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Garage ausmisten

Fang bei dem an, was nicht in den Müll darf: Altöl, Batterien, Reifen, Gasflaschen, Farben. Danach bleiben drei Gruppen — Autoteile und Werkzeug für den Verkauf, Sperriges für den Sperrmüll, Metall für den Schrotthandel. Autoteile sind der lohnendste Teil, weil sie über Fahrzeugmodell und Teilenummer gezielt gesucht werden.

Zuerst die Stoffe mit eigenen Regeln

In fast jeder Garage stehen Kanister, und Altöl ist der klarste Fall: Wer Motorenöl verkauft, muss Altöl in der Menge, die er verkauft hat, kostenlos zurücknehmen — das regelt die Altölverordnung, und die Rückgabe funktioniert gegen Vorlage des Kaufbelegs an der Annahmestelle des Verkäufers. Ohne Beleg nimmt der Wertstoffhof es an, meist ebenfalls kostenlos in Haushaltsmengen. Autobatterien sind pfandpflichtig, du bekommst das Pfand beim Händler zurück. Gasflaschen gehören zum Lieferanten oder zum Baumarkt, nicht zum Wertstoffhof, und graue Flaschen sind oft Eigentum des Gasversorgers. Bremsflüssigkeit, Frostschutz und Kaltreiniger sind Schadstoffe. Erst wenn diese Ecke geräumt ist, wird die Garage übersichtlich — und erst dann siehst du, was tatsächlich verkaufbar herumsteht.

Reifen: Erst das Alter prüfen, dann den Preis

Auf jedem Reifen steht die DOT-Nummer, und die letzten vier Ziffern nennen Woche und Jahr der Herstellung: „2319“ heißt 23. Woche 2019. Diese Angabe gehört in jede Reifenanzeige, weil sie die erste Frage jedes Käufers ist. Dazu kommen Profiltiefe in Millimetern, gemessen an der flachsten Stelle, die vollständige Größenbezeichnung, Lastindex und Geschwindigkeitsindex sowie Fotos von allen vier Reifen einzeln, nicht vom Stapel. Reifen mit Rissen in der Flanke verkaufst du nicht, auch nicht günstig. Alufelgen mit Reifen laufen deutlich besser als Reifen allein, gib dann die Lochkreisangabe und die Einpresstiefe an. Was übrig bleibt, nimmt der Reifenhändler gegen Gebühr zurück; kostenlos ist die Altreifenentsorgung fast nirgends. Kalkuliere das ein, bevor du 16 Reifen aus der Garage holst.

Teilenummer abfotografieren und direkt übernehmen: [so wird dein Autoteil gefunden](/anzeige/neu?kategorie=autoteile&thema=teilenummer), statt in der falschen Kategorie zu liegen. Anzeige aufgeben

Autoteile werden über Nummern gefunden, nicht über Namen

Ein „Rücklicht rechts“ findet niemand. Gesucht wird nach Fahrzeugmodell mit Baujahr und nach der Teilenummer, die bei Originalteilen eingeprägt oder aufgeklebt ist. Schreib deshalb in den Titel: Hersteller, Modell, Baureihe, Teil, Teilenummer. In den Text kommen die Fahrzeuge, auf die das Teil passt, und der Hinweis, ob Schrauben, Halter oder Stecker dabei sind. Gefragt sind vor allem Teile für Fahrzeuge, die nicht mehr im Handel neu versorgt werden: Anbauteile, Innenausstattung, Steuergeräte, komplette Sitze, Dachträger, Anhängerkupplungen, Winterkompletträder. Sicherheitsrelevante Teile wie Airbags oder Gurtstraffer sind Gefahrgut und dürfen nicht einfach versendet werden — die lässt du in der Garage oder gibst sie an einen Verwerter. Für alles andere gilt: Fotos vom eingebauten Zustand, falls vorhanden, verkaufen besser als Fotos vom Teil auf dem Boden.

Der Rest: Metall bringt Geld, Sperriges kostet

Altmetall ist der einzige Teil einer Garagenräumung, der zuverlässig etwas einbringt. Schrotthändler zahlen nach Gewicht und Sortenreinheit, für Kupfer, Messing und Aluminium deutlich mehr als für Mischschrott. Sortiere deshalb: Kabelreste, Rohrstücke, Alufelgen ohne Reifen, Stahlschrott getrennt. Wer größere Mengen hat, bekommt sie oft gegen kleine Gebühr oder kostenlos abgeholt. Sperriges ohne Metallwert — alte Regale aus Pressspan, Gartenmöbel aus Kunststoff, Dachboxen mit Rissen — geht zum Sperrmüll. Prüf vorher, ob dein Wertstoffhof Anlieferungen aus Privathaushalten kostenfrei annimmt; die Regeln sind kommunal verschieden, und manche Höfe verlangen ab einer bestimmten Menge eine Gebühr. Und leg dir für den Räumtag eine feste Fläche vor der Garage an: eine Ecke Verkauf, eine Ecke Entsorgung. Ohne diese Trennung landet am Abend alles wieder drin.

Häufige Fragen

Wohin mit altem Motoröl?

Zur Verkaufsstelle, bei der du es gekauft hast: Wer Motorenöl verkauft, muss Altöl bis zur verkauften Menge kostenlos annehmen, üblicherweise gegen Kaufbeleg. Ohne Beleg nimmt der Wertstoffhof Haushaltsmengen an. Ölfilter und ölverschmierte Lappen gehören dazu, nicht in den Restmüll und niemals in den Kanal.

Kann ich Reifen mit wenig Profil noch verkaufen?

Ja, wenn du die Profiltiefe und das Alter ehrlich angibst. Käufer suchen bewusst günstige Reifen für den zweiten Satz oder für den Sommerbetrieb. Unter der gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern schreibst du dazu, dass sie nur noch als Ersatzteil taugen — sonst gibt es Ärger bei der Übergabe.

Was ist mit der alten Gasflasche vom Grill?

Die geht zurück zum Händler oder zum Baumarkt mit Flaschentausch. Graue Flaschen gehören meist dem Gasversorger, rote und andere Farben können Eigentum sein. Auf keinen Fall zum Sperrmüll oder in den Schrott — auch leere Flaschen enthalten Restgas und sind ein Druckbehälter.

Lohnt sich der Schrotthändler bei kleinen Mengen?

Bei Mischschrott selten, bei sortenreinem Kupfer, Messing und Aluminium schon ab wenigen Kilogramm. Sortier vorher und wieg zu Hause. Kabel mit dickem Kupferkern werden separat bezahlt. Eine einzelne Alufelge lohnt die Fahrt nicht, vier lohnen sie — und Stahlfelgen bringen deutlich weniger als Aluminium.

Die Garage ist leer, wenn die Teile weg sind — nicht wenn sie sortiert sind

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.