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Paysafecard

Die Paysafecard ist ein vorausbezahlter Guthabencode: Wer die sechzehnstellige PIN kennt, kann das Geld ausgeben — deshalb ist sie zwischen Privatleuten kein Zahlungsmittel, sondern ein Warnzeichen.

So kommt die Bitte um den Code bei dir an

Sie kommt nie als Forderung, sondern als Verlegenheit: „Mein Konto ist gerade gesperrt, kauf bitte eine Paysafecard über 50 Euro und schick mir ein Foto vom Code, den Rest überweise ich später.“ Beliebte Verpackungen sind Anzahlungen auf Konzerttickets, eine angebliche Reservierungsgebühr für eine Wohnung oder eine Gebühr für einen Transportdienst, der die Ware angeblich abholt. Auch die Umkehrung existiert: Jemand bietet dir Guthabencodes als Bezahlung für dein Fahrrad an. In beiden Richtungen gilt dasselbe — dieses Guthaben ist für Onlinekäufe bei angeschlossenen Anbietern gedacht, nicht für Geschäfte zwischen zwei Menschen mit Adresse.

Der Irrtum: Solange nichts eingelöst ist, ist nichts passiert

Das Foto ist die Zahlung. Die PIN ist an kein Konto gebunden, sie fragt nicht nach einem Namen, und sie kennt keinen Empfänger, den man ermitteln könnte. Sekunden nach dem Versand kann das Guthaben in einem Onlineshop verbraucht sein, und rückholen lässt es sich nicht — es gibt keine Bank in der Kette, bei der du widersprechen könntest. Der zweite Irrtum betrifft Teilbeträge: Auch eine „kleine Anzahlung zur Sicherheit“ ist verloren. Wer dich um einen Guthabencode bittet, hat sich damit selbst erklärt; die Anzeige gehört gemeldet, nicht beantwortet.

Häufige Fragen

Kann ich einen Paysafecard-Code sperren lassen?

Nur solange das Guthaben unangetastet ist, und auch dann brauchst du den Kaufbeleg und musst schnell sein. Sobald der Code eingelöst wurde, ist das Guthaben verbraucht und keiner Person zuzuordnen. Heb den Kassenbon auf, melde dich sofort beim Anbieter und erstatte Anzeige.

Darf ich Guthabenkarten überhaupt privat verkaufen?

Verkaufen kannst du sie, kaufen solltest du sie von Fremden nicht. Beim Codekauf zahlst du für ein Versprechen, das du erst nach der Zahlung prüfen kannst, und ein bereits eingelöster Code sieht auf dem Foto genauso aus wie ein gültiger. Ohne Kassenbon und Originalkarte lässt du es.

Ehrlicher Verkauf braucht keine Guthabencodes

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Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.