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Anzeige aufgeben

Sicher handeln

Die allermeisten Geschäfte laufen ohne Zwischenfall. Die wenigen, die schiefgehen, laufen fast immer nach demselben Muster ab — und genau das lässt sich erkennen.

Die vier Warnzeichen

  1. Es soll schnell gehen. „Ich bin nur heute da“, „Ich habe schon fünf andere Interessenten“. Zeitdruck ist kein Zufall — er soll verhindern, dass du nachdenkst.
  2. Der Kontakt soll weg von hier. Sofort WhatsApp, sofort eine private Mailadresse. Auf der Plattform bleibt eine Spur; ausserhalb nicht. Deshalb wird gedrängt.
  3. Es soll vorab bezahlt werden. Egal in welcher Verpackung: „Kaution“, „Versandkosten“, „nur zur Reservierung“, ein Freundschaftsdienst über PayPal. Wer im Voraus zahlt, hat nichts in der Hand.
  4. Ein Link soll geöffnet werden. Eine angebliche Bezahlseite, ein „Käuferschutz“, eine Seite, die aussieht wie ein bekannter Dienst. Dort wird abgefragt, was danach abgeräumt wird.

Wenn du verkaufst

  • Übergib die Sache und nimm das Geld gleichzeitig entgegen.
  • Bei Bargeld: grössere Scheine ansehen. Bei Überweisung: erst versenden, wenn das Geld wirklich auf deinem Konto ist — nicht wenn eine Mail das behauptet.
  • Beim Versand immer mit Sendungsnummer, und den Beleg aufheben.
  • Gib deine Bankdaten nur zum Empfangen heraus, nie zusammen mit irgendeiner „Bestätigung“, die jemand von dir verlangt.
  • Triff dich für die Übergabe an einem belebten Ort, wenn dir etwas unangenehm vorkommt.

Wenn du kaufst

  • Sieh dir die Sache an, bevor du zahlst. Bei teuren Sachen: ausprobieren.
  • Ist der Preis auffällig niedrig, ist meistens etwas faul — bei Handys, Konsolen und Fahrrädern besonders.
  • Frag nach einem zusätzlichen Foto mit einem Zettel und dem heutigen Datum darauf. Wer die Sache nicht hat, kann das nicht liefern.
  • Zahl nicht per „Freunde und Familie“. Das ist genau die Zahlungsart, bei der es keinen Schutz gibt — deshalb wird sie verlangt.

Was wir tun — und was nicht

Wir prüfen Anzeigen nicht vorab; das würde bedeuten, dass niemand mehr sofort inserieren kann. Wir gehen aber jeder Meldung nach. An jeder Anzeige ist ein Knopf dafür — melde lieber einmal zu viel.

Wir werden dich nie per E-Mail nach deinem Passwort fragen, dir keinen „Käuferschutz“ anbieten und keine Zahlung über einen Link in einer Nachricht verlangen. Wer das tut, ist nicht zweito.

Wenn es doch passiert ist

Erstatte Anzeige bei der Polizei — online geht das in den meisten Bundesländern. Sichere vorher alles: Gesprächsverlauf, Anzeige, Kontodaten, Uhrzeiten. Melde uns die Anzeige, damit das Konto nicht weitermacht. Und informiere deine Bank, wenn Geld geflossen ist; bei einer Lastschrift lässt sich manchmal noch etwas machen.