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Bundeszentralamt für Steuern

Das Bundeszentralamt für Steuern, kurz BZSt, ist die Bundesbehörde mit Sitz in Bonn, bei der die Plattformmeldungen eingehen und die die steuerliche Identifikationsnummer vergibt.

Sammelstelle, nicht Finanzamt

Für Privatverkäufer taucht das BZSt an genau zwei Stellen auf. Erstens: Dorthin melden Plattformen die Daten ihrer Verkäufer, gebündelt einmal im Jahr. Zweitens: Es vergibt und verwaltet die steuerliche Identifikationsnummer — wenn du deine verlegt hast, forderst du sie dort erneut an, und sie kommt per Post an die Meldeadresse, nicht per Mail. Über deine Steuer entscheidet das BZSt nicht. Es prüft keinen Einzelfall, verschickt keine Bescheide und fordert kein Geld. Was es tut, ist Weiterleiten: Die Meldungen gehen an die Landesfinanzbehörden und landen beim Finanzamt deines Wohnsitzes, das damit arbeitet oder eben nicht.

Ein Schreiben mit BZSt-Logo ist noch kein Bescheid

Genau diese Behörde ist ein beliebter Absender für Betrugsmails, weil kaum jemand ihre Zuständigkeit kennt. Typisch sind Mails über eine angebliche Steuererstattung mit Formularlink oder Drohungen wegen nicht gemeldeter Verkäufe mit Zahlungsfrist. Beides passt nicht zur Behörde: Zahlungen fordert das BZSt nicht per Mail an, und eine Erstattung setzt keinen Klick auf einen Link voraus. Merkmal Nummer eins bleibt die Zahlungsart — keine Behörde verlangt Gutscheincodes, Kryptoüberweisungen oder Sofortzahlungen an ein privates Konto. Im Zweifel öffnest du nichts aus der Mail, sondern rufst die offizielle Seite selbst auf. Das beschreibt die übliche Praxis, nicht deinen konkreten Fall.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich meine Steuer-ID noch mal, wenn ich sie nicht finde?

Über das Eingabeformular des BZSt auf dessen offizieller Seite. Die Nummer wird ausschließlich per Brief an deine Meldeadresse geschickt, nicht per Mail und nicht telefonisch. Schneller geht es meist über eigene Unterlagen: Sie steht auf jeder Lohnsteuerbescheinigung und auf jedem Einkommensteuerbescheid.

Sieht das BZSt, was ich verkauft habe?

Es sieht die gemeldeten Stammdaten und Beträge, also Anzahl der Geschäfte und ausgezahlte Vergütung pro Quartal, nicht die einzelnen Anzeigentexte oder deine Chatverläufe. Bewertet wird dort nichts. Die Prüfung, ob daraus steuerpflichtige Einkünfte folgen, macht am Ende dein zuständiges Finanzamt.

Behördenpost sortiert? Dann räum den Rest auch weg

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Deine Nummer und deine Mailadresse bleiben unsichtbar

Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.