Kurzzeitkennzeichen
Ein Kurzzeitkennzeichen ist ein befristetes Kennzeichen mit gelbem Datumsfeld: Es gilt höchstens fünf Tage und erlaubt Überführungs-, Prüfungs- und Probefahrten mit einem Fahrzeug, das nicht regulär zugelassen ist.
Der Satz, der eine Abholung planbar macht
„Abholung nur mit Anhänger oder Kurzzeitkennzeichen“ gehört in jede Anzeige für ein abgemeldetes Fahrzeug. Das Schild bekommt der Käufer bei der Zulassungsstelle an seinem Wohnort; er braucht dafür eine eVB-Nummer seiner Versicherung, seinen Ausweis und die Fahrzeugpapiere. Das Ablaufdatum steht rechts im gelben Feld und wird nicht verlängert. Als Verkäufer beantragst du nichts, solltest aber die Zulassungsbescheinigung Teil II bereithalten und im Zweifel vorab ein Foto davon schicken, Nummer geschwärzt. Ohne Papiere gibt es kein Kennzeichen und damit auch keine Abholung.
Fünf Tage, ein Fahrzeug, ein Zweck
Der häufigste Irrtum: Mit dem Schild dürfe man fahren, wie es gerade passt. Es ist an Zweck und Zeitraum gebunden. Für Fahrten über Werkstatt und Prüfstelle hinaus verlangen die Zulassungsstellen eine gültige Hauptuntersuchung; Fahrzeuge ohne HU bekommen es häufig nur für die direkte Fahrt zur Prüfstelle. Zweiter Grenzfall: Das Kennzeichen wird auf ein bestimmtes Fahrzeug ausgestellt, es lässt sich nicht anschließend ans nächste Auto schrauben. Und die Versicherung deckt genau diesen Zeitraum ab, keinen Tag länger. Das alles beschreibt die übliche Praxis der Zulassungsstellen und ist keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wer besorgt das Kurzzeitkennzeichen, Käufer oder Verkäufer?
In aller Regel der Käufer, weil er nach der Übergabe fährt und die Versicherung auf ihn läuft. Du hilfst ihm, indem du die Fahrzeugdaten und ein Foto der Papiere vorab schickst. Schreib die Anforderung in die Anzeige, dann erscheint niemand ohne Plan vor deiner Einfahrt.
Was kostet ein Kurzzeitkennzeichen?
Es setzt sich aus drei Posten zusammen: Gebühr der Zulassungsstelle, Preis für die Schilder und Beitrag für die Kurzzeitversicherung. Die Versicherungsprämie hängt stark von Anbieter, Fahrzeugalter und Alter des Fahrers ab, deshalb lohnt ein Vergleich. Genaue Beträge nennt dir die Zulassungsstelle deines Wohnorts.