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Was ein gebrauchter Akkuschrauber wert ist

Beim gebrauchten Akkuschrauber zahlt der Käufer vor allem für das Akkusystem. Ein Gerät mit zwei laufenden Akkus und Ladegerät bringt ein Vielfaches der nackten Maschine. Prüf die Akkus vorher unter Last — Zellen altern auch dann, wenn das Werkzeug jahrelang ungenutzt im Schrank stand.

Das Akkusystem ist das eigentliche Produkt

Jeder Hersteller hat eine Plattform, auf der Bohrschrauber, Säbelsäge, Lampe und Sauger denselben Akku teilen. Wer in einem System steckt, kauft gebraucht innerhalb dieses Systems weiter — und genau deshalb suchen Käufer nach dem Systemnamen und der Voltklasse, nicht nach „Akkuschrauber“. Schreib beides in den Titel, dazu die Kapazität der Akkus in Amperestunden. Zwei Preisrealitäten solltest du kennen: Eine Maschine ohne Akku, im Handel als Solo-Version verkauft, ist deutlich günstiger und trotzdem verkäuflich, weil Systembesitzer nur das Werkzeug brauchen. Und ein einzelner passender Akku bringt oft mehr, als viele glauben. Wenn du drei Akkus hast, von denen einer schwächelt, verkauf zwei mit dem Gerät und den dritten nicht mit. Nenn dabei, ob die Akkus eine Ladezustandsanzeige haben.

So prüfst du die Akkus, bevor du einen Preis nennst

Lad jeden Akku vollständig und schreib dir die Ladezeit auf. Dann arbeite unter Last: lange Schrauben in Holz drehen oder mit einem großen Bohrer bohren, bis das Gerät abschaltet. Ein gesunder Akku bringt gleichmäßig Leistung und fällt am Ende ab. Fällt er nach wenigen Schrauben zusammen, wird warm oder schaltet sprunghaft ab, sind Zellen defekt. Auf vielen Akkugehäusen steht ein Produktionsdatum, oft als Woche und Jahr — das gehört in die Anzeige, weil es mehr über den Zustand sagt als der optische Eindruck. Lager Lithium-Akkus für den Verkauf halb geladen und nie leer, sonst gehen Zellen in die Tiefentladung und der Akku nimmt keine Ladung mehr an. Und schreib ehrlich, wie viele Schrauben eine Ladung schafft.

Wenn du Systemnamen, Voltklasse und Amperestunden zusammen hast, kannst du dein Gerät so einstellen, dass Systembesitzer es überhaupt finden. Anzeige aufgeben

Bohrfutter und Getriebe verraten den Vielnutzer

Spann einen geraden Bohrer ein und dreh von Hand: Eiert die Spitze sichtbar, ist das Bohrfutter ausgeschlagen — bei billigen Geräten der häufigste Verschleißpunkt. Zweitens das Getriebe: Ein Rasseln beim Umschalten zwischen den Gängen oder ein Durchrutschen in der höchsten Drehmomentstufe ist ein Reparaturfall. Drittens die Motorart. Bürstenlose Motoren sind langlebiger und ein echtes Verkaufsargument; steht „brushless“ auf dem Gehäuse, gehört das Wort in die Anzeige. Bei älteren Geräten mit Kohlebürsten lohnt der Blick unter die Bürstenkappen, falls sie von außen zugänglich sind. Nenn außerdem, ob Schnellspannfutter oder Zahnkranz verbaut ist, und leg den Zusatzhandgriff dazu, wenn du ihn noch findest. Schreib zusätzlich das maximale Drehmoment und die Spannweite des Bohrfutters in die Anzeige, beides steht meist auf dem Gehäuse.

Versand von Akkus: Gefahrgut mit klaren Regeln

Lithium-Ionen-Akkus gelten im Transport als Gefahrgut der Klasse 9. Einzeln versandt laufen sie unter der Kennnummer UN 3480, zusammen mit dem Gerät oder darin eingebaut unter UN 3481. Für Paketdienste bedeutet das Vorgaben zu Verpackung, Ladezustand und Kennzeichnung, und beschädigte oder defekte Akkus sind vom Versand ausgeschlossen. Praktisch heißt das: Bei Akkugeräten ist Abholung fast immer der einfachere Weg, und sie hat den Nebeneffekt, dass der Käufer die Maschine vorführen lassen kann. Wenn du doch versendest, informier dich vorher bei deinem Paketdienst über die aktuellen Bedingungen und deklarier das Paket korrekt. Ein falsch deklariertes Akkupaket ist kein Kavaliersdelikt. Bei Abholung kannst du außerdem zeigen, wie schnell das Ladegerät einen leeren Akku wieder voll bekommt. So ist die Rechtslage üblicherweise — eine Rechtsberatung ist das nicht.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Verkauf eines Akkuschraubers ohne Akku?

Ja, wenn das Gerät zu einem verbreiteten System gehört. Systembesitzer kaufen gezielt Solo-Maschinen, weil sie Akkus schon haben. Schreib das System und die Voltklasse in den Titel und stell klar, dass Akku und Ladegerät nicht dabei sind — sonst kommen genau darüber die Rückfragen.

Wie erkenne ich, ob der Akku noch gut ist?

Nur unter Last. Voll laden, dann durchgehend arbeiten, bis das Gerät abschaltet, und die Laufzeit stoppen. Schneller Leistungseinbruch, starke Erwärmung oder abruptes Abschalten deuten auf defekte Zellen. Das Produktionsdatum auf dem Akkugehäuse gibt zusätzlich einen Hinweis auf das Alter. Notier die gemessene Zeit, statt sie zu schätzen.

Darf ich einen defekten Akku verschicken?

Nein. Beschädigte oder defekte Lithium-Akkus sind vom Versand mit Paketdiensten ausgeschlossen, weil sie als Gefahrgut gelten. Gib defekte Akkus im Handel oder am Wertstoffhof zurück und verkauf das Gerät ohne sie. In der Anzeige schreibst du „Akku defekt, nicht enthalten“.

Wie lagere ich Akkus bis zum Verkauf?

Halb geladen, kühl und trocken, nicht in der ungeheizten Garage im Winter und nicht in der Sonne. Vollständig entladene Lithium-Akkus können in die Tiefentladung gehen und nehmen dann keine Ladung mehr an. Lad sie alle paar Monate kurz nach, wenn das Gerät länger steht.

Akkuschrauber zur Abholung anbieten und Gefahrgutregeln umgehen

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion. Rechtliche Angaben beschreiben die übliche Rechtslage und ersetzen keine Rechtsberatung.