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Dreiecksbetrug

Beim Dreiecksbetrug schiebt sich ein Täter zwischen zwei ehrliche Leute: Ein völlig fremder Käufer überweist Geld auf dein Konto, das zu einem ganz anderen Geschäft gehört — und du gibst deine Ware an den Täter heraus, weil das Geld ja da ist.

Wie der Ablauf tatsächlich aussieht

Der Täter kopiert deine Anzeige, stellt sie anderswo günstiger ein und findet einen Käufer, nennen wir ihn Herrn K. Herrn K. gibt er deine Kontodaten als seine eigenen an. Herr K. überweist, du siehst einen Zahlungseingang in richtiger Höhe und übergibst oder versendest an den Täter. Zwei Menschen sind danach geschädigt: Herr K. hat gezahlt und bekommt nichts, du hast die Ware verloren und musst das Geld herausgeben, weil es dir nie zustand. Dieselbe Masche läuft auch umgekehrt bei Kaufabholungen, wenn ein Fremder mit einer bezahlten Bestellung vor deiner Tür steht. Der Ablauf wirkt bis zum Schluss unauffällig, weil alle Beteiligten außer einem ehrlich sind.

Das zuverlässigste Warnzeichen ist der Name

Stimmt der Name des Überweisers nicht mit dem Namen deines Chatpartners überein, brich ab, bis das geklärt ist. Erklärungen wie „das ist das Konto meiner Freundin“ oder „mein Chef überweist für mich“ sind bequem, aber genau das, was in diesen Fällen gesagt wird. Zweites Zeichen: ein Verwendungszweck, der nicht zu deiner Anzeige passt, etwa eine fremde Bestellnummer. Drittens: Der Käufer will nicht selbst abholen, sondern schickt jemanden. Erhärtet sich der Verdacht, überweise das Geld nicht an den Chatpartner zurück, sondern kläre über deine Bank, woher es kam. Fremdes Geld kann derjenige zurückfordern, dem es gehört. Das ist die übliche rechtliche Einordnung solcher Fälle und keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Das Geld ist doch auf meinem Konto, wieso soll ich haften?

Weil es zu einem Kaufvertrag gehört, den jemand anderes geschlossen hat. Zwischen dir und dem Überweiser besteht kein Vertrag, also gibt es für die Zahlung keinen Rechtsgrund, und sie kann zurückgefordert werden. Ein Geldeingang beweist nur, dass jemand überwiesen hat — nicht, dass es dein Käufer war.

Wie schütze ich mich gegen Dreiecksbetrug?

Vergleiche vor jeder Übergabe Überweisernamen und Chatpartner. Übergib nur an die Person, mit der du verhandelt hast, und lass dir bei Abholung den Namen nennen. Bei Versand hilft ein kurzer Abgleich der Lieferadresse mit dem Namen des Zahlenden. Passt etwas nicht zusammen, warte, bis es erklärt ist.

Ein Name, der zusammenpasst, ist die einfachste Kontrolle vor der Übergabe

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Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.