtum über den Wert nach § 119 BGB keine Anfechtung trägt.
- Refurbished
- Refurbished heißt geprüft und aufbereitet — ein Wort ohne gesetzliche Definition. Was du damit versprichst und wonach Käufer beim Handy wirklich fragen.
- Replika
- Replika ist der höfliche Name für einen Nachbau. Was § 14 MarkenG dazu sagt, wann Käufer nach § 123 BGB anfechten können und was in die Anzeige gehört.
- Reproduktion
- Reproduktion ist die Nachbildung eines Originals. Woran du sie erkennst, warum das Wort in den Titel gehört und was § 64 UrhG zur Gemeinfreiheit sagt.
- Reseller
- Reseller kaufen ein, um mit Aufschlag weiterzuverkaufen. Woran du sie in Anzeigen erkennst und ab welcher Schwelle Plattformen Verkäufe melden müssen.
- Reservierung
- Eine Reservierung ist die Zusage, eine Sache für einen Interessenten zurückzuhalten.
- Restgarantie
- Restgarantie ist die verbleibende Laufzeit einer Garantie. Warum die Angabe zur Beschaffenheit wird, § 444 BGB deinen Ausschluss aushebelt und was hilft.
- Restprofil
- 1,6 mm sind das gesetzliche Minimum nach § 36 StVZO. So misst du die Profiltiefe richtig und gibst sie in deiner Reifenanzeige an, ohne lange Nachfragen.
- Retoure
- Eine Retoure zwischen Privatleuten gibt es nur freiwillig oder bei einem verschwiegenen Mangel. Was der Satz „keine Rücknahme“ wirklich trägt und was nicht.
- Rückbuchung
- Rückbuchung heißt: Das Geld ist wieder weg. Warum eine ausgeführte Überweisung nach § 675p BGB bleibt, welche Wege rückholbar sind und was dann hilft.
- Rücklastschrift
- Rücklastschrift: Der Zahler holt sich eine Lastschrift zurück, binnen acht Wochen ohne Grund (§ 675x BGB). Was das für Miete, Abo und Verkauf bedeutet.
- Rücksendeetikett
- Ein Rücksendeetikett ist freiwillig und immer eine Absprache. Warum du es selbst erstellst, welcher Satz in den Chat gehört und wann das Geld zurückgeht.
- Rücktritt
- Rücktritt heißt Ware zurück, Geld zurück. Warum er eine Frist zur Nacherfüllung braucht (§ 323 BGB), privat meist ausscheidet und was stattdessen zählt.
S
- Sachmangel
- Ein Sachmangel ist gegeben, wenn die Sache nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat oder sich nicht für die übliche Verwendung eignet.
- Saisonartikel
- Sachen, deren Nachfrage stark von der Jahreszeit abhängt.
- Scam
- Scam ist das englische Wort für die Masche — strafrechtlich Betrug nach § 263 StGB. Die wiederkehrende Struktur und der eine Satz, der fast alle stoppt.
- Scheckheftgepflegt
- Scheckheftgepflegt heißt: alle Herstellerinspektionen erledigt und lückenlos belegt. Warum der Begriff eine Zusage ist, an der du später gemessen wirst.
- SCHUFA-Auskunft
- Vermieter meinen die kostenpflichtige Bonitätsauskunft, nicht die kostenlose Datenkopie. Was der Unterschied ist und was du besser nicht mitbringen solltest.
- Sealed
- Sealed heißt originalversiegelt und nie geöffnet. Warum Resealing das Risiko ist, welche Fotos helfen und was § 444 BGB zum Verschweigen von Mängeln sagt.
- Second Hand
- Second Hand sagt etwas über die Vorgeschichte, nichts über den Zustand. Warum es beim Kauf von privat kein Widerrufsrecht gibt und was in die Anzeige gehört.
- Selbstabholer
- Selbstabholer heißt: Der Käufer holt ab, du versendest nicht. Nach § 269 BGB ist Abholung der gesetzliche Normalfall — so schreibst du die Angabe richtig.
- Sendungsverfolgung
- Sendungsverfolgung zeigt den Weg eines Pakets, nicht seinen Inhalt. Welcher Status wirklich zählt und warum ohne Tracking der Käuferschutz gegen dich läuft.
- SEO
- SEO steht für Suchmaschinenoptimierung: alles, was dazu führt, dass eine Seite bei einer Suche gefunden wird.
- SEO-Titel
- Der Seitentitel, wie er in der Trefferliste einer Suchmaschine erscheint.
- Shadowban
- Shadowban heißt: Deine Anzeige ist online, taucht in der Suche aber kaum auf. Woran du die Herabstufung erkennst und was Artikel 17 DSA an Begründung fordert.
- SHS-Regel
- Die SHS-Regel ist eine Merkhilfe für die Übergabe: selbst sehen, hier übergeben, sofort zahlen. Was sie abdeckt, wo sie endet und was § 929 BGB dazu sagt.
- Sitemap
- Eine Datei, in der eine Website alle Adressen aufführt, die Suchmaschinen kennen sollen.
- Slow Fashion
- Slow Fashion setzt auf wenige, langlebige Teile. Was das beim Wiederverkauf bringt, welche Angaben den Preis tragen und warum der Erlös steuerfrei bleibt.
- Smishing
- Smishing ist Phishing per SMS: Paketmeldung, kurzer Link, nachgebaute Anmeldeseite. Warum Verkäufer im Versand besonders anfällig sind und was dagegen hilft.
- Social Engineering
- Social Engineering greift den Menschen an, nicht die Technik: Vertrauen, Zeitdruck, Mitleid. Die vier Hebel und die Gegenmaßnahme, die immer funktioniert.
- Sofortkauf
- Sofortkauf heißt Festpreis ohne Verhandlung — und mit der Annahme steht der Vertrag. Was § 433 BGB dann von beiden Seiten verlangt und wann Rücktritt geht.
- Sofortüberweisung
- Sofortüberweisung ist ein Zahlungsauslösedienst, keine Sofortgutschrift. Warum die Bestätigung nichts beweist, was § 675s BGB regelt und worauf du wartest.
- Speditionsversand
- Speditionsversand endet an der Bordsteinkante, nicht in der Wohnung. Was Avisierung, Frachtbrief und die Sieben-Tage-Frist des § 438 HGB für dich bedeuten.
- Spekulationsfrist
- Der Zeitraum, innerhalb dessen ein Gewinn aus dem Verkauf beweglicher Gegenstände steuerpflichtig ist.
- Sperrgut
- Sendungen, die wegen Größe, Gewicht oder Form nicht als normales Paket befördert werden.
- Sperrgutzuschlag
- Der Sperrgutzuschlag trifft alles, was nicht durch die Sortieranlage läuft: zu lang, rund, sperrig. Wann er greift und wie du ihn vorher einkalkulierst.
- Staffelmiete
- Bei einer Staffelmiete nach § 557a BGB steht jede Erhöhung schon im Vertrag. Was als Geldbetrag ausgewiesen sein muss und welche Erhöhung dafür wegfällt.
- Standschaden
- Standschaden entsteht durch Stehen, nicht durch Fahren: Standplatten, feste Bremsen, verharzter Sprit. Was du prüfst und wie du es in die Anzeige schreibst.
- Stempelglanz
- Stempelglanz, kurz stgl, ist die beste Erhaltung einer Umlaufmünze. Wo sie in der deutschen Skala genau steht und warum Putzen den Preis zuverlässig senkt.
- Steuer-ID
- Die Steuer-ID hat elf Stellen, gilt lebenslang und kommt vom Bundeszentralamt für Steuern. Warum sie nicht die Steuernummer ist und kein Käufer sie braucht.
- Strukturierte Daten
- Maschinenlesbare Angaben im Quelltext einer Seite, die sagen, worum es sich handelt — etwa um ein Angebot mit Preis und Ort.
- Suchauftrag
- Ein Suchauftrag meldet dir neue Anzeigen, sobald sie erscheinen. Warum zu enge Filter die guten Treffer wegschneiden und wie du die Benachrichtigung stoppst.
T
- Tachostand
- Der Tachostand ist die abgelesene Laufleistung. Warum der Zusatz „keine Gewähr“ dich nicht schützt und warum Manipulation nach § 22b StVG strafbar ist.
- Taschengeldparagraph
- § 110 BGB nennt keinen Betrag: Es zählt, woher das Geld stammt und ob voll gezahlt wurde. Was bei Anzahlung und Raten gilt und was in dein Inserat gehört.
- Tauschangebot
- Ein Tauschangebot heißt Ware gegen Ware statt Geld. Nach § 480 BGB gelten dabei die Kaufregeln — jeder haftet für seine Sache. Was du vorher klären musst.
- Textilkennzeichnung
- Die Faserangabe in Prozent verlangt die EU-Verordnung von Händlern, nicht von dir. Warum sie in deiner Kleideranzeige trotzdem die Rückfragen halbiert.
- Top-Anzeige
- Eine Top-Anzeige kauft Position, nicht Verkäufe. Seit 28. Mai 2022 müssen bezahlte Platzierungen gekennzeichnet sein — wann sich die Buchung trotzdem lohnt.
- Tracking-ID
- Die Tracking-ID identifiziert das Paket, nicht den Inhalt. Wo sie steht, wem du sie gibst und warum allein der Absender die Nachforschung stellen kann.
- Transportversicherung
- Eine Transportversicherung hebt den Ersatzbetrag über die enthaltene Haftung. Wann sie sich lohnt, wann sie nichts zahlt und wer den Schaden melden muss.
- Treuhandservice
- Ein Treuhandservice hält das Geld des Käufers, bis die Ware angekommen ist, und zahlt es dann an den Verkäufer aus.
U
- Unfallfrei
- Unfallfrei meint: kein Schaden über einen ganz geringfügigen Lackschaden hinaus. Warum die Angabe eine Beschaffenheit ist und wie du sicher formulierst.
- Unfrei
- Unfrei heißt: Der Empfänger zahlt das Porto. Warum das im Privatversand kaum noch geht, was Verkäufer stattdessen schreiben und was § 447 BGB dazu regelt.
- Ungetragen
- Ungetragen heißt: nie im Alltag angehabt, Anprobieren zählt nicht mit. Warum die Angabe nach § 434 BGB eine Zusage ist und was unbedingt daneben gehört.
- Unterlassungserklärung
- Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ist ein Vertrag und bindet dauerhaft. Warum kaum jemand das Formular unterschreibt und was stattdessen üblich ist.
- Unternehmer
- § 14 BGB nennt keine Zahl: Nicht die Menge der Verkäufe macht dich zum Unternehmer, sondern das Gesamtbild. Woran du die Grenze erkennst, bevor Post kommt.
- Untervermietung
- Für ein Zimmer hast du nach § 553 BGB oft Anspruch auf die Erlaubnis, für die ganze Wohnung nicht. Was du im Antrag angibst und was ohne Erlaubnis droht.
- Upcycling
- Upcycling macht aus altem Material etwas Neues. Welche drei Angaben in die Anzeige gehören, wann das Markenrecht greift und ab wann es gewerblich wird.
- UVP
- UVP heißt unverbindliche Preisempfehlung: ein Vorschlag des Herstellers, der niemanden bindet. Warum sie als Ankerpreis in Anzeigen meist nach hinten losgeht.
- Übergabeprotokoll
- Sechs Zeilen und zwei Unterschriften: Beim Privatkauf trägt der Käufer die Beweislast für Mängel. Wie du die Übergabe festhältst, damit sie später hält.
V
- VB
- VB steht für Verhandlungsbasis: Der genannte Preis ist ein Ausgangspunkt, über den gesprochen werden darf.
- Verbraucher
- Verbraucher bist du nach § 13 BGB immer, Schutzrechte greifen aber nur gegenüber einem Unternehmer. Was das beim Kauf von privat konkret für dich bedeutet.
- Verifiziertes Konto
- Ein verifiziertes Konto belegt eine geprüfte Angabe, meist die Handynummer — nicht die Ehrlichkeit. Was Artikel 30 DSA regelt und woran du trotzdem denkst.
- Verjährung
- Verjährung heißt: Der Anspruch besteht, ist aber nicht durchsetzbar. Mängelrechte verjähren in zwei Jahren ab Übergabe (§ 438 BGB), Forderungen in drei.
- Verkäuferschutz
- Verkäuferschutz greift nur mit Versandnachweis an die hinterlegte Adresse. Bei Abholung und digitalen Gütern zahlt er nicht — so sicherst du dich anders ab.
- Verpackungsgesetz
- Seit 1. Juli 2022 gilt die LUCID-Pflicht ohne Mindestmenge, aber nur gewerbsmäßig. Warum dich das privat nicht trifft und worauf es beim Karton ankommt.
- Versendungskauf
- Beim Versendungskauf trägt der Käufer ab der Übergabe an den Paketdienst das Risiko. Was § 447 BGB regelt, wo er nicht gilt und was du beweisen musst.
- Versicherter Versand
- Versand mit Sendungsverfolgung und Haftung des Transporteurs bis zu einem festgelegten Betrag.
- VHB
- VHB heißt Verhandlungsbasis und bedeutet dasselbe wie VB.
- Vintage
- Vintage meint das Original aus seiner Zeit, nicht den Stil von heute. Wo die Grenze zur Antiquität liegt und welche Angaben eine Vintage-Anzeige tragen.
- Vorkasse
- Vorkasse heißt Geld vor Ware und ist beim Versand der Normalfall. Warum eine ausgeführte Überweisung nicht zurückkommt und woran du seriöse Anbieter erkennst.
W
- Waren und Dienstleistungen
- „Waren und Dienstleistungen“ ist die PayPal-Zahlart mit Käuferschutz. Die Bitte um „Freunde und Familie“ nimmt dir das Netz — so preist du die Gebühr ein.
- Warensendung
- Die Warensendung ist Briefporto für kleine Waren: günstig, aber ohne Tracking und ohne Haftung. Wofür sie taugt, wie sie verschlossen sein muss, was fehlt.
- Warmmiete
- Warmmiete ist keine Pauschale: Heizkosten werden nach § 7 HeizkostenV zu 50 bis 70 Prozent verbrauchsabhängig abgerechnet. So inserierst du sauber und fair.
- WBS
- WBS heißt Wohnberechtigungsschein und ist meist nur ein Jahr gültig. Was in der Anzeige damit gemeint ist, wo du ihn beantragst und was er nicht bewirkt.
- Wertverlust
- Der Wertverlust ist die Differenz zwischen dem, was eine Sache neu gekostet hat, und dem, was sie gebraucht noch bringt.
- Widerrufsbelehrung
- Die 14-Tage-Frist gilt nur zwischen Unternehmer und Verbraucher. Was das für deine private Anzeige bedeutet und welcher Satz dort stattdessen hineingehört.
- Widerrufsrecht
- Das Recht, einen online geschlossenen Kauf binnen vierzehn Tagen ohne Begründung rückgängig zu machen.
Y
- Y2K
- Y2K meint Mode der Jahre um die Jahrtausendwende. Woran Käufer sie erkennen, warum Maße wichtiger sind als die Größe und wie du Stil von Original trennst.
Z
- Zahnriemenwechsel
- „Zahnriemen neu“ ist eine vereinbarte Beschaffenheit nach § 434 BGB. Wie du den Wechsel belegst und was ein fälliger Riemen am Verkaufspreis ausmacht.
- Zeitwert
- Der Zeitwert ist der heutige Wert einer Sache: Neupreis minus Alter, Nutzung, Zustand. Warum er nicht mit dem erzielbaren Verkaufspreis identisch ist.
- ZKB
- ZKB zählt die Zimmer, Küche und Bad zählen nicht mit. Wie die Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung entsteht und was in deine Wohnungsanzeige gehört.
- Zollinhaltserklärung
- Die Zollinhaltserklärung CN22 nennt Inhalt, Wert und Ursprung einer Sendung außerhalb der EU. Warum die Angabe „Geschenk“ kein Trick ist, sondern Ärger macht.
- Zug um Zug
- Zug um Zug heißt: Leistung und Gegenleistung werden gleichzeitig erbracht.
- Zugesicherte Eigenschaft
- Zugesicherte Eigenschaft ist der alte Name der Beschaffenheitsvereinbarung (§ 434 BGB). Jede Angabe in der Anzeige zählt dazu — deshalb schreib sie genau.
- Zulassungsbescheinigung
- Teil I ist der frühere Fahrzeugschein, Teil II der Fahrzeugbrief. Warum Teil II kein Eigentumsnachweis ist und was bei der Übergabe alles dazugehören muss.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung
- 2FA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Nachweis. Warum ein gestohlenes Passwort dann nicht mehr reicht — und warum niemand deinen Code braucht.
- Zwei-Mann-Handling
- Zwei-Mann-Handling ist die gebuchte Lieferung bis in die Wohnung. Ohne sie ist das Entladen nach § 412 HGB deine Sache — schreib das gleich in die Anzeige.
- Zwischenmiete
- Untervermieten ohne Erlaubnis geht nach § 540 BGB nicht, einen Anspruch darauf gibt § 553 BGB. So inserierst du eine Zwischenmiete ohne späteren Ärger.