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Küche ausmisten

Räum schrankweise aus und prüf jedes Elektrogerät am Stromnetz, bevor du es einordnest — „müsste noch gehen“ ist beim Verkauf keine zulässige Angabe. Geschirr und Töpfe verkaufen sich nur als Set oder als Marke, Kleingeräte auch einzeln. Ungeöffnete, haltbare Lebensmittel gehören an die Tafel, nicht in den Müll.

Jedes Gerät einmal einstecken

Der Standmixer im hinteren Eck, die Fritteuse, das zweite Waffeleisen — bevor irgendetwas in eine Kiste kommt, wird es angeschlossen und läuft eine Minute. Diese halbe Stunde entscheidet über die ganze Küche, denn ein Gerät, das läuft, ist eine Anzeige wert, und eines, das nicht läuft, ist Elektroschrott und keine Diskussion. Prüf dabei drei Dinge: Läuft der Motor rund, ist das Kabel unbeschädigt, sind alle Aufsätze da. Bei Geräten mit Aufsätzen ist die Vollständigkeit oft mehr wert als der Zustand des Gehäuses. Schreib in die Anzeige, was du geprüft hast, und zwar konkret: „Getestet am 12. März, alle drei Stufen laufen, Behälter dicht, Spritzschutz fehlt“. Solche Sätze sind der Unterschied zwischen einer Anzeige, die Rückfragen bekommt, und einer, die verkauft.

Geschirr verkauft sich als Serie, nicht als Stapel

Einzelne Teller finden keine Käufer, ein vollständiges Service mit Herstellernamen schon. Dreh ein Teil um und fotografiere die Bodenmarke: Hersteller, Serienname und manchmal ein Jahrescode stehen dort. Danach wird gesucht, weil Menschen fehlende Teile eines Services ergänzen wollen — dieser Markt für Nachkauf ist erstaunlich verlässlich und zahlt auch für Einzelteile, wenn Serie und Dekor genannt sind. Zähl das Set durch und schreib die Stückzahl je Teiletyp auf. Bei Töpfen entscheidet die Marke: Gusseisen und schwere Edelstahltöpfe bekannter Hersteller sind gefragt, beschichtete Pfannen mit Kratzern gar nicht. Gläser verkaufen sich im Satz, nicht einzeln. Und alles, was Sprünge hat, geht nicht in den Verkauf — Sprünge in glasiertem Geschirr sind eine hygienische Frage, keine optische.

Wenn das Gerät gerade noch lief, ist jetzt der Moment: [schreib die Anzeige mit dem Testdatum](/anzeige/neu?kategorie=haushaltsgeraete&thema=funktionstest), solange du es noch genau weißt. Anzeige aufgeben

Wohin die alten Geräte gehen

Elektrogeräte gehören nie in den Restmüll. Neben dem Wertstoffhof nehmen große Lebensmittelmärkte Altgeräte zurück: Supermärkte und Discounter mit einer Gesamtfläche ab 800 Quadratmetern, die mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten, sind seit Juli 2022 zur Rücknahme verpflichtet. Kleingeräte nehmen sie ohne Neukauf an, größere bei Kauf eines gleichartigen Geräts. Das betrifft genau die Küchenklassiker: Toaster, Wasserkocher, Handmixer, Kaffeemaschinen. Kühl- und Gefriergeräte sind ein Sonderfall, weil sie Kältemittel enthalten und deshalb aufrecht transportiert und getrennt behandelt werden müssen — sie gehören nicht auf den Sperrmüll neben das Sofa. Nimm vor der Abgabe alle Batterien heraus und lösche bei vernetzten Geräten die WLAN-Zugangsdaten. Das vergessen fast alle, und es steht in keiner Bedienungsanleitung.

Vorräte, Kleinkram und der ehrliche Rest

Der Vorratsschrank ist der Teil, bei dem am meisten weggeworfen wird, obwohl es nicht nötig wäre. Ungeöffnete, haltbare Lebensmittel nehmen Tafeln und Food-Sharing-Punkte an, solange das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überschritten ist; frag vorher nach, was gebraucht wird. Gewürze verlieren Aroma, sind aber nicht verdorben — die kommen in die eigene Küche zurück oder weg. Bei den Schubladen mit Kleinkram gilt eine harte Regel: Was du nicht benennen kannst, während es in deiner Hand liegt, brauchst du nicht. Plastikdosen ohne passenden Deckel, drei Sparschäler, sieben Holzlöffel — das ist der klassische Inhalt, und nichts davon verkauft sich. Küchenhelfer in gutem Zustand gehen als Bündel an Studierende oder ins Sozialkaufhaus, gerade zum Semesterbeginn ist die Nachfrage nach kompletten Küchenausstattungen hoch.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Verkauf alter Küchengeräte?

Bei Markengeräten mit Reparaturmarkt ja, bei No-Name-Kleingeräten kaum. Küchenmaschinen, Gusstöpfe, Espressomaschinen und Zubehör bekannter Hersteller haben stabile Gebrauchtpreise, weil Ersatzteile verfügbar sind. Ein Wasserkocher für vier Euro kostet dich mehr Zeit als er bringt — der geht in die Rückgabe oder ins Sozialkaufhaus.

Wohin mit dem alten Kühlschrank?

Zum Wertstoffhof, zur Abholung durch die Kommune oder an den Händler beim Kauf eines neuen Geräts. Kühlgeräte enthalten Kältemittel und werden getrennt behandelt, deshalb dürfen sie nicht auf den normalen Sperrmüll. Transportiere sie aufrecht und lass sie vor dem Wiederanschließen mehrere Stunden stehen, falls du sie weitergibst.

Muss ich Geschirr vor dem Verkauf spülen?

Ja, und zwar sichtbar sauber auf den Fotos. Geschirr ist Ware, die in den Mund geht — Kalkränder oder Fettschlieren auf dem Bild kosten dich den Verkauf sofort. Fotografiere auf einer glatten, hellen Fläche und leg das Set vollständig aus, damit die Stückzahl auf einen Blick stimmt.

Kann ich angebrochene Lebensmittel weitergeben?

Über Food-Sharing-Initiativen teilweise ja, über Tafeln in der Regel nicht — die nehmen meist nur original verschlossene Ware innerhalb der Haltbarkeit. Verkaufen solltest du Lebensmittel privat nicht. Ungeöffnete Konserven, Nudeln und Reis sind willkommen, alles Gekühlte und Angebrochene bleibt bei dir.

Was in der Küche noch läuft, muss nicht in den Container

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.