Paketgrößen und was hineinpasst
Ein DHL-Paket darf bis 120 mal 60 mal 60 Zentimeter groß und bis 31,5 Kilogramm schwer sein, ein Päckchen bis 2 Kilogramm, ein Maxibrief bis 1.000 Gramm. Alles darüber wird Sperrgut oder Speditionsware. Miss und wiege den fertig gepackten Karton, bevor du einen Versandpreis in die Anzeige schreibst.
Die Grenzen, an denen es teurer wird
Der Sprung von einer Größe zur nächsten kostet mehr als jeder Anbieterwechsel spart. Nach oben endet das klassische Paket bei einer längsten Seite von 120 Zentimetern und 31,5 Kilogramm Gewicht; die Gewichtsgrenze hat einen simplen Grund, sie schützt die Zusteller. Nach unten liegt die Schwelle beim Päckchen mit 2 Kilogramm und beim Maxibrief bei einem Kilogramm. Zwischen diesen Stufen liegen bei den meisten Anbietern gestaffelte Preise nach Gewicht oder Größe, und die Staffeln unterscheiden sich. Deshalb ist die Frage „welche Größe“ vor der Frage „welcher Dienst“ zu klären. Wer einen Karton für 2,3 Kilogramm packt und ihn als Päckchen einliefert, bekommt ihn zurück oder zahlt nach. Eine Küchenwaage aus dem Haushalt reicht für die Entscheidung völlig aus.
Gemessen wird außen, mit Polsterung
Der häufigste Fehler beim Kalkulieren: Man misst den Gegenstand statt den Karton. Zwischen Ware und Kartonwand gehören rundum ein paar Zentimeter Polster, und die machen aus einem knappen Päckchen ein Paket. Rechne bei empfindlichen Sachen mit acht bis zehn Zentimetern mehr in jeder Richtung, bei robusten mit vier. Auch das Gewicht wächst mit: Ein doppelwandiger Karton, Luftpolsterfolie und Klebeband bringen zusammen leicht ein halbes Kilogramm auf die Waage. Wenn du regelmäßig verschickst, lohnt es sich, zwei oder drei Standardkartons zu Hause zu haben und ihre Außenmaße einmal aufzuschreiben. Dann brauchst du beim nächsten Verkauf nur noch die Ware hineinzulegen und zu wiegen — und der Preis in der Anzeige stimmt beim ersten Versuch.
Maße und Gewicht ersparen dir den halben Chat — [trag sie gleich in die neue Anzeige ein](/anzeige/neu?kategorie=allgemein&thema=masse), dann fragt niemand mehr nach der Kofferraumtauglichkeit. Anzeige aufgeben
Nicht das Gewicht ist das Problem, sondern die Form
Zwölf Kilogramm Bücher passen problemlos in einen kleinen Karton und fahren zum normalen Tarif. Eine leere Gitarrenbox wiegt drei Kilogramm und kostet ein Vielfaches, weil sie lang ist. Genauso teuer wird alles, was nicht quaderförmig ist: Rollen, Rohre, Skier, Stehlampen. Wenn du eine solche Sendung planst, prüfe zuerst, ob sie sich zerlegen lässt. Ein abgeschraubter Lampenfuß, ein demontierter Fahrradlenker oder ein aus dem Rahmen genommenes Bild sparen oft eine ganze Preisklasse. Was sich nicht zerlegen lässt, gehört in die Anzeige mit dem Hinweis „nur Abholung“ oder mit einem realistischen Speditionspreis. Eine Sendung, die als Sperrgut fährt, kostet schnell so viel wie zwei normale Pakete — das solltest du wissen, bevor der Käufer zusagt.
Was der Käufer über die Größe wissen will
Maße gehören in die Anzeige, nicht nur wegen des Versands. Wer einen Schrank, einen Monitor oder einen Kinderwagen sucht, will wissen, ob das Ding durch seine Tür passt und in seinen Kofferraum. Schreib die drei Maße in Zentimetern hin, in der Reihenfolge Breite mal Höhe mal Tiefe, und dazu das Gewicht, wenn es über ein paar Kilo geht. Bei Kleidung ersetzt die konfektionierte Größe die Maße nicht: Ein Herrenhemd in L kann zwei Nummern auseinanderliegen, je nach Marke. Ein Satz wie „Rückenlänge 78 cm, Schulter 46 cm“ verhindert die Rücksendung, die dich Porto kostet. Bei Möbeln gehört zusätzlich hin, ob sich das Stück zerlegen lässt und ob dafür Werkzeug nötig ist. Angaben, die dastehen, muss niemand erfragen — und wer nicht fragen muss, kauft eher.
Häufige Fragen
Wie schwer darf ein Paket maximal sein?
Im Standardversand liegt die Grenze bei 31,5 Kilogramm, weil ein Paket von einer Person getragen werden können muss. Schwereres geht nur über Spedition oder Stückgut. Prüfe das Gewicht mit dem Karton, nicht ohne — Verpackung und Polster machen bei großen Sendungen ohne Weiteres ein bis zwei Kilogramm aus.
Was passiert, wenn mein Paket zu groß ist?
Entweder nimmt die Annahmestelle es gar nicht erst an, oder es läuft als Sperrgut mit Zuschlag. Bei online gekauften Labels wird die Differenz meist nachträglich berechnet und dir in Rechnung gestellt. Beides ist ärgerlich und vermeidbar: Zollstock anlegen, bevor du frankierst.
Wie finde ich passende Kartons in der richtigen Größe?
Supermärkte und Getränkemärkte geben stabile Kartons oft kostenlos ab, wenn du morgens nach der Warenanlieferung fragst. Achte auf doppelwandige Wellpappe und schneide alte Etiketten heraus. Wer viel verschickt, kauft ein Bündel Standardkartons in zwei Größen — das ist pro Stück günstiger als der Einzelkauf in der Filiale.
Zählt bei Paketen das Volumen oder das Gewicht?
Im Privatversand meist beides: Der Tarif richtet sich nach Größenklasse und Gewicht, und wer eine der beiden Grenzen reißt, rutscht in die nächste Stufe. Große, leichte Sendungen sind deshalb oft teurer, als man denkt. Rechne vor dem Anzeigentext beide Werte durch.