Sofortüberweisung
Sofortüberweisung ist ein Zahlungsauslösedienst: Der Käufer gibt seine Online-Banking-Zugangsdaten bei einem Drittanbieter ein, und der löst in seinem Namen eine ganz normale Überweisung aus.
Die Bestätigung ist nicht dein Kontoauszug
Typische Nachricht: „Ich zahle per Sofortüberweisung, du kriegst sofort eine Bestätigung, dann kannst du losschicken.“ Genau darauf zielt die Masche. Die Bestätigung sagt aus, dass ein Auftrag ausgelöst wurde — sie sagt nichts darüber, ob dein Konto ihn je sieht. Gefälschte Bestätigungsseiten und weitergeleitete PDF-Dateien sind mit wenig Aufwand gemacht, echte Deckung ist es nicht. Für dich als Verkäufer gilt dieselbe Regel wie bei jeder Überweisung: Erst der Blick ins eigene Online-Banking entscheidet, ob versendet wird. Screenshots, Mailbestätigungen und Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern zählen nicht dazu.
„Sofort“ heißt nicht heute, und Käuferschutz gibt es keinen
Der Name täuscht zweimal. Erstens ist die Gutschrift keine Sekundensache: Ein elektronisch ausgelöster Zahlungsauftrag muss spätestens am Ende des folgenden Geschäftstags beim Zahlungsdienstleister des Empfängers eingehen (§ 675s Abs. 1 BGB), an Wochenenden dauert es entsprechend länger. Zweitens ist das Verfahren eine Überweisung und damit ohne jedes Rückholrecht — wer als Käufer per Sofortüberweisung an einen Unbekannten vorauszahlt, hat kein Schutzverfahren im Rücken. Der Grenzfall: Als Verkäufer ist genau das dein Vorteil, denn was auf deinem Konto liegt, bleibt dort. Das ist eine Darstellung der üblichen Rechtslage und keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Ist Sofortüberweisung sicher für den Verkäufer?
Sobald das Geld gutgeschrieben ist, ja — es handelt sich um eine reguläre Überweisung ohne Rückholknopf. Unsicher ist nur der Zwischenschritt: Solange du bloß eine Bestätigung siehst und keinen Eingang auf deinem Konto, hast du nichts in der Hand. Warte den Eingang ab, dann versende.
Muss ich meine Bankzugangsdaten wirklich eingeben?
Beim Bezahlen mit diesem Verfahren ja, das ist sein Prinzip: Der Dienst meldet sich mit deinen Daten im Banking an. Reguliert und beaufsichtigt ist das erlaubt. Etwas völlig anderes ist es, wenn dir ein Fremder aus einer Anzeige einen Link schickt und dort dieselben Daten sehen will.