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DAC7

DAC7 ist die EU-Richtlinie, die Online-Plattformen verpflichtet, Daten ihrer Verkäufer an die Steuerbehörden zu melden — in Deutschland umgesetzt durch das Plattformen-Steuertransparenzgesetz.

Woran du merkst, dass eine Plattform meldet

Es fängt fast immer gleich an: Beim Einstellen oder beim Auszahlen fragt die Plattform plötzlich nach Geburtsdatum, Anschrift und steuerlicher Identifikationsnummer und sperrt die Funktion, bis du das ausgefüllt hast. Das ist keine Schikane, sondern die Pflicht der Plattform, die Daten der meldepflichtigen Anbieter zu erheben und zu verifizieren. Gemeldet wird gebündelt an eine einzige Stelle, das Bundeszentralamt für Steuern, das die Daten anschließend an die zuständigen Finanzämter weitergibt. Betroffen sind Plattformen, über die Waren verkauft, Dienstleistungen erbracht, Unterkünfte oder Verkehrsmittel überlassen werden — also nicht nur Marktplätze für gebrauchte Ware.

Der Irrtum: Gemeldet werden heißt nicht, Steuern zu zahlen

DAC7 hat keine einzige neue Steuer eingeführt. Die Regeln, wann ein Verkauf steuerpflichtig ist, stehen unverändert im Einkommensteuergesetz. Wer sein Kinderzimmer leerräumt und 45 Sachen unter Anschaffungspreis verkauft, kann gemeldet werden und hat trotzdem nichts zu versteuern. Umgekehrt gilt genauso: Wer unter der Schwelle bleibt und deshalb nicht gemeldet wird, ist damit nicht automatisch steuerfrei — die Steuerpflicht hängt nicht daran, ob jemand eine Meldung verschickt. Praktisch bedeutet das nur eines: Behalte Kaufbelege, damit du im Zweifel zeigen kannst, dass ein Verkauf ein Verlustgeschäft war. Das ist die übliche Rechtslage und keine steuerliche Beratung.

Häufige Fragen

Muss ich der Plattform meine Steuer-ID wirklich geben?

Wenn du die Meldeschwelle überschreitest, ja — die Plattform ist gesetzlich verpflichtet, die Angaben zu erheben, und darf Konten sperren oder Auszahlungen zurückhalten, wenn sie fehlen. Unterhalb der Schwelle gilt das nicht. Gib die Nummer aber nur über die offizielle Oberfläche ein, nie per Mail an einen angeblichen Support.

Bekomme ich mit, was über mich gemeldet wurde?

Ja. Die Plattform muss dich über die Daten informieren, die sie zu deiner Person übermittelt hat. In der Praxis kommt das als Jahresübersicht per Mail oder als Download im Konto. Prüf die Zahlen kurz gegen deine eigenen Aufzeichnungen, denn Rückläufer und Stornos werden nicht überall sauber abgezogen.

Verkaufen bleibt einfach, auch wenn das Gesetz kompliziert klingt

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Nur E-Mail nötig · Kein Abo · Keine Zahlungsdaten

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.