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Haushaltsauflösung: was sie kostet

Angebote für Haushaltsauflösungen rechnen nach Volumen in Kubikmetern, nicht nach Quadratmetern. Dazu kommen Zuschläge für Etage ohne Aufzug, lange Tragewege, Sondermüll und Wochenendtermine. Wer vorher selbst verkauft und Sondermüll aussortiert, senkt das Volumen deutlich — und damit den Preis, weil genau danach abgerechnet wird.

Was den Preis wirklich treibt

Fünf Faktoren stehen in jedem seriösen Angebot: das zu räumende Volumen, die Etage und ob ein Aufzug vorhanden ist, die Entfernung zwischen Wohnung und Fahrzeug, der Anteil an Sondermüll und die Frage, ob besenrein übergeben werden soll. Volumen wird in Kubikmetern geschätzt, und diese Schätzung entscheidet fast alles. Sie fällt zu niedrig aus, wenn Keller, Dachboden und Garage bei der Besichtigung nicht geöffnet wurden — deshalb zeigst du bei der Besichtigung jeden Raum, auch die peinlichen. Ein zu niedriges Angebot ist kein Vorteil, es ist die Vorbereitung einer Nachforderung. Teuer machen außerdem: Farben und Chemikalien, Altreifen, Kühlgeräte, Bauschutt aus Renovierungen und alles, was als gefährlicher Abfall gilt. Diese Positionen werden separat berechnet, weil ihre Entsorgung separat bezahlt werden muss.

Wertanrechnung ist ein Angebot, kein Geschenk

Viele Firmen bieten an, den Wert verkäuflicher Gegenstände gegen den Räumpreis anzurechnen. Das kann fair sein — es kann aber auch bedeuten, dass die einzigen Stücke mit echtem Wert im Transporter verschwinden, während du für das Volumen trotzdem zahlst. Verlang deshalb zwei Dinge: eine Liste dessen, was angerechnet wird, mit Einzelbeträgen, und die Zusage, dass du vorab selbst verkaufen darfst. Die vernünftige Reihenfolge lautet immer: erst selbst sichten, dann verkaufen, was Marktwert hat, dann räumen lassen. Wertsachen, Schmuck, Münzen, Uhren und alte Möbel gehören dabei nie in eine pauschale Anrechnung ohne Bewertung. Wer unsicher ist, holt sich zu einzelnen Stücken eine zweite Einschätzung. Eine Wertanrechnung, die im Angebot nur als runder Abzug ohne Aufstellung auftaucht, ist keine Bewertung, sondern ein Rabatt mit unbekannter Gegenleistung.

Jeder Kubikmeter, den du vorher verkaufst, steht nicht mehr im Angebot — [fang mit den großen Möbeln an](/anzeige/neu?kategorie=moebel&thema=volumen-senken), sie machen das meiste Volumen aus. Anzeige aufgeben

Drei Angebote, ein Festpreis, ein Blick auf den Vertrag

Hol dir mindestens drei Angebote nach Besichtigung vor Ort, nicht nach Telefonbeschreibung. Ein brauchbares Angebot ist schriftlich, nennt einen Festpreis, listet Leistungen einzeln auf, benennt die Übergabeart und enthält eine Aussage zur Entsorgung. Achte auf zwei Punkte im Kleingedruckten: die Klausel, nach der bei Mehrvolumen nachberechnet wird, und die Frage, ob Nachunternehmer eingesetzt werden. Wird der Vertrag bei dir zu Hause geschlossen, also außerhalb der Geschäftsräume des Anbieters, hast du in der Regel ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. Beginnt die Firma vor Ablauf dieser Frist mit der Arbeit, ist dafür dein ausdrückliches Verlangen erforderlich — sonst schuldest du für die vorzeitig erbrachte Leistung unter Umständen keinen Wertersatz. Das ist der Regelfall, kein Rechtsrat für deinen Einzelfall.

Selbst räumen rechnet sich, wenn du Zeit hast

Der Vergleich lautet nicht Firma gegen kostenlos, sondern Firma gegen deinen Aufwand. Selbst räumen heißt: Transporter mieten, Helfer organisieren, Verpackung kaufen, Deponiegebühren zahlen, mehrere Fahrten machen, Sperrmüll anmelden. Rechne die Fahrten ehrlich, sie sind der unterschätzte Posten. Der Mittelweg funktioniert für die meisten am besten: Du verkaufst selbst, was Wert hat, gibst brauchbare Möbel ans Sozialkaufhaus, sortierst Sondermüll aus und lässt nur den Rest räumen. Damit sinkt das Volumen, das abgerechnet wird, und gleichzeitig kommt Geld herein. Was du dabei nie tun solltest, ist die Wohnung leer zu räumen, bevor du gesichtet hast. Jede Räumung, die im Container endet, nimmt dir die Möglichkeit, hinterher noch etwas zu finden. Plane deshalb einen Sichtungstag ein, bevor der erste Termin steht, und halte fest, was du behalten willst.

Häufige Fragen

Was kostet eine Haushaltsauflösung ungefähr?

Seriös lässt sich das nur nach Besichtigung sagen, weil nach Volumen abgerechnet wird. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn alle dasselbe Volumen und dieselbe Übergabeart zugrunde legen. Frag deshalb in jedem Angebot nach dem angenommenen Kubikmeterwert — ohne diese Zahl vergleichst du Summen, die verschiedene Leistungen meinen.

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

Teilweise. Handwerker- und haushaltsnahe Dienstleistungen im eigenen Haushalt sind unter bestimmten Voraussetzungen begünstigt, allerdings nur der Arbeitsanteil und nur bei unbarer Zahlung gegen Rechnung. Lass dir Arbeits-, Fahrt- und Materialkosten getrennt ausweisen und zahle per Überweisung, nicht bar. Details klärt die Steuerberatung.

Was passiert mit Wertgegenständen, die während der Räumung auftauchen?

Das gehört in den Vertrag, bevor jemand anfängt. Vereinbare schriftlich, dass Fundstücke ab einem festgelegten Wert dir vorgelegt werden. Ohne diese Klausel ist die Frage später kaum zu klären. Durchsuche Schubladen, Bücher, Manteltaschen und Konservendosen vorher selbst — genau dort liegt in alten Haushalten das Bargeld.

Muss die Wohnung besenrein übergeben werden?

Meistens ja, das steht im Mietvertrag oder im Kaufvertrag. Besenrein heißt geräumt und grob gereinigt, nicht renoviert. Kläre vor Vertragsschluss, ob die Firma das übernimmt, denn Endreinigung ist eine eigene Position. Wer sie selbst macht, spart, sollte aber Klebereste, Dübel und Vorhangschienen mit einplanen.

Der günstigste Räumtermin ist der mit dem kleinsten Volumen

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.