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Second-Hand-Läden vor Ort

Second-Hand-Läden lohnen sich für dich vor allem bei Kleidung, Kinderausstattung, Büchern und Markenmöbeln — also dort, wo der Einzelverkauf viel Arbeit für wenig Geld macht. Du gibst entweder in Kommission oder verkaufst direkt an den Laden. Beides bringt weniger als der Privatverkauf und spart dafür jede Terminabsprache.

Ankauf oder Kommission — der wichtigste Unterschied

Beim Ankauf bekommst du sofort Geld und bist die Sache los. Der Laden trägt ab diesem Moment das Risiko, dass sie liegen bleibt, und rechnet das in seinen Preis ein — entsprechend niedrig fällt er aus. Bei der Kommission bleibst du bis zum Verkauf Eigentümer: Der Kommissionär verkauft nach § 383 HGB im eigenen Namen für fremde Rechnung und behält einen vereinbarten Anteil ein. Du bekommst mehr, aber erst später und nur, wenn tatsächlich verkauft wird. Wichtig sind zwei Punkte im Vertrag: die Laufzeit und was danach passiert. Übliche Fristen liegen bei wenigen Monaten, danach musst du unverkaufte Ware selbst abholen. Wer diesen Termin vergisst, findet seine Sachen oft nicht mehr vor. Notier ihn dir am selben Tag im Kalender. Beschrieben ist hier die übliche Vertragspraxis, eine Rechtsberatung ist das nicht.

Jeder Laden nimmt etwas anderes

Es gibt keinen Second-Hand-Laden für alles. Kindersachenläden nehmen Kleidung nach Größen sortiert, sauber und in der passenden Saison — Winterjacken im September, keine Badesachen im Oktober. Ankaufsläden für Technik zahlen für Smartphones, Konsolen und Objektive nach festen Listen und prüfen vor Ort. Möbelhändler mit Second-Hand-Sortiment interessieren sich für Designklassiker, Massivholz und alles Nordische, nicht für Spanplatte. Antiquariate nehmen Fachbücher und alte Ausgaben, aber keine Taschenbücher aus dem letzten Jahrzehnt. Sportbörsen laufen saisonal, oft als Wochenendaktion in Vereinsheimen. Wenn du also drei verschiedene Sachen abgeben willst, sind das meist drei verschiedene Adressen. Ruf vorher an und frag zwei Dinge: Nehmt ihr das gerade an, und wann sind eure Annahmezeiten. Viele Läden nehmen nur an bestimmten Wochentagen und nur eine Kiste pro Person.

Für alles, was zu schade für die Sammelkiste ist, lohnt der eigene Weg — [stell die guten Einzelstücke selbst ein](/anzeige/neu?kategorie=kleidung&thema=paket), das dauert kaum länger als die Fahrt zum Laden. Anzeige aufgeben

So findest du die Läden, die es wirklich gibt

Kartendienste finden Second-Hand-Läden schlecht, weil viele unter Begriffen laufen, die niemand eingibt. Such deshalb mehrfach mit unterschiedlichen Wörtern: Secondhand, Gebrauchtwaren, Ankauf, Antiquariat, Kindersachen, Vintage, Möbelbörse, Kleiderkammer. Ergänze den Stadtteilnamen statt der Stadt, dann tauchen die kleinen Läden auf. Zwei Quellen sind zuverlässiger als jede Suche: Aushänge in Kitas und Familienzentren für Kindersachen, und die Hinweise anderer Läden — wer selbst nichts annimmt, weiß meist, wer es tut. Prüfe außerdem die Öffnungszeiten vor der Fahrt, denn viele inhabergeführte Läden haben feste Schließtage und Betriebsferien. Und plan die Anfahrt mit einer vollen Kiste: In der Innenstadt ist der Weg vom Parkplatz zur Ladentür oft der anstrengendste Teil des ganzen Vorhabens. Zwei kleinere Kisten sind deshalb praktischer als eine große.

Wann der Verkauf von privat mehr bringt

Rechne kurz nach, bevor du eine Kiste abgibst. Ein Laden muss Miete, Personal und die Stücke bezahlen, die liegen bleiben. Was du bekommst, liegt deshalb regelmäßig deutlich unter dem Preis, zu dem dieselbe Sache privat weggeht. Bei zwanzig Teilen Kinderkleidung ist das in Ordnung, weil zwanzig Einzelanzeigen mehr Zeit kosten, als der Unterschied wert ist. Bei einem einzelnen Stück mit klarem Marktwert — einem guten Fahrrad, einer Kamera, einem Sofa einer bekannten Marke — dreht sich die Rechnung um: Eine Anzeige ist in zwei Minuten geschrieben, und der Käufer holt selbst ab. Die brauchbare Trennlinie lautet: Viele gleichartige Kleinteile in den Laden, einzelne wertvolle Stücke selbst verkaufen. Wer beides an dieselbe Stelle gibt, verschenkt entweder Geld oder Zeit.

Häufige Fragen

Wie viel zahlt ein Second-Hand-Laden?

Beim Ankauf deutlich weniger als der spätere Verkaufspreis, weil der Laden Miete, Personal und Ladenhüter mitfinanziert. Bei Kommission bekommst du mehr, aber erst nach dem Verkauf und abzüglich des vereinbarten Anteils. Feste Sätze gibt es nicht — lass dir vor der Abgabe sagen, wie abgerechnet wird.

Was passiert mit Sachen, die nicht verkauft werden?

Bei Kommission gehören sie weiterhin dir und müssen nach Ablauf der Frist abgeholt werden. Viele Verträge erlauben dem Laden danach, sie zu spenden oder zu entsorgen. Notier dir das Enddatum, sobald du unterschreibst, sonst sind die Sachen weg, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat.

Nehmen Läden auch einzelne Teile an?

Kleidungsläden meist ja, oft mit einer Obergrenze pro Person und Termin. Bei Möbeln und Technik entscheidet der Zustand mehr als die Menge. Ruf vorher an, denn viele Läden nehmen nur an bestimmten Tagen an und lehnen spontane Anlieferungen ab, auch wenn die Ware gut ist.

Lohnt sich der Laden bei Kinderkleidung?

Ja, meistens. Einzeln verkauft bringt ein Pullover ein paar Euro, kostet aber Fotos, Nachrichten und einen Versandweg. Eine Kiste in den Laden ist in einer halben Stunde erledigt. Einzeln lohnt sich nur, was teuer war und gut aussieht — Winterjacken, Schuhe, Fahrradsitze, Reisebetten.

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.