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Babyausstattung: Nachfrage übers Jahr

Babyausstattung verkauft sich das ganze Jahr, aber nicht gleichmäßig. Der Taktgeber ist nicht die Jahreszeit, sondern der Zeitpunkt, an dem Eltern einrichten: meist im letzten Schwangerschaftsdrittel. Saisonal schwanken vor allem Fußsäcke und Winteroveralls im Herbst sowie Fahrradsitze und Anhänger im Frühjahr.

Gekauft wird vor der Geburt, verkauft danach

Die meisten Eltern richten das Kinderzimmer im siebten oder achten Monat ein. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem im Gebrauchtmarkt gesucht wird — nach Wickelkommode, Beistellbett, Kinderwagen, Babyschale, Tragehilfe. Der gesetzliche Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin (§ 3 MuSchG), und in genau dieser Phase ist die Kaufbereitschaft am höchsten, weil Zeit da ist und der Termin näher rückt. Für dich als Verkäufer heißt das: Deine Anzeigen laufen ganzjährig, weil ganzjährig Kinder geboren werden. Was du steuern kannst, ist der eigene Zeitpunkt. Verkauf nicht alles auf einmal, sondern in der Reihenfolge, in der du es nicht mehr brauchst. Und behalte im Blick, dass große Teile wie Kinderwagen und Reisebett schneller weggehen als Kleinkram, der sich nur im Bündel lohnt.

Was saisonal schwankt und was nicht

Fußsäcke, Winteroveralls, Schlafsäcke in dicker Ausführung und Regenverdecke laufen im September und Oktober. Fahrradsitze, Fahrradanhänger, Buggys und leichte Sommerkarren ziehen ab März an und halten bis in den Juni. Babyschalen, Reisebetten, Wickelkommoden, Hochstühle und Tragehilfen laufen dagegen konstant, weil sie nicht am Wetter hängen. Wenn du einen Kinderwagen mit Wanne, Sportsitz und Babyschale abgibst, stell ihn im Frühjahr ein — dann ist die Nachfrage am höchsten und dein Set konkurriert nicht mit dem Herbstangebot. Kleidung folgt demselben Rhythmus wie bei größeren Kindern: vier bis sechs Wochen vor dem Wetter. Ein Schneeanzug in Größe 74 verkauft sich im September, nicht im Januar, obwohl es im Januar kalt ist — bis dahin hat jeder gekauft.

Wenn der Kinderwagen im Keller steht und das Kind längst läuft, ist das Frühjahr der Moment, ihn wieder in Umlauf zu bringen. Anzeige aufgeben

Bei Kindersitzen entscheidet die Prüfnummer

Ein Kindersitz darf in Deutschland nur genutzt werden, wenn er nach ECE-R 44/04 oder nach der neueren UN-R 129, bekannt als i-Size, zugelassen ist. Die Prüfnummer steht auf einem orangefarbenen Aufkleber am Sitz; fotografier ihn und stell das Bild in die Anzeige. Nenne außerdem das Herstellungsdatum, das ebenfalls am Sitz zu finden ist, denn Kunststoff altert. Und dann kommt der Punkt, an dem es keinen Spielraum gibt: Ein Sitz, der in einen Unfall verwickelt war, wird nicht verkauft. Beschädigungen im Material sind von außen nicht zu sehen. Schreib in deine Anzeige einen Satz dazu, dass der Sitz unfallfrei ist, und meine ihn auch so. Wer als Käufer keine klare Aussage bekommt, sollte die Finger davon lassen. Das ist eine Beschreibung der geltenden Regeln und keine Rechtsberatung.

Vollständigkeit ist bei Babysachen die halbe Anzeige

Kinderwagen bestehen aus Teilen, die einzeln teuer sind: Adapter für die Babyschale, Regenverdeck, Sonnenschutz, Einkaufskorb, Fußsack, Getränkehalter. Schreib auf, was dabei ist, und schreib auf, was fehlt. Bei Hochstühlen gehören Bügel, Tisch und Gurte dazu, bei Tragehilfen der Neugeboreneneinsatz. Nenne bei allem Marke, Modell und Baujahr, denn danach lassen sich Ersatzteile und Rückrufe prüfen — und ein Blick auf Rückrufe gehört vor jeden Verkauf. Reinige, was zu reinigen ist: Bezüge waschen, Räder abwischen, Krümel raus. Was du nicht gebraucht weitergeben solltest, sind beschädigte Matratzen, Sauger und alles, wo Hygiene und Sicherheit zusammenfallen. Für den Rest gilt: Ehrliche Fotos bei Tageslicht und ein Satz zum Zustand jeder Komponente ersparen dir die Diskussion an der Haustür.

Häufige Fragen

Wann verkaufe ich einen Kinderwagen am besten?

Im Frühjahr, zwischen März und Juni. Dann ist die Nachfrage nach Wagen, Buggys und Zubehör am höchsten. Babyschalen, Reisebetten und Hochstühle laufen dagegen das ganze Jahr gleichmäßig, weil sie nicht vom Wetter abhängen. Fußsäcke und Winteroveralls verkaufst du im September und Oktober.

Kann ich einen Kindersitz aus zweiter Hand weitergeben?

Ja, wenn er unfallfrei und nach ECE-R 44/04 oder UN-R 129 zugelassen ist. Fotografier den orangefarbenen Prüfaufkleber und nenne das Herstellungsdatum. Ein Sitz aus einem Unfallfahrzeug gehört nicht in den Verkauf, auch nicht mit Hinweis — Schäden im Kunststoff sind von außen nicht erkennbar.

Was muss bei einem gebrauchten Kinderwagen dabei sein?

Regenverdeck, Sonnenschutz, Einkaufskorb und, wenn vorhanden, die Adapter für die Babyschale. Diese Teile sind einzeln teuer und entscheiden über den Preis. Schreib in die Anzeige, was fehlt, statt es beim Termin zu erklären. Nenne außerdem Marke, Modell und Baujahr, damit sich Ersatzteile prüfen lassen.

Wie erkenne ich, ob ein Modell zurückgerufen wurde?

Über Marke, Modellbezeichnung und Baujahr. Die stehen bei Kinderwagen, Hochstühlen und Sitzen meist auf einem Aufkleber am Rahmen. Mit diesen drei Angaben lässt sich ein Rückruf nachvollziehen. Nenne sie in der Anzeige — als Verkäufer nimmst du damit dem Käufer eine Sorge ab, die er sonst mitkauft.

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.