Zum Inhalt springen
Anzeige aufgeben

Monitor gebraucht kaufen

Prüf den Bildschirm mit fünf einfarbigen Vollbildern in Weiß, Schwarz, Rot, Grün und Blau — mehr braucht es nicht, um Pixelfehler, Flecken und Lichthöfe zu finden. Nimm die Bilder auf einem USB-Stick mit. Und lass dir den Monitor am eigenen Kabel zeigen, denn defekte Eingänge sind häufiger als defekte Panels.

Fünf Vollbilder finden fast jeden Fehler

Auf einem weißen Bild siehst du dunkle Pixel, Staub hinter der Scheibe und Druckstellen, die als schwach graue Wolken erscheinen. Auf einem schwarzen Bild siehst du dauerhaft leuchtende Pixel und die Lichthöfe an den Rändern, die von der Hintergrundbeleuchtung kommen. Rot, Grün und Blau brauchst du, um Subpixelfehler zu erkennen: Ein Pixel, der nur in einer Farbe ausfällt, bleibt auf Weiß unsichtbar. Geh dabei einmal nah heran und einmal auf normalen Sitzabstand zurück, denn ein Fehler, den du nur mit der Nase am Glas findest, wird dich im Alltag nicht stören. Zwei Minuten reichen für den ganzen Durchgang. Bring die Bilder auf einem USB-Stick mit oder öffne sie aus einem heruntergeladenen Ordner — auf fremdes WLAN solltest du dich beim Treffen nicht verlassen.

Was Pixelfehlerklassen bedeuten

Pixelfehler werden nach der Norm ISO 9241-307 in Klassen eingeteilt, und die meisten Hersteller sichern für Bürobildschirme die Klasse II zu. Das heißt im Klartext: Eine geringe Anzahl defekter Pixel pro Million gilt als zulässig und ist kein Garantiefall. Für dich beim Gebrauchtkauf ist die Norm trotzdem nützlich, weil sie den Maßstab liefert: Ein einzelner Subpixelfehler in einer Ecke ist normal und kein Preisargument, mehrere sichtbare Fehler in der Bildmitte sind eines. Frag den Verkäufer vorher ausdrücklich nach Pixelfehlern und lass dir die Antwort im Chat geben. Sagt er „keine“ und du findest beim Treffen drei, ist das eine Zusage, die nicht eingehalten wurde — und der passende Zeitpunkt, den Preis neu zu besprechen oder wieder zu gehen.

Wer einen Bildschirm abgibt, sollte die Pixelfehlerfrage in der Anzeige selbst beantworten, statt sie fünfzehnmal im Chat zu erklären. Anzeige aufgeben

Einbrennen, Backlight und Betriebsstunden

Bei OLED-Bildschirmen ist das Einbrennen die wichtigste Frage. Es zeigt sich als schwacher Schatten von Taskleisten, Senderlogos oder Fensterrahmen und wird auf grauen Vollbildern am besten sichtbar — nimm deshalb zusätzlich ein mittelgraues Bild mit. Bei LCD-Bildschirmen sind ungleichmäßige Ausleuchtung und Lichtaustritt an den Kanten das Gegenstück; beides fällt bei dunklen Filmen auf, im Büroalltag kaum. Manche Modelle zeigen im Servicemenü die Betriebsstunden an, erreichbar über eine Tastenkombination am Gerät. Frag danach, es kostet nichts. Prüf zum Schluss die Mechanik: Höhenverstellung, Neigung, Drehung und der Zustand der VESA-Aufnahme auf der Rückseite. Ein fehlender oder gebrochener Standfuß ist teurer, als es klingt, weil Ersatzfüße für ältere Modelle kaum noch zu bekommen sind.

Transport, Kabel und der Rest der Rechnung

Ein Bildschirm ohne Originalkarton ist ein Transportrisiko. Nimm eine Decke mit, transportier ihn stehend im Fußraum oder flach mit dem Panel nach oben, niemals mit Gewicht auf der Fläche. Druck auf die Rückseite erzeugt genau die grauen Wolken, die du vorher geprüft hast. Kläre vorher, welche Kabel dabei sind: Ein Netzteil, das extern und modellgebunden ist, kostet einzeln ein Vielfaches dessen, was du beim Preis herausgehandelt hast. Prüf jeden Eingang mit deinem Kabel, denn Anschlüsse fallen einzeln aus. Und rechne die Anschlussgeneration mit: Ein älterer Bildschirm ohne den passenden Eingang für deine Grafikkarte braucht einen Adapter, und nicht jeder Adapter überträgt die volle Auflösung und Bildwiederholrate. Bei Versand ist ein Bildschirm ohne Originalverpackung ein Fall für die Abholung.

Häufige Fragen

Wie finde ich Pixelfehler an einem gebrauchten Bildschirm?

Mit einfarbigen Vollbildern in Weiß, Schwarz, Rot, Grün und Blau, dazu ein mittleres Grau. Schau jedes Bild einmal aus der Nähe und einmal aus Sitzabstand an. Nimm die Dateien auf einem USB-Stick mit, dann bist du unabhängig davon, ob beim Verkäufer Internet verfügbar ist.

Sind ein paar Pixelfehler ein Grund, nicht zu kaufen?

Am Rand meist nicht, in der Bildmitte schon. Entscheidend ist, ob du sie bei normaler Nutzung siehst. Wenn der Verkäufer in der Anzeige „keine Pixelfehler“ geschrieben hat und du findest welche, ist das dagegen eine nicht eingehaltene Zusage und ein handfestes Argument in der Verhandlung.

Woran erkenne ich ein eingebranntes OLED-Panel?

An schwachen Schatten von Taskleisten, Senderlogos oder Fensterrahmen, die auf einem grauen Vollbild sichtbar werden. Wechsel zwischen mehreren Grautönen, dann treten sie deutlicher hervor. Ein eingebranntes Panel wird nicht wieder besser, deshalb ist das der einzige Fehler, bei dem du konsequent ablehnen solltest.

Kann ich einen Monitor mit der Post verschicken?

Nur im Originalkarton mit den Originalpolstern. Ohne diese Verpackung überlebt ein Bildschirm den Paketweg selten, und im Schadensfall wird eine unzureichende Verpackung dem Absender zugerechnet. Ohne Karton ist Abholung die vernünftige Lösung, und das schreibst du am besten gleich in den Anzeigentext.

Der zweite Bildschirm auf dem Schrank nutzt niemandem

Bildschirm inserieren

Wir finanzieren uns über Werbung, nicht über deine Verkäufe

Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.