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Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das den Energiebedarf oder den Energieverbrauch eines Gebäudes ausweist, und wer eine Wohnung inseriert, muss die Kennwerte daraus schon in der Anzeige nennen, sobald ein Ausweis vorliegt.

Fünf Angaben gehören in die Anzeige

Liegt ein Energieausweis vor, müssen in einer kommerziellen Immobilienanzeige die Art des Ausweises, der Endenergiekennwert, der wesentliche Energieträger der Heizung, das Baujahr des Gebäudes und die Energieeffizienzklasse stehen. In der Praxis liest sich das so: „Verbrauchsausweis, 128 kWh/(m²·a), Gas, Baujahr 1974, Klasse D“. Wer diese Zeile weglässt, spart keine Zeile, sondern handelt ordnungswidrig; Bußgelder sind dafür vorgesehen. Der Ausweis selbst wird spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt und nach Vertragsschluss übergeben. Ausstellen darf ihn nur, wer die fachliche Berechtigung dazu hat — der Vermieter kann ihn nicht selbst schreiben.

Bedarf und Verbrauch sind zwei verschiedene Zahlen

Der Verbrauchsausweis rechnet aus, was die Bewohner der letzten drei Abrechnungsjahre tatsächlich verbraucht haben. Wohnte dort ein Paar, das kaum geheizt hat, sieht das Haus gut aus. Der Bedarfsausweis rechnet dagegen das Gebäude durch — Dämmung, Fenster, Anlagentechnik — unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Deshalb sind die beiden Werte nicht miteinander vergleichbar, und ein niedriger Kennwert sagt allein noch nichts über deine künftige Heizkostenabrechnung. Zweiter Punkt: Der Ausweis gilt zehn Jahre ab Ausstellung. Ein Dokument von 2013 ist heute wertlos, so gut es auch aussieht. Das ist der übliche rechtliche Rahmen, keine Rechtsberatung für deinen Vertrag.

Häufige Fragen

Brauche ich als privater Vermieter einen Energieausweis?

Bei Vermietung oder Verkauf einer Wohnung musst du einen vorlegen können; ausgenommen sind vor allem Baudenkmäler und sehr kleine Gebäude. Vorhanden sein muss er, bevor du inserierst, weil die Kennwerte bereits in die Anzeige gehören. Nachträglich beschaffen funktioniert, kostet aber Zeit und verzögert die Vermietung.

Was bedeutet die Energieeffizienzklasse von A+ bis H?

Sie ordnet den Endenergiekennwert in eine Skala ein, damit sich Gebäude ohne Rechnen vergleichen lassen. A+ steht für sehr niedrigen Energiebedarf, H für sehr hohen. Für deine Heizkosten zählt trotzdem der Kennwert in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, denn jede Klasse fasst eine breite Spanne zusammen.

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.