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Unfrei

Unfrei bedeutet, dass nicht der Absender das Porto zahlt, sondern der Empfänger bei der Zustellung — im privaten Paketversand ist das heute praktisch nicht mehr vorgesehen.

Gemeint ist fast immer etwas anderes

Wenn in einer Anzeige „Versand unfrei“ steht, meint der Verkäufer neun von zehn Malen etwas anderes, nämlich dass der Käufer die Versandkosten übernimmt. Bezahlt werden sie trotzdem vorher, zusammen mit dem Kaufpreis, und die Marke klebt der Absender auf. Echte unfreie Sendungen begegnen dir privat nur in einer Form, nämlich als Rücksendeetikett, das der Empfänger vorher erstellt und bezahlt hat. Schreib deshalb hin, was du wirklich meinst: „Versandkosten übernimmt der Käufer, Betrag je nach Gewicht“ ist eindeutig und erspart dir die Rückfrage, die sonst jeder Interessent stellt.

Ein unfrei zurückgeschicktes Paket kommt zurück

Der Grenzfall taucht bei Reklamationen auf: Der Käufer schickt die Ware unangekündigt zurück und will das Porto nicht tragen. Nimmt niemand an, läuft die Sendung zurück, und die Ware ist zweimal unterwegs, ohne dass jemand etwas gewonnen hätte. Kläre Rücksendungen deshalb immer vorher schriftlich — wer zahlt, welcher Dienstleister, welche Absicherung. Für den Hinweg gilt: Verlangt der Käufer den Versand, trägt er ab der Übergabe an den Transporteur das Risiko, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Das ist die übliche Rechtslage im Privatverkauf, keine Beratung zu deinem Streitfall.

Häufige Fragen

Kann ich als Privatperson ein Paket unfrei verschicken?

Bei den gängigen Paketdiensten nicht. Unfreie Sendungen sind im Wesentlichen Geschäftskunden und Retourenprozessen vorbehalten. Wer als Privatperson etwas verschickt, frankiert vorher — online oder an der Annahmestelle. Wenn der Käufer die Kosten tragen soll, überweist er sie zusammen mit dem Kaufpreis, bevor das Paket auf die Reise geht.

Muss ich ein unfrei zurückgeschicktes Paket annehmen?

Annehmen und dabei fremdes Porto bezahlen musst du nicht, wenn es keine Absprache gab. Verweigerst du die Annahme, geht die Sendung an den Absender zurück. Klüger ist es, vorher zu klären, ob du überhaupt zurücknimmst und wer den Versand zahlt — sonst steht die Ware am Ende bei niemandem und der Streit bleibt.

Klare Versandangaben sparen dir die halbe Korrespondenz

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Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.