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Februar: was jetzt gefragt ist

Der Februar ist ein Übergangsmonat mit zwei klaren Fenstern: Kostüme und Faschingszubehör bis Rosenmontag, Wintersportartikel bis etwa Monatsende. Danach fällt beides im Preis. Frühjahrsware bereitest du jetzt vor, statt sie einzustellen — reinigen, prüfen, fotografieren. Eingestellt wird sie ab Ende Februar, wenn die ersten warmen Tage die Suche auslösen.

Kostüme haben ein Verfallsdatum im Kalender

Rosenmontag liegt 48 Tage vor Ostersonntag und wandert dadurch jedes Jahr zwischen Anfang Februar und Anfang März. Genau dieses Datum ist die Deadline für alles, was mit Karneval, Fasching und Fastnacht zu tun hat: Kostüme, Perücken, Schminke, Zubehör, Wagenbau-Material. Zwei Wochen vorher ist die Nachfrage am größten, am Aschermittwoch ist sie null und bleibt es bis November. Wer ein Kostüm verkaufen will, nennt Größe, Höhe der Absätze, Zustand der Nähte und ob es gewaschen wurde. Bei Kinderkostümen ist die Konfektionsgröße wichtiger als die Altersangabe, weil beides selten zusammenpasst. Verkaufst du nicht mehr rechtzeitig, dann verkauf gar nicht — packe das Kostüm sauber weg und stell es im November wieder ein. Ein Kostüm, das im März für zehn Euro weggeht, ist im November oft das Doppelte wert.

Der Winterschlussverkauf drückt auf deine Preise

Im Februar räumen die Läden ihre Winterware ab, und das wirkt direkt auf den Gebrauchtmarkt. Wenn eine neue Winterjacke im Laden reduziert ist, vergleicht der Käufer deine gebrauchte Jacke mit diesem Preis und nicht mit dem ursprünglichen Ladenpreis. Das ist keine Unverschämtheit, das ist ein Rechenvorgang. Zwei Konsequenzen ergeben sich daraus: Erstens gehört bei reduzierter Neuware der Vergleich in deine Kalkulation, nicht in deine Empörung. Zweitens verkaufst du hochwertige Winterware besser nicht im Februar, sondern im Oktober, wenn kein Angebot dagegensteht. Bei Ware, die du loswerden musst, gilt das Gegenteil: Setze einen Preis, der sichtbar unter dem reduzierten Neupreis liegt, und schreib den Grund dazu. Ein Satz wie „Deutlich günstiger als reduzierte Neuware, dafür zwei Saisons getragen“ spart dir die halbe Verhandlung.

Wenn das Kostüm nach Rosenmontag ohnehin ein Jahr im Schrank verschwindet, ist das Wochenende davor die einzige Gelegenheit — [stell es mit Größenangabe ein](/anzeige/neu?kategorie=kleidung&thema=karneval). Anzeige aufgeben

Wintersport: die letzten Wochen mit echter Nachfrage

Ski, Snowboards, Skischuhe, Helme und Rodel finden im Februar noch Käufer, weil viele Familien in den Winterferien merken, dass etwas fehlt oder nicht mehr passt. Nach den letzten Ferienwochen bricht die Nachfrage ab. Wer verkaufen will, gibt bei Ski die Länge in Zentimetern und den Bindungstyp an, bei Skischuhen die Mondopoint-Größe und nicht die Schuhgröße, bei Helmen den Kopfumfang. Kinderausrüstung geht am schnellsten weg, weil sie jedes Jahr zu klein wird. Wichtig ist die ehrliche Angabe zum Belag und zu den Kanten: „Belag hat Kratzer, Kanten sind ohne Ausbrüche“ ist eine Information, „guter Zustand“ ist keine. Wer erst im April einstellt, verkauft an Antizyklische, die den Preis kennen und darauf warten.

Was du im Februar fotografierst, statt es einzustellen

Gartenmöbel, Grill, Fahrrad, Anhänger, Balkonkästen: Das alles verkauft sich im Februar unter Wert, im April aber gut. Der Februar ist die Vorbereitungsphase. Räum die Ware aus dem Keller, wasch sie ab, schraub nach, was lose ist, und fotografiere sie an einem hellen Tag zwischen elf und drei Uhr. Fotos bei Sonne im Freien wirken auf jeder Anzeige besser als Kellerbilder mit Neonlicht, und im Februar ist zwischen Regentagen genug Licht dafür da. Schreib den Anzeigentext gleich mit und leg ihn ab. Wenn dann Anfang März das erste warme Wochenende kommt, stellst du innerhalb von zehn Minuten ein, während andere noch nach dem Schraubenschlüssel suchen. Diese zwei Wochen Vorsprung sind bei Saisonware oft mehr wert als jede Preisstrategie.

Häufige Fragen

Bis wann kann ich ein Faschingskostüm verkaufen?

Realistisch bis zum Wochenende vor Rosenmontag, danach bricht die Nachfrage schlagartig ab. Der Aschermittwoch beendet die Saison komplett. Wenn du bis dahin nicht verkauft hast, lohnt sich Warten mehr als Verramschen — im November zieht die Nachfrage wieder an, dann bekommst du meist deutlich mehr.

Soll ich Ski im Februar oder erst im Herbst verkaufen?

Im Februar, wenn die Ausrüstung ohnehin weg soll. Im Herbst wäre der Preis ähnlich, aber du trägst das Risiko, dass die Bindung ein Jahr älter ist und Werkstätten sie nicht mehr einstellen. Kinderausrüstung immer sofort verkaufen, sie verliert mit jeder Saison zweifach.

Warum bekomme ich im Februar so niedrige Preisvorschläge?

Weil im Winterschlussverkauf viel Neuware reduziert ist und Käufer damit vergleichen. Das ist bei Kleidung und Sportartikeln normal. Nenne in der Anzeige den Vergleichspunkt selbst, dann verhandelst du nicht darüber. Bei Ware ohne Neuware-Konkurrenz, etwa Werkzeug, gilt dieser Effekt nicht.

Fotografiere im Februar, was du im März verkaufen willst

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.