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Kaufvertrag für Möbel und Küchen

Bei Möbeln gehören in den Vertrag: Bezeichnung und Maße, Zustand mit bekannten Schäden, wer abbaut und wer trägt, der Abholtermin mit Uhrzeit, der Preis und der Gewährleistungsausschluss. Bei Einbauküchen kommt eine Teileliste dazu — jedes Element, jedes Gerät, die Arbeitsplatte, die Spüle.

Maße und Zustand sind der halbe Vertrag

Möbel scheitern selten am Preis und oft am Zentimeter. Schreib Breite, Höhe und Tiefe in Zentimetern auf, bei Sofas zusätzlich die Sitzhöhe und die Länge des längsten Einzelteils — das ist die Zahl, die über das Treppenhaus entscheidet. Beim Zustand nennst du konkrete Stellen statt allgemeiner Worte: Wasserrand auf der Platte vorne links, Kante am Sockel angestoßen, ein Scharnier ersetzt. Wer so beschreibt, bekommt weniger Anfragen, aber die richtigen. Notiere außerdem, ob Aufbauanleitung, Schrauben und Ersatzteile dabei sind — bei Systemmöbeln macht das den Unterschied zwischen einem Möbelstück und einem Haufen Bretter. Bei Massivholz gehört die Holzart dazu, denn Eiche massiv und Eiche furniert liegen im Preis weit auseinander und werden regelmäßig verwechselt.

Wer abbaut, trägt das Risiko

Regelt das ausdrücklich, bevor jemand mit dem Akkuschrauber kommt. Baust du selbst ab und dabei bricht eine Rückwand, ist das dein Problem und der Preis muss neu verhandelt werden. Baut der Käufer ab, sollte im Vertrag oder im Chat stehen, dass er Werkzeug, Zeit und Verantwortung für Schäden an der Wohnung mitbringt — Fliesen hinter der Spüle, Dübellöcher, ein Kratzer im Parkett. Ein Satz genügt: Der Abbau erfolgt durch den Käufer am Samstag, für Beschädigungen an der Wohnung während des Abbaus haftet er. Ebenso wichtig ist die Frage, wann gezahlt wird. Üblich und fair ist: Der Kaufpreis wird bei Beginn der Demontage übergeben, denn ab da ist das Möbelstück für dich nicht mehr verkäuflich. Das schildert die übliche Praxis und ist keine Rechtsberatung.

Maße und Einzelteile gehören in die Anzeige, nicht erst in die Nachricht — [erfasse sie beim Einstellen strukturiert](/anzeige/neu?kategorie=moebel&thema=masse). Anzeige aufgeben

Einbauküche: die Liste ist der Vertrag

Eine Küche ist keine Sache, sondern eine Zusammenstellung. Liste jedes Element einzeln auf: Unterschränke mit Breiten, Hochschränke, Hängeschränke, Arbeitsplatte mit Länge und Material, Spüle, Armatur, Griffe. Dann die Geräte mit Marke, Modell und Alter: Backofen, Kochfeld, Dunstabzug, Geschirrspüler, Kühlschrank. Schreib zu jedem Gerät, ob es funktioniert und ob ein Beleg existiert. Halte fest, was ausdrücklich nicht mitverkauft wird — der Kühlschrank, den du behältst, sorgt sonst am Abholtag für Streit. Ergänze die Anschlusssituation: Starkstromanschluss für das Kochfeld, Abwasser und Zulauf für die Spülmaschine. Fotos von jeder Seite, dazu ein Bild der Anschlüsse. Bei einer Küche ist die Liste wichtiger als der Vertragstext, weil sie beschreibt, was überhaupt gekauft wurde. Nummeriere die Schränke auf den Fotos durch, dann passt am Abholtag jedes Teil zur Liste.

Anzahlung, Termin und der lange Zeitraum dazwischen

Möbelverkäufe haben oft mehrere Wochen Vorlauf, weil der Käufer erst umzieht oder der Verkäufer erst ausziehen muss. In dieser Zeit passiert vieles. Halte deshalb drei Punkte fest: den verbindlichen Abholtermin mit Uhrzeitfenster, eine Anzahlung mit klarer Regelung für den Fall der Absage, und den Zustand am Tag der Einigung durch datierte Fotos. Wenn der Termin verschoben werden muss, bestätigt ihr das im Chat — mündliche Absprachen über Wochen hinweg erinnern beide Seiten unterschiedlich. Ein Satz zur Nutzung in der Zwischenzeit hilft ebenfalls: Der Schrank wird bis zur Abholung weiter genutzt, üblicher Gebrauch ist damit einverstanden. Ohne diese Klarstellung diskutiert man am Abholtag über einen Kratzer, der vorher niemandem aufgefallen wäre.

Häufige Fragen

Wer haftet, wenn beim Abbau etwas kaputtgeht?

Wer abbaut. Baust du als Verkäufer ab, gehen Schäden am Möbel zu deinen Lasten und der Preis ist neu zu besprechen. Baut der Käufer ab, trägt er das Risiko — auch für Schäden an der Wohnung. Schreib in den Chat, wer die Demontage übernimmt, bevor der Termin steht.

Was gehört bei einer Einbauküche in den Vertrag?

Eine vollständige Teileliste mit allen Schränken und Maßen, die Arbeitsplatte mit Material und Länge, Spüle und Armatur sowie jedes Elektrogerät mit Marke, Modell und Funktionsstand. Dazu ausdrücklich, was nicht mitverkauft wird. Fotos jeder Seite und der Anschlüsse gehören als Anlage dazu.

Ist eine Anzahlung bei Möbeln üblich?

Bei längerem Vorlauf ja, weil du das Stück in der Zwischenzeit vom Markt nimmst. Halte im Chat fest, wie hoch sie ist, worauf sie angerechnet wird und was bei einer Absage passiert. Ohne Absprache gibt es keine automatische Verfallsregel, dann ist die Anzahlung zurückzuzahlen.

Muss ich alte Elektrogeräte zurücknehmen?

Nein. Rücknahmepflichten für Altgeräte treffen Vertreiber, nicht Privatpersonen. Wenn du eine funktionsfähige Waschmaschine weitergibst, ist das ein Verkauf und keine Entsorgung. Schreib den Funktionsstand ehrlich hin — ein defektes Gerät verkaufst du als defekt, nicht als reparaturbedürftig ohne nähere Angabe.

Bei einer Küche ist die Teileliste wertvoller als jeder Vertragsbaustein

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion. Rechtliche Angaben beschreiben die übliche Rechtslage und ersetzen keine Rechtsberatung.