Büchersendung richtig nutzen
In eine Büchersendung dürfen nur Bücher und ähnliche Druckerzeugnisse — keine CD, keine DVD, kein persönlicher Beileger. Sie muss zur Kontrolle geöffnet werden können und endet gewichtsmäßig bei einem Kilogramm. Wer etwas anderes hineinlegt, riskiert eine Nachgebühr, die beim Empfänger landet.
Was als Buch zählt und was nicht
Zulässig sind Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge und vergleichbare gedruckte Werke. Nicht zulässig sind Datenträger, also die Hörbuch-CD, die DVD zum Sprachkurs oder der USB-Stick mit den Übungsdateien — auch dann nicht, wenn sie fest im Buchdeckel stecken. Genau daran scheitern die meisten Sendungen: Ein Lehrbuch mit beiliegender CD ist keine Büchersendung mehr. Ebenfalls draußen bleiben persönliche Mitteilungen. Ein Zettel mit „Viel Spaß beim Lesen“ verwandelt das günstige Produkt in einen Brief. Der Grund ist einfach: Der reduzierte Preis existiert für gedruckte Ware, nicht für Kommunikation. Beim Verkauf einer ganzen Buchreihe lohnt sich der Blick auf das Gesamtgewicht, denn ab einem Kilogramm endet die Büchersendung und es geht als Päckchen oder Paket weiter.
So packst du sie, dass sie geprüft werden kann
Auch die Büchersendung muss sich ohne Beschädigung öffnen lassen. Bewährt hat sich eine Buchverpackung aus Wellpappe mit Selbstklebelasche, die man einmal umknickt statt rundum zu verkleben, oder ein Umschlag, der an einer Seite offen bleibt. Das schützt trotzdem: Buchkanten leiden im Transport zuerst, deshalb gehört an die Ecken ein Stück Pappe oder eine Lage Papier. Beschrifte deutlich mit „Büchersendung“ an der vorgesehenen Stelle, sonst wird die Sendung wie ein normaler Brief behandelt und berechnet. Wiege im Zweifel nach: Ein Hardcover, das nach 900 Gramm aussieht, wiegt mit Verpackung schnell über einem Kilo. Wer regelmäßig Bücher verkauft, hat eine Küchenwaage neben dem Klebeband liegen und spart sich jede zweite Diskussion. Bei mehreren Bänden lohnt der Vergleich: Zwei getrennte Sendungen sind manchmal günstiger als eine schwere.
Bücher verkaufen sich am schnellsten, wenn Auflage und Zustand dastehen — [leg deine Bücheranzeige mit diesen Angaben an](/anzeige/neu?kategorie=buecher&thema=zustand), dann fragt niemand nach der ISBN. Anzeige aufgeben
Die Nachgebühr trifft nicht dich, sondern deinen Käufer
Wird eine Sendung als unzulässig erkannt, wird sie nachtaxiert — und kassiert wird meist beim Empfänger. Für den Käufer sieht das so aus: Er hat ein Buch für sechs Euro gekauft und soll an der Haustür noch einmal zahlen. Dass du das nicht wolltest, interessiert in dem Moment niemanden. Wenn dir das passiert, biete von dir aus an, die Nachgebühr zu erstatten, bevor der Käufer danach fragt; das ist billiger als jede Auseinandersetzung. Vorbeugen ist einfacher: im Zweifel eine Portostufe höher gehen. Der Unterschied beträgt oft ein bis zwei Euro und macht aus einem unsicheren Versand einen sicheren. Bei Sammlerausgaben oder teuren Fachbüchern ist die Büchersendung ohnehin die falsche Wahl, weil sie ohne Haftung fährt.
Bücher verkaufen sich über Angaben, nicht über Fotos
Wer ein gebrauchtes Buch sucht, sucht meistens sehr genau: Auflage, ISBN, Zustand. Schreib beides hin — die ISBN aus dem Impressum und einen ehrlichen Satz zum Zustand: „Zweite Auflage, Einband leicht bestoßen, Seiten sauber, keine Anstreichungen.“ Anstreichungen und Namenseinträge gehören immer erwähnt, weil sie bei Fachbüchern über Kauf oder Nichtkauf entscheiden. Bei Studienliteratur ist die Auflage entscheidend: Die vorletzte Auflage ist im Semester praktisch unverkäuflich, wenn im Seminar mit der aktuellen gearbeitet wird. Ein Foto der Titelseite plus eines vom Buchschnitt reicht völlig aus. Für ganze Konvolute nenne die Anzahl und ein paar Titel exemplarisch, dazu das Gesamtgewicht — dann weiß der Interessent sofort, ob sich die Fahrt lohnt. Wer alle Titel aufzählt, wird bei zwanzig Büchern nicht fertig und schreckt eher ab, als dass er informiert.
Häufige Fragen
Darf eine CD im Buch mitgeschickt werden?
Nein. Sobald ein Datenträger dabei ist, ist es keine zulässige Büchersendung mehr, auch wenn die CD im Buchdeckel eingeklebt ist. Nimm sie heraus und verschick alles zusammen als Päckchen, oder verkaufe das Buch ausdrücklich ohne CD und schreib das in die Anzeige.
Wie schwer darf eine Büchersendung sein?
Bis ein Kilogramm inklusive Verpackung. Darüber geht es als Päckchen oder Paket weiter, was den Preisvorteil kostet. Wiege deshalb mit Umschlag und Polster, nicht ohne. Steht die Waage bei 980 Gramm, nimm lieber die nächsthöhere Stufe, statt auf Kulanz an der Annahmestelle zu hoffen.
Muss ich die Sendung als Büchersendung beschriften?
Ja, sonst wird sie wie ein gewöhnlicher Brief behandelt und entsprechend berechnet. Schreib den Vermerk gut lesbar auf die Vorderseite. Kombiniere ihn nicht mit einem zugeklebten Umschlag: Beschriftung und offener Verschluss gehören zusammen, sonst nützt der Vermerk nichts und die Sendung wird nachtaxiert.
Lohnt sich der Versand bei einem Buch für vier Euro?
Nur, wenn das Porto klein bleibt. Genau dafür existiert die Büchersendung. Bei teureren Büchern kippt die Rechnung, weil du ohne Haftung verschickst — und der Verlust eines 60-Euro-Fachbuchs wiegt schwerer als die Ersparnis von zwei Euro Porto. Ab dieser Grenze nimm ein versichertes Paket.