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Januar: was jetzt gefragt ist

Im Januar gehen Fitnessgeräte, Ordnungssysteme, Schreibtische und Regale — dazu alles, was zu Weihnachten doppelt im Haus gelandet ist. Winterware verkauft sich noch, verliert aber jede Woche. Gartenmöbel, Grills und Fahrräder lässt du besser stehen: Sie bringen im Januar oft die Hälfte dessen, was sie im April bringen.

Vorsätze sind im Januar der stärkste Kaufgrund

Was im Januar gesucht wird, hat fast immer mit einem Vorsatz zu tun. Hantelbänke, Rudergeräte, Ergometer, Laufbänder. Regalsysteme, Kommoden, Aufbewahrungsboxen, Kleiderschränke. Schreibtische, Bürostühle, Monitore für alle, die zu Hause endlich vernünftig arbeiten wollen. Wer ein solches Teil im Keller hat, hat jetzt das größte Publikum des Jahres. Nutze die Sprache der Käufer im Titel: Nicht „Sportgerät“, sondern „Hantelbank verstellbar mit 60 kg Gewichten“. Nenne die Maße, denn ein Rudergerät scheitert öfter an der Zimmerlänge als am Preis, und schreib dazu, ob das Gerät zusammenklappbar ist. Ein Hinweis, dass du beim Verladen hilfst, entscheidet bei schweren Geräten häufiger als zwanzig Euro Nachlass. Fotografiere das Gerät aufgebaut und einmal zusammengeklappt — beides beantwortet eine Frage, die sonst per Nachricht kommt.

Geschenke weiterverkaufen, ohne dass es peinlich wird

Nach den Feiertagen liegt in vielen Wohnungen etwas, das niemand braucht. Verkaufen ist völlig in Ordnung, nur die Formulierung stolpert oft. Schreib nicht „geschenkt bekommen und nicht gemocht“, sondern nüchtern: „Neu und ungenutzt, Originalverpackung geöffnet, Rechnung liegt nicht bei.“ Damit sind die drei Fragen beantwortet, die sonst kommen: Zustand, OVP, Beleg. Der Neupreis ist im Januar allen präsent, weil das Teil vor vier Wochen in den Prospekten stand — ein Preisaufschlag fällt sofort auf. Realistisch sind bei ungenutzter Ware ohne Beleg deutliche Abschläge auf den Ladenpreis, weil der Käufer weder Garantieabwicklung noch Umtausch hat. Wichtig für die Steuer: Die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte gilt pro Kalenderjahr und beginnt am 1. Januar neu. Das ist eine Beschreibung der üblichen Rechtslage, keine Steuerberatung.

Wenn das Rudergerät seit dem 2. Januar im Weg steht, ist genau jetzt das Publikum dafür da — [stell es mit Maßen und Gewicht ein](/anzeige/neu?kategorie=sport&thema=januar), bevor die Vorsätze verblassen. Anzeige aufgeben

Winterware hat jetzt noch drei bis sechs Wochen

Schneefräse, Schlitten, Skiausrüstung, Winterjacken, Winterreifen: Der Januar ist für all das die letzte Phase mit ernsthafter Nachfrage. Ab Mitte Februar dreht der Markt, und ab März zahlt niemand mehr einen Winterpreis. Wer noch verkaufen will, sollte deshalb jetzt einstellen und nicht auf den nächsten Kälteeinbruch warten. Bei Winterreifen gehört die DOT-Nummer in die Anzeige, also Woche und Jahr der Herstellung — vierstellig auf der Flanke. Bei Ski nennst du Länge, Modelljahr und ob die Bindung noch von einer Werkstatt eingestellt wird. Bei Kleidung zählt die exakte Größenangabe mehr als jedes Adjektiv. Umgekehrt gilt für Käufer: Wer eine Schneefräse erst im Februar sucht, kauft günstiger — die Gegenrechnung dazu steht in der Übersicht zum antizyklischen Kaufen.

Im Januar sitzt das Geld locker — nur nicht bei allen

Nach Weihnachten sind viele Konten dünn, und das merkst du an den Nachrichten. Es kommen mehr Preisvorschläge, mehr Bitten um Reservierung bis zum Monatsende, mehr Fragen nach Ratenzahlung. Reservieren kannst du machen, wenn du willst, aber setz eine Frist und schreib sie hin: „Ich halte es bis Freitag, danach geht es an den Nächsten.“ Ratenzahlung unter Privatleuten ist der schnellste Weg in einen Streit, für den es keinen praktikablen Rechtsweg gibt — der Aufwand steht bei zweistelligen Beträgen in keinem Verhältnis. Erst Geld, dann Ware, oder beides gleichzeitig bei der Übergabe. Wer im Januar einen realistischen Preis nennt und nicht auf den Höchstgebot-Effekt hofft, verkauft in der Regel innerhalb weniger Tage. Die Nachfrage ist da, die Kaufkraft ist es nur eingeschränkt.

Häufige Fragen

Was verkauft sich im Januar am besten?

Fitnessgeräte, Regale, Schreibtische, Bürostühle und alles zum Aufbewahren. Dazu ungenutzte Weihnachtsgeschenke, weil der Neupreis noch allen bekannt ist. Winterware läuft ebenfalls, aber nur noch wenige Wochen. Große Sommerartikel wie Gartenmöbel, Grill oder Planschbecken bringen jetzt deutlich weniger als im Frühjahr — die lässt du stehen.

Kann ich ein Geschenk einfach weiterverkaufen?

Ja, es gehört dir. Schreib in die Anzeige, dass es neu und ungenutzt ist und ob die Verpackung noch dabei ist. Ohne Kaufbeleg gibt es für den Käufer keine Garantieabwicklung, das drückt den Preis. Eine Rechnung des Schenkenden musst du nicht besorgen und meist willst du das auch nicht.

Lohnt sich der Verkauf von Winterreifen im Januar noch?

Ja, aber es ist die letzte gute Phase. Ab Februar sinkt die Nachfrage spürbar, ab März zahlt kaum jemand mehr. Nenne DOT-Nummer, Profiltiefe in Millimetern und ob Felgen dabei sind. Ohne diese drei Angaben bekommst du zehn Nachrichten und keinen Käufer.

Soll ich mein Fahrrad im Januar verkaufen?

Nur wenn du den Platz brauchst. Zwischen Januar und April liegt bei Fahrrädern der größte Preisunterschied des Jahres, weil die Nachfrage im Frühjahr sprunghaft anzieht. Wer bis März wartet, verkauft schneller und teurer. Bis dahin lohnt sich eine Reinigung und ein Werkstattcheck.

Der Januar hat das größte Publikum für alles, was Ordnung schafft

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.