Kinderkleidung beim Größenwechsel
Kinderkleidung verkaufst du vier bis sechs Wochen vor dem Wetter, für das sie gedacht ist. Deutsche Kindergrößen entsprechen der Körpergröße in Zentimetern: Größe 104 passt einem Kind von etwa 104 Zentimetern, unabhängig vom Alter. Wer die Größe in den Titel schreibt, wird gefunden, alle anderen nicht.
Die Größe ist die Suche
Eltern suchen nach Zahlen. „Winterjacke 116 Junge“ ist eine Suchanfrage, „Kinderjacke wie neu“ ist keine. Deutsche Kindergrößen richten sich nach der Körpergröße in Zentimetern, nicht nach dem Alter — Größe 98 ist für ein Kind von rund 98 Zentimetern gedacht, und ob das mit zweieinhalb oder mit vier passt, ist von Kind zu Kind verschieden. Schreib die Größe deshalb an den Anfang des Titels, gefolgt vom Kleidungsstück und, wenn es passt, der Marke. Sortier beim Ausmisten konsequent nach Größen und nicht nach Kategorien: eine Kiste je Größe, beschriftet. Das klingt nach Aufwand und spart dir später jede Suche. Wenn dein Kind zwischen zwei Größen liegt, nenn im Text die gemessene Länge des Stücks, dann kann jemand mit einem anderen Kind trotzdem vergleichen.
Vier bis sechs Wochen vor dem Wetter
Der Gebrauchtmarkt für Kinderkleidung läuft dem Kalender voraus. Schneeanzüge, gefütterte Stiefel und dicke Jacken verkaufen sich ab Ende August bis Oktober, im Januar praktisch nicht mehr — bis dahin haben alle gekauft. Kurze Hosen, Badesachen und Sandalen laufen im April und Mai. Matschhosen und Gummistiefel sind die Ausnahme und gehen ganzjährig, weil sie in jeder Kita gebraucht und regelmäßig ruiniert werden. Praktisch heißt das: Wenn dein Kind im Frühjahr aus der Winterjacke herauswächst, stell sie nicht sofort ein, sondern leg sie in die Kiste für August. Vier Wochen Lagerung sind der Unterschied zwischen einem Verkauf und drei Monaten ohne Anfrage. Und plan den eigenen Rhythmus mit: Zweimal im Jahr sortieren, jeweils zum Kleidergrößenwechsel, reicht völlig aus.
Wenn die Kiste mit der letzten Größe ohnehin schon gepackt ist, brauchst du für die Anzeige nur noch Größe, Anzahl und vier Fotos bei Tageslicht. Anzeige aufgeben
Bündeln oder einzeln — es hängt vom Teil ab
Alltagskleidung verkauft sich als Paket besser. „20 Teile Größe 98 Junge, Herbst und Winter“ findet Käufer, zwanzig einzelne Anzeigen für T-Shirts finden keine. Schreib dazu, was drin ist, in welchem Zustand und ob geraucht oder Haustiere im Haushalt sind — danach wird tatsächlich gefragt. Einzeln stellst du das ein, was einen eigenen Wert hat: Schneeanzüge, Winterjacken bekannter Marken, Regenkleidung, Anlasskleidung, Schuhe, Sportsachen. Bei Schuhen lohnt es sich, das Innenmaß in Zentimetern zu nennen, weil Schuhgrößen zwischen Marken um zwei Nummern abweichen können. Setz den Paketpreis so an, dass er pro Teil nachvollziehbar ist. Und rechne beim Versand mit: Ein Paket mit zwanzig Teilen Winterkleidung wiegt mehr, als du denkst, und der Preisvorteil ist schnell aufgebraucht.
Flecken nennen, Kordeln prüfen
Bei Kinderkleidung ist Ehrlichkeit die günstigste Strategie, weil jeder Käufer weiß, wie getragene Kindersachen aussehen. Nenn die Stellen, an denen es typischerweise hakt: Knie bei Hosen, Ärmelbündchen, Ausschnitt, Ellbogen. Wasch alles vor dem Fotografieren und schreib hin, dass es gewaschen ist. Ein Foto bei Tageslicht auf einem hellen Untergrund zeigt Farben ehrlicher als eine Aufnahme unter Küchenlampe. Bei Sicherheitsdetails schaust du zweimal hin: Kordeln und Zugbänder im Kopf- und Halsbereich sind bei Kinderbekleidung durch die Norm DIN EN 14682 stark eingeschränkt, weil sie sich verfangen können. Ältere Stücke mit Halskordel gibst du besser nicht weiter, jedenfalls nicht ohne die Kordel zu entfernen. Dasselbe gilt für lose Knöpfe an Babykleidung und für Reflexstreifen, die sich abgelöst haben.
Häufige Fragen
Welche Größe schreibe ich in den Titel?
Die Zentimetergröße, und zwar an den Anfang. Deutsche Kindergrößen entsprechen der Körpergröße, nicht dem Alter. „Winterjacke 116“ wird gefunden, „Jacke für Vierjährige“ nicht. Wenn ein Stück kleiner oder größer ausfällt, nenn zusätzlich die gemessene Länge in Zentimetern, dann kann jeder selbst vergleichen.
Wann verkaufe ich Winterkleidung für Kinder?
Zwischen Ende August und Oktober. Ab November haben die meisten Eltern gekauft, im Januar verkaufst du eine Winterjacke fast gar nicht mehr. Wenn dein Kind im Frühjahr herauswächst, leg die Sachen in eine beschriftete Kiste und stell sie im Spätsommer ein. Vier Wochen Lagerung entscheiden über den Verkauf.
Lohnt sich ein Kleiderpaket oder einzelne Anzeigen?
Alltagskleidung als Paket, Besonderes einzeln. Zwanzig T-Shirts findet niemand einzeln, ein Paket „Größe 98, Herbst und Winter“ schon. Schneeanzüge, Markenjacken, Regensachen und Schuhe stellst du separat ein. Nenn beim Paket Inhalt, Zustand und ob Haustiere oder Rauch im Haushalt sind.
Worauf muss ich bei gebrauchter Kinderkleidung achten?
Auf Kordeln im Halsbereich, lose Knöpfe und abgelöste Reflexstreifen. Kordeln und Zugbänder am Hals sind bei Kinderbekleidung durch die Norm DIN EN 14682 eingeschränkt, weil sich Kinder daran verfangen können. Entferne solche Kordeln vor dem Verkauf oder gib das Stück nicht weiter. Alles andere ist eine Frage ehrlicher Beschreibung.