Samstags- und Wunschzustellung
Samstag ist bei DHL ein regulärer Zustelltag, du musst dafür nichts dazubuchen. Steuern kann die Zustellung ohnehin nur der Empfänger: Wunschtag, Wunschort, Nachbar und Ablageerlaubnis vergibt er über die Sendungsverfolgung. Als Absender legst du nur fest, wann das Paket losgeht.
Für den Samstag zahlst du keinen Aufpreis
Anders als bei manchen Speditionen ist der Samstag im Paketgeschäft ein normaler Werktag. Ein Paket, das du am Freitagmorgen einlieferst, kann am Samstag ankommen, ohne dass du eine Option anklickst oder etwas dazuzahlst. Was du nicht bekommst, ist eine Garantie: Zugesagt wird eine übliche Laufzeit, kein Termin. Schreib deinem Käufer deshalb, wann du eingeliefert hast, und nicht, wann es ankommt. „Ist heute Vormittag raus, Sendungsnummer folgt“ ist eine Aussage, die stimmt. „Kommt Samstag“ ist eine Zusage, die du nicht halten kannst und für die du dich am Montag rechtfertigst. Wer regelmäßig verschickt, merkt schnell: Die meisten Konflikte entstehen nicht durch Verzögerungen, sondern durch Termine, die vorher versprochen wurden. Für dich heißt das: Nenn den Tag der Einlieferung, die Sendungsnummer und sonst nichts.
Wunschort und Wunschtag gehören dem Empfänger
Die Zustelloptionen hängen am Empfänger, nicht am Absender. Er meldet sich in der Sendungsverfolgung oder in der App an, wählt einen anderen Zustelltag, eine Filiale, eine Packstation oder einen Ablageort auf dem Grundstück. Du kannst das weder buchen noch nachträglich ändern. Genau das solltest du dem Käufer schreiben, sobald du die Sendungsnummer schickst, denn sonst landet jede Terminfrage bei dir. Ein Satz genügt: „Über die Sendungsnummer kannst du selbst einen anderen Tag oder eine Filiale wählen.“ Damit gibst du ihm die Möglichkeit, die er tatsächlich hat, und dir selbst die Ruhe. Für dich bleibt nur eine Entscheidung: der Zeitpunkt der Einlieferung, und der sollte möglichst früh in der Woche liegen.
Wer früh in der Woche einliefert, hat das Thema meist am Freitag erledigt und kann die nächste Anzeige in Ruhe schreiben. Anzeige aufgeben
Die Ablageerlaubnis verschiebt das Risiko
Erteilt der Empfänger eine Abstellgenehmigung, gilt die Sendung mit dem Abstellen als zugestellt. Verschwindet der Karton danach von der Terrasse, ist das kein Fall für den Paketdienst, weil der Auftrag erfüllt wurde. Das ist der Grund, warum du eine Ablage nie selbst anregen solltest, auch wenn der Käufer darum bittet. Antworte stattdessen: „Wenn du eine Ablage wünschst, richte sie bitte selbst in der Sendungsverfolgung ein.“ Damit steht die Entscheidung dokumentiert bei ihm. Bei wertvollen Sendungen ist die Filiale oder die Packstation die bessere Wahl, weil dort eine Abholung mit Nachweis stattfindet. Beschrieben ist die übliche Handhabung der Dienstleister, keine rechtliche Bewertung deines Versands. Genauso wenig solltest du dem Fahrer über eine Nachricht des Käufers ausrichten lassen, das Paket irgendwo hinzustellen; solche Zurufe stehen nirgends dokumentiert.
Wann du losschickst, entscheidest du
Liefer möglichst Montag bis Mittwoch ein. Ein Paket, das am Donnerstagabend startet, hängt bei jeder kleinen Verzögerung über das Wochenende fest, und die Nachfrage des Käufers kommt garantiert am Sonntag. Achte auf den Annahmeschluss deines Shops, der oft am frühen Nachmittag liegt; danach abgegebene Sendungen zählen als Einlieferung des nächsten Tages. Wird nicht zugestellt, wandert das Paket in die Filiale und wartet dort etwa eine Woche, bevor es zurückgeht. Sag dem Käufer, dass er die Benachrichtigungskarte ernst nehmen soll, und schick ihm die Sendungsnummer, damit er die Frist selbst sieht. Ein Rückläufer kostet euch beide Zeit und dich ein zweites Mal Porto. Kommt das Paket doch zurück, öffne es nicht ungefragt, sondern sprich mit dem Käufer über einen zweiten Versuch und darüber, wer das erneute Porto trägt.
Häufige Fragen
Kostet die Zustellung am Samstag extra?
Im normalen Paketversand nicht. Der Samstag ist ein regulärer Zustelltag, du buchst dafür nichts hinzu. Garantiert ist er trotzdem nicht: Zugesagt wird eine übliche Laufzeit, kein fester Termin. Nenn dem Käufer deshalb dein Einlieferungsdatum statt eines Ankunftstages. Bei Speditionen und Sperrgut sieht das anders aus, dort ist der Samstagstermin oft ein kostenpflichtiger Zusatz.
Kann ich als Absender einen Wunschtag festlegen?
Nein, diese Optionen gehören dem Empfänger. Er wählt über die Sendungsverfolgung einen anderen Tag, eine Filiale, eine Packstation oder einen Ablageort. Du steuerst nur den Zeitpunkt der Einlieferung. Schreib das dem Käufer mit der Sendungsnummer dazu, dann klärt er es selbst.
Soll ich eine Abstellgenehmigung empfehlen?
Besser nicht. Mit der Ablage gilt die Sendung als zugestellt, und ein danach verschwundenes Paket ersetzt niemand. Wenn der Käufer es möchte, soll er die Genehmigung selbst in der Sendungsverfolgung setzen. Bei teuren Sachen ist die Abholung in der Filiale die sicherere Variante.
Wie lange liegt ein Paket in der Filiale?
In der Regel etwa eine Woche, danach geht es an den Absender zurück. Die genaue Frist steht auf der Benachrichtigungskarte und in der Sendungsverfolgung. Weise den Käufer darauf hin, sobald die Zustellung fehlgeschlagen ist, denn ein Rückläufer kostet dich ein zweites Mal Porto.