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CDs und DVDs loswerden

Verkauf CDs und DVDs im Bündel, nicht einzeln — der Aufwand pro Anzeige ist bei einem Zwei-Euro-Artikel nicht zu rechtfertigen. Einzeln lohnen nur Ausnahmen: limitierte Auflagen, nie auf Streamingdiensten erschienene Titel, Box-Sets, Erstpressungen und alles aus Nischen wie Metal, Jazz oder Soundtrack.

Erst prüfen, was überhaupt Ausnahme ist

Der Gebrauchtmarkt für Silberscheiben ist eingebrochen, weil fast alles gestreamt wird. Wertvoll ist deshalb genau das, was nicht gestreamt wird oder nur in schlechter Qualität vorliegt. Achte auf vier Merkmale: limitierte Auflage oder Nummerierung, ein Label aus einer Nische, Titel, die nie digital veröffentlicht wurden, und vollständige Box-Sets mit Booklet und Beilagen. Bei DVDs kommen Sonderfälle dazu: Serienstaffeln als Komplettbox, Filme mit deutscher Synchronfassung, die es sonst nirgends gibt, und ältere Titel, deren Rechte nie neu vergeben wurden. Sortier die Sammlung einmal grob durch und nimm nur die Kandidaten heraus. Für den Rest gilt: keine Einzelanzeigen. Prüf bei den Ausnahmen die Matrixnummer im inneren Ring der Disc, denn daran erkennen Sammler Erstpressungen — und danach wird auch gesucht.

Der Zustand entscheidet über Zurücknahmen

Bei CDs und DVDs gibt es drei Schadensbilder, die du getrennt prüfst: Kratzer auf der Datenseite, Risse an der Hülle, und Feuchtigkeitsschäden am Booklet. Halte jede Disc gegen das Licht, feine Haarkratzer sind normal, tiefe radiale Kratzer nicht. Wenn du eine Disc als spielbar beschreibst, muss sie es sein — dafür reicht kein Blick, sondern das kurze Einlegen und ein Sprung ans Ende der letzten Spur. Der zweite typische Ärger sind fehlende Booklets und Rückeinleger. Schreib ausdrücklich hin, wenn sie fehlen, sonst kommt genau danach die Nachfrage. Bei Box-Sets zählst du die Discs, das ist keine Formalie: Bei gebraucht gekauften Sets fehlt häufig eine Scheibe, weil sie im Player eines Vorbesitzers geblieben ist. Und ein Punkt, den viele übersehen: selbstgebrannte Kopien verkaufst du nicht.

Sobald du weißt, welches Genre die Sammlung trägt, [schnür daraus ein Konvolut mit Titelliste](/anzeige/neu?kategorie=musik&thema=konvolut) statt hundert Einzelanzeigen zu schreiben. Anzeige aufgeben

Weiterverkaufen darfst du, kopieren nicht

Eine gekaufte CD oder DVD darfst du weiterverkaufen, ohne den Rechteinhaber zu fragen. Grundlage ist der Erschöpfungsgrundsatz in § 17 Absatz 2 des Urheberrechtsgesetzes: Ist ein körperliches Werkstück mit Zustimmung des Rechteinhabers in der EU in Verkehr gebracht worden, ist das Verbreitungsrecht daran erschöpft. Der Weiterverkauf ist damit erlaubt, egal wie oft. Was nicht erlaubt ist: selbstgebrannte Kopien verkaufen, digitalisierte Kopien behalten und die Disc weitergeben, oder Kopierschutz umgehen. Bei gekauften Downloads und Streaming-Abos greift die Erschöpfung nicht in gleicher Weise, dort erwirbst du regelmäßig eine nicht übertragbare Lizenz. Für den Alltag heißt das: Die Scheibe aus dem Regal ist frei, die Datei auf der Festplatte nicht. Das ist der Regelfall, kein Rechtsrat für deinen Einzelfall.

Konvolut schnüren statt hundert Anzeigen

Ein sinnvolles Konvolut hat ein Kriterium: ein Genre, ein Jahrzehnt, ein Interpret, eine Serie. „63 CDs Rock und Metal, überwiegend Neunziger, alle mit Booklet“ verkauft sich, „gemischte CD-Sammlung“ nicht. Fotografiere die Rücken so, dass die Titel lesbar sind, und leg eine Titelliste als Text dazu — die kannst du beim Abfotografieren einfach abtippen, und sie ist der Grund, warum Käufer zugreifen. Nenne Stückzahl, Gewicht und Maße, weil das Paket schnell schwer wird. Was übrig bleibt, geht an Bücherschränke, Sozialkaufhäuser oder Vereinsflohmärkte. Kaputte Discs sind kein Restmüll im engeren Sinn: Sie bestehen aus Polycarbonat und gehören dorthin, wo deine Kommune Kunststoffe sammelt, Hüllen getrennt. Der Weg über den Wertstoffhof ist der einzige, der überall funktioniert.

Häufige Fragen

Was sind meine CDs noch wert?

Massenware aus den Charts bringt im Bündel meist einen niedrigen einstelligen Betrag pro Stück, oft weniger. Wert steckt in Nischen: limitierte Pressungen, Metal, Jazz, Soundtracks und Titel, die nicht gestreamt werden. Prüf einzelne Kandidaten über verkaufte Angebote, nicht über die Wunschpreise, die gerade online stehen.

Darf ich die CD verkaufen, wenn ich sie vorher kopiert habe?

Nein, jedenfalls nicht, wenn du die Kopie behältst. Eine Privatkopie ist an dein eigenes Werkstück gebunden. Gibst du die Disc weiter, musst du deine Kopien löschen. Das lässt sich praktisch selten kontrollieren, ändert aber nichts an der Rechtslage — und selbstgebrannte Discs verkaufst du grundsätzlich nicht.

Nimmt jemand eine ganze Sammlung ab?

Ja, aber zu Konvolutpreisen. Händler und Sammler kaufen Bestände am Stück, sortieren die Rosinen heraus und geben den Rest weiter — deshalb liegt das Angebot deutlich unter der Summe der Einzelwerte. Wenn dir Zeit wichtiger ist als der letzte Euro, ist das der schnellste Weg.

Wohin mit Discs, die niemand will?

Zum Wertstoffhof. CDs bestehen aus Polycarbonat und werden dort als Kunststoff erfasst, die Hüllen getrennt davon. In die Papiertonne gehören nur die Papiereinleger. Vorher lohnt ein Versuch beim örtlichen Sozialkaufhaus oder bei Vereinen, die Flohmärkte veranstalten — kistenweise nehmen die oft noch etwas ab.

Die Regalmeter werden ein Posten mit Titelliste

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.