MOC
MOC steht für Mint on Card: Die Figur sitzt ungeöffnet in ihrer Blisterhaube auf der originalen Trägerkarte, so wie sie im Laden hing.
Karte und Figur werden getrennt bewertet
„Actionfigur MOC, Karte mit Knick oben rechts, Blister leicht vergilbt“ — bei MOC schaut der Käufer zuerst auf den Karton hinter der Plastikhaube. Ein Knick, ein abgezogener Preisaufkleber mit heller Stelle, ein ausgestanztes Aufhängeloch oder eine an einer Ecke gelöste Blisterkante ändern den Preis mehr als der Zustand der Figur selbst. Beschreibe deshalb beides einzeln und fotografiere die Rückseite der Karte mit, die sogenannte Backer Card: Dort steht, welche Serie und welcher Jahrgang vorliegt, und Sammler lesen genau das. Halte die Karte beim Fotografieren schräg ins Licht, damit Wellen und Knicke sichtbar werden statt versteckt.
Fremde Produktfotos sind keine Abkürzung
Viele Anzeigen zeigen ein glänzendes Katalogbild statt des Stücks, das im Regal steht. Das ist gleich doppelt ungünstig. Erstens sieht der Käufer nicht, was er bekommt, und fragt entweder nach oder klickt weiter. Zweitens sind auch schmucklose Produktaufnahmen als Lichtbilder urheberrechtlich geschützt; wer sie ohne Erlaubnis kopiert, kann abgemahnt werden — und Bilder aus anderen Anzeigen zu übernehmen, ist genauso wenig erlaubt wie Bilder aus einem Shop. Nimm dein Handy, leg die Karte auf einen neutralen Untergrund und mach fünf eigene Fotos bei Tageslicht. Das beschreibt die übliche Rechtslage, für den Einzelfall ist es keine Beratung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen MOC und MISB?
Die Verpackungsart. Bei MOC hängt die Figur sichtbar unter einer Blisterhaube auf einer Pappkarte, bei MISB steckt sie ungesehen in einem verschlossenen Karton. MOC-Stücke lassen sich fotografieren und beurteilen, ohne etwas zu öffnen — dafür ist die Karte empfindlicher als ein stabiler Umkarton.
Darf ich das Herstellerfoto in meine Anzeige nehmen?
Ohne Erlaubnis nicht. Produktfotos gehören dem, der sie gemacht hat, und das gilt auch für nüchterne Freistelleraufnahmen. Abgesehen davon verkauft ein eigenes Foto besser: Käufer wollen den echten Zustand sehen, inklusive Knick und Aufkleber. Ein Bild vom Original weckt Erwartungen, die dein Stück nicht erfüllt.