Was ein gebrauchtes Tablet wert ist
Ein gebrauchtes Tablet bringt am meisten, wenn du die Generation eindeutig benennst: Bei iPads steht die Modellnummer klein auf der Rückseite und beginnt mit einem A. Danach zählen Speichergröße, Mobilfunk oder nur WLAN und der Zustand des Displays. Alles andere ist Verhandlungsmasse, das nicht.
Die Modellnummer beendet jede Diskussion über das Baujahr
„iPad Air“ ist keine Angabe, sondern eine Produktfamilie, die es seit über einem Jahrzehnt gibt. Dreh das Gerät um: Unten auf der Rückseite steht in kleiner Schrift eine Nummer, die mit A beginnt, gefolgt von vier Ziffern. Diese Nummer benennt das Modell eindeutig, auch wenn du den Karton längst weggeworfen hast. Alternativ findest du sie in den Einstellungen unter Allgemein, Info als „Modellnummer“. Schreib sie in die Anzeige, zusammen mit der Speichergröße und der Angabe, ob das Gerät ein SIM-Fach hat. Genau diese drei Punkte trennen zwei Geräte, die auf Fotos identisch aussehen und im Preis weit auseinanderliegen. Der Rest — Farbe, Zustand der Rückseite, ob eine Hülle dabei ist — beeinflusst den Preis, entscheidet ihn aber nicht.
Wie lange das Tablet noch Software bekommt
Tablets werden länger benutzt als Handys, deshalb fragen Käufer besonders genau nach der Softwareversorgung. Bei iPads ist die Regel einfach: Neue iPadOS-Versionen erscheinen jährlich, und ältere Modelle fallen irgendwann heraus. Prüf in den Einstellungen, welche Version installiert ist und ob noch ein Update angeboten wird, und schreib das Ergebnis hin. Unabhängig davon führt Apple Produkte fünf Jahre nach dem Ende des Vertriebs als „vintage“ und nach sieben Jahren als „obsolet“; ab dann wird Reparatur unwahrscheinlich bis unmöglich. Das ist kein Grund, nicht zu verkaufen, aber ein Grund, den Preis realistisch anzusetzen. Bei Android-Tablets ist die Versorgung meist kürzer als bei Handys derselben Marke — auch das steht in den Einstellungen unter Sicherheit, mit Datum.
Wenn du die Modellnummer von der Rückseite abgelesen hast, ist die halbe Anzeige schon geschrieben — den Rest füllst du in wenigen Minuten aus. Anzeige aufgeben
Display, Akku und die Dinge, die Käufer nachmessen
Bei Tablets fällt jeder Kratzer stärker auf als bei einem Handy, weil die Fläche größer ist und weil Tablets seltener in einer Hülle stecken. Fotografiere das Display zweimal: einmal eingeschaltet mit einem hellen weißen Bild, einmal ausgeschaltet im Schräglicht. Auf dem ersten Bild sieht man Pixelfehler und Flecken, auf dem zweiten Kratzer. Nenne auch Druckstellen an den Ecken, denn dort setzt ein Sturz an. Beim Akku hilft eine Alltagsangabe: wie lange das Gerät beim Lesen oder Video durchhält. Prüf vor dem Verkauf, ob der Touchscreen an den Rändern reagiert, ob alle Lautsprecher spielen und ob das Ladekabel bei leichtem Wackeln die Verbindung hält. Wer diese drei Punkte selbst testet, bekommt hinterher keine Nachricht mit dem Wort „leider“.
Abmelden, zurücksetzen, übergeben
Auch fürs iPad gilt die Aktivierungssperre: Solange deine Apple-ID eingetragen ist, kann niemand das Gerät neu einrichten. Melde dich in den Einstellungen ab, prüf, dass „Wo ist?“ ausgeschaltet ist, und setz erst dann zurück. Bei Android-Tablets entfernst du entsprechend das Google-Konto vor dem Löschen. Denk an das SIM-Fach, falls vorhanden, und an Kinderprofile, die manchmal separat eingerichtet sind. Ein häufig übersehener Punkt: Apple-Pencil und Tastatur-Cover sind eigene Geräte mit eigenem Preis. Verkaufst du sie mit, gehören Modellbezeichnung und Zustand dazu, denn nicht jeder Stift passt an jedes iPad. Verkaufst du sie getrennt, schreib das in die Anzeige, damit niemand automatisch davon ausgeht, dass beides dabei ist. Auch eine Hülle mit Magnetverschluss gehört in die Aufzählung, weil sie einzeln Geld kostet.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, welches iPad ich habe?
An der Modellnummer auf der Rückseite, die mit A und vier Ziffern beginnt, oder in den Einstellungen unter Allgemein, Info. Der Name allein reicht nicht, weil dieselbe Produktreihe über viele Jahre läuft. Mit der Nummer lässt sich Generation und Baujahr eindeutig zuordnen — und der Käufer muss nicht raten.
Ist ein Tablet mit Mobilfunk mehr wert?
Ja, spürbar. Die Cellular-Variante kostet neu deutlich mehr und behält diesen Abstand gebraucht weitgehend bei. Erkennbar ist sie am SIM-Fach an der Gehäusekante und an einem Streifen aus anderem Material an der Oberseite der Rückseite. Schreib es hin, denn viele Käufer suchen gezielt danach.
Muss der Stift mit dabei sein?
Nein, aber sag deutlich, was zum Preis gehört. Stift und Tastatur sind eigenständige Geräte mit eigenem Gebrauchtwert und passen nicht zu jeder iPad-Generation. Wenn beides dabei ist, nenn die jeweilige Ausführung. Wenn nicht, schreib „ohne Stift“ in die Beschreibung, nicht erst in den Chat.
Lohnt sich ein Tablet mit gesprungenem Glas noch?
Als Bastler- oder Ersatzteilgerät ja, als Alltagsgerät kaum. Der Displaytausch kostet bei Tablets meist mehr als der Restwert, weil Glas und Touch verklebt sind. Verkauf es als defekt, beschreib den Riss genau und fotografiere ihn. Ein klarer Defekthinweis bringt weniger Geld, aber keinen Streit.