DPF
DPF steht für Dieselpartikelfilter: das Bauteil im Abgasstrang, das Ruß zurückhält — in Anzeigen taucht die Abkürzung vor allem dann auf, wenn der Filter entweder frisch erneuert wurde oder Ärger macht.
Was neben dem Wort DPF stehen muss
„1.6 TDI, DPF vor 30.000 km erneuert, Rechnung liegt bei“ — wer das schreibt, nimmt eine der teuersten Unbekannten aus dem Gebrauchtwagen. Der Filter sammelt Ruß und brennt ihn bei einer Regeneration frei. Wer überwiegend Kurzstrecke fährt, unterbricht diesen Vorgang immer wieder, der Filter setzt sich zu, irgendwann leuchtet die Kontrolllampe. In der Anzeige zählt deshalb nicht die Abkürzung allein, sondern was daneben steht: Datum, Laufleistung, Werkstattbeleg, Aschebeladung aus dem letzten Auslesen. Fotografiere die Rechnung und schwärze darauf nur Kontodaten und Anschrift.
Entkernt, leergebohrt, optimiert — der teure Grenzfall
Bei auffällig günstigen Dieseln steht manchmal „entkernt“ oder „optimiert“ in der Beschreibung. Gemeint ist ein ausgebauter oder leergebohrter Filter. Mit einem solchen Eingriff erlischt die Betriebserlaubnis nach § 19 Abs. 2 StVZO — das Fahrzeug gehört so nicht in den öffentlichen Verkehr, und wer es verschweigt, verkauft nicht günstig, sondern täuscht. Ebenso wenig trägt der Satz „AU war letztes Jahr in Ordnung“: Eine bestandene Abgasuntersuchung ist eine Momentaufnahme, keine Zusage für die kommenden zwei Jahre. Dargestellt ist hier die allgemeine Rechtslage, kein Rat zu deinem Einzelfall.
Häufige Fragen
Muss ich einen defekten DPF in der Anzeige angeben?
Ja, und zwar so konkret wie möglich: seit wann die Lampe leuchtet, welcher Fehlercode ausgelesen wurde, ob das Fahrzeug noch in den Notlauf geht. Ein bekannter Defekt, den du verschweigst, bleibt an dir hängen — auch wenn im Text „von privat, keine Gewährleistung“ steht.
Wie erkenne ich beim Kauf, ob der Filter noch taugt?
Über das Auslesen: Ruß- und Aschebeladung, Anzahl der Zwangsregenerationen und die Differenzdruckwerte stehen im Steuergerät. Lass dir das Protokoll zeigen oder nimm ein eigenes Gerät mit. Ein Blick auf das Fahrprofil hilft ebenfalls — reine Stadtfahrzeuge mit hoher Laufleistung sind der klassische Problemfall.