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Scam

Scam ist das englische Wort für die Masche selbst: der Versuch, dich mit einer erfundenen Geschichte zu einer Zahlung oder zu einem Versand zu bewegen — in Deutschland strafrechtlich schlicht Betrug.

Wie ein Scam beim Privatverkauf klingt

Die Geschichten wiederholen sich. „Ich bin gerade im Ausland, mein Spediteur holt das Sofa ab, ich überweise vorher inklusive Transportkosten.“ „Ich habe versehentlich 300 Euro zu viel gezahlt, kannst du die Differenz zurückschicken?“ „Das Geld liegt bereit, du musst nur über diesen Link deine Versanddaten bestätigen.“ Drei verschiedene Anlässe, ein gemeinsamer Kern: Du sollst den vereinbarten Weg verlassen — den Chat der Plattform, die Barzahlung bei Übergabe, die normale Reihenfolge aus Geld und Ware. Auffällig ist auch der Ton. Es wird nie gehandelt, der Preis wird sofort akzeptiert, und es eilt immer. Wer nicht verhandelt, will meistens nicht kaufen.

Der Irrtum: Das erkennt man doch sofort

Scams zielen nicht auf Unwissen, sondern auf Routine und Zeitdruck. Am Abend, zwischen zwei Terminen, wirkt eine Mail im Layout eines Zahlungsdienstes echt genug. Deshalb hilft keine Liste von Merkmalen, sondern eine Regel, die unabhängig von der Geschichte funktioniert: Erst Geld, dann Ware — oder beides gleichzeitig bei der Übergabe. Wer eine dritte Reihenfolge vorschlägt, hat einen Grund dafür. Und beim Versand gilt: Der Blick ins eigene Bankkonto oder in die eigene Zahlungs-App entscheidet, nicht die Mail, die einen Eingang behauptet. Bei Verdacht sicherst du Chatverlauf, Profillink und Kontodaten und erstattest Anzeige, auch online. Der Versuch ist bereits strafbar.

Häufige Fragen

Was mache ich, wenn ich auf einen Scam hereingefallen bin?

Sofort die Bank oder den Zahlungsdienst informieren und die Zahlung reklamieren, bei Überweisungen zählt jede Stunde. Danach Anzeige bei der Polizei erstatten, in den meisten Bundesländern geht das über die Online-Wache. Sichere vorher Screenshots von Chat, Profil und Zahlungsdaten, denn Anzeigen und Konten verschwinden schnell.

Bringt eine Anzeige bei der Polizei überhaupt etwas?

Oft nicht für dein eigenes Geld, aber Anzeigen aus verschiedenen Städten laufen zusammen und machen aus Einzelfällen ein Verfahren. Kontonummern und Handynummern tauchen wieder auf, und genau darüber werden Täter gefasst. Ohne Anzeige existiert der Fall statistisch nicht, und der Zahlungsdienstleister sieht zudem, dass du gemeldet hast.

Der sichere Weg beginnt bei einer Anzeige, die keine Fragen offen lässt

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Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.