Rücklastschrift
Eine Rücklastschrift ist eine SEPA-Lastschrift, die der Zahler zurückgeben lässt: Der Betrag geht an ihn zurück, und beim Empfänger bleiben oft noch Rückgabegebühren der Bank hängen.
Im Privatverkauf taucht sie an einer bestimmten Stelle auf
Beim normalen Verkauf über eine Anzeige spielt die Lastschrift kaum eine Rolle — niemand gibt einem Fremden ein Mandat für sein Konto. Relevant wird sie bei allem, was ein laufender Vertrag ist: „Nachmieter für Fitnessvertrag gesucht, Restlaufzeit sieben Monate“, ein übernommenes Handy-Abo, ein Stellplatz, eine Vereinsmitgliedschaft. Hier zahlt weiter, wer im Mandat steht, und wer die Lastschrift zurückgeben lässt, schiebt die Forderung auf den anderen zurück. Der zweite Fall ist die Miete: Kaltmiete und Nebenkosten laufen per Lastschrift, und eine Rückgabe erzeugt sofort einen Zahlungsrückstand, der im Mietverhältnis zählt.
Acht Wochen sind lang, dreizehn Monate sind länger
Der übliche Irrtum lautet, eine abgebuchte Lastschrift sei erledigt. Ist sie nicht: Bei einer autorisierten Lastschrift kann der Zahler binnen acht Wochen ab Belastung die Erstattung verlangen, ohne einen Grund zu nennen (§ 675x Abs. 4 BGB). War gar kein gültiges Mandat vorhanden, verschiebt sich die Sache noch weiter — nicht autorisierte Belastungen lassen sich bis zu dreizehn Monate nach der Buchung anzeigen. Wichtig für den Alltag: Die Rückgabe löst den Vertrag nicht auf. Wer zurückbucht und nichts weiter tut, ist einfach in Verzug. Das ist die übliche Rechtslage, kein Rat für deinen konkreten Fall.
Häufige Fragen
Wer zahlt die Gebühr bei einer Rücklastschrift?
Zunächst zieht die Bank sie dort ein, wo sie anfällt. Wirtschaftlich trägt sie am Ende meistens derjenige, der den Rückläufer verursacht hat, weil er als Verzugsschaden zur offenen Forderung dazukommt. Sinnvoll ist deshalb, den Betrag samt Gebühr in einem Schreiben mit Frist zu benennen statt nur nachzufragen.
Kann ich eine Lastschrift zurückholen, wenn die Ware nicht kam?
Innerhalb der Acht-Wochen-Frist ja, dafür brauchst du keinen Grund gegenüber der Bank. Gegenüber dem Verkäufer bleibt es trotzdem ein Vertrag: Du solltest schriftlich mitteilen, warum du zurückgibst, sonst steht Aussage gegen Aussage. Danach hilft nur noch der direkte Weg über den Zahlungsempfänger.