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Kinderkleidung verkaufen

Kinderkleidung verkaufst du im Bündel schneller als einzeln. Ein Paket „Größe 86, Junge, zwölf Teile, Frühling und Sommer“ findet einen Käufer, zwölf Einzelanzeigen finden keinen. Sortiere nach Größe und Jahreszeit, schreib die Stückzahl in den Titel und nenne jeden Fleck, bevor jemand danach fragen muss.

Warum das Bündel fast immer die bessere Anzeige ist

Eltern kaufen gebraucht, weil ein Kind in einem Jahr durch zwei Größen wächst. Sie suchen deshalb nicht ein Shirt, sondern eine Grundausstattung. Wer zwölf Teile in Größe 86 auf einmal anbietet, spricht genau diesen Bedarf an — und spart dem Käufer zehn Nachrichten, zehn Termine, zehn Wege. Einzeln lohnt sich nur, was allein einen Preis trägt: ein Schneeanzug, eine Matschhose, ein Markenparka, ein Paar gut erhaltene Winterstiefel. Alles darunter verschwindet als Einzelanzeige zwischen Tausenden ähnlichen Angeboten und bringt am Ende weniger als das Porto. Rechne es einmal durch: Zehn Bodys zu je zwei Euro sind zwanzig Euro und zehn Übergaben. Ein Bündel für fünfzehn Euro ist ein Termin. Der Unterschied zwischen beiden Rechnungen ist deine Zeit, und die ist der eigentliche Preis beim Verkauf von Kinderkleidung.

Sortiert wird nach Größe und Saison, nicht nach Marke

Ein Bündel funktioniert nur, wenn es in sich stimmig ist. Mische keine Größen: 74 und 92 in einem Paket heißt für die Käuferin, dass die Hälfte ungetragen im Schrank landet. Mische auch keine Jahreszeiten. Wer im August sucht, sucht Übergangsjacken und lange Hosen, nicht Badeshorts. Und trenne nach Schnitt, wenn die Sachen eindeutig für Jungen oder Mädchen geschnitten sind — nicht aus Prinzip, sondern weil danach gesucht wird. Der Titel trägt genau diese drei Angaben plus Stückzahl: Größe, Saison, Anzahl. „Kinderkleidung Größe 98 Winter, 14 Teile“ ist eine Anzeige, die gefunden wird. „Kinderkleidung günstig abzugeben“ ist keine. Leg die Sachen für das Foto flach nebeneinander, nicht auf einen Haufen. Ein Bild, auf dem man vierzehn Teile zählen kann, ersetzt vierzehn Beschreibungen.

Wenn du deine Bündel nach Größe und Saison sortiert hast, kannst du sie in wenigen Minuten nacheinander als Anzeigen einstellen. Anzeige aufgeben

Kordeln, Knöpfe, Flecken: was du prüfen musst

Kinderkleidung hat eine Sicherheitsseite, die viele Verkäufer übersehen. Die europäische Norm EN 14682 regelt Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung und verbietet Kordeln im Hals- und Kapuzenbereich bei Kleidung für jüngere Kinder — wegen der Strangulationsgefahr an Rutschen und Zäunen. Ältere Jacken aus dem Keller haben solche Kordeln noch. Zieh sie heraus, bevor du verkaufst, und schreib in die Anzeige, dass du es getan hast. Prüf außerdem lose Knöpfe, Druckknöpfe mit Rost, aufgegangene Nähte und den Gummizug im Bund. Flecken nennst du beim Namen: „ein Bratensoßenfleck vorn links auf dem gelben Shirt“ ist eine Angabe, „kleine Gebrauchsspuren“ ist eine Ausrede. Käufer verzeihen Flecken. Sie verzeihen nicht, sie erst zu Hause zu entdecken. Wer sie vorher nennt, verkauft günstiger, aber ohne Rückfragen und ohne Streit.

Preis, Waschen, Übergabe: die Rechnung am Ende

Für ein gemischtes Bündel ohne Marke sind ein bis zwei Euro pro Teil realistisch, für gut erhaltene Markenware oder Outdoorkleidung deutlich mehr. Wasch alles vorher und schreib „frisch gewaschen“ dazu, denn das ist bei Kinderkleidung der Punkt, an dem Käufer zögern. Falte die Teile in eine Tasche, die der Käufer behalten darf — eine Papiertüte reicht, ein Umzugskarton ist zu viel. Beim Versand rechnet sich ein Bündel eher als ein Einzelteil, weil die Portokosten sich auf viele Teile verteilen; unter fünf Euro Warenwert lohnt Versand fast nie. Bei der Abholung gilt: Übergabe an der Haustür, Geld und Ware gleichzeitig. Was der Käufer bei dir vor Ort ansieht und mitnimmt, kommt nicht zurück — private Verkäufe haben kein Widerrufsrecht wie ein Online-Shop. Das ist die übliche Rechtslage und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie viele Teile sollen in ein Bündel?

Zehn bis zwanzig Teile einer Größe funktionieren am besten. Weniger wirkt wie ein Rest, mehr wird unübersichtlich und lässt sich schlecht fotografieren. Wichtig ist nicht die Zahl selbst, sondern dass du sie im Titel nennst — der Käufer will vor dem Klick wissen, ob sich der Weg lohnt.

Muss ich die Sachen vorher waschen?

Ja, und schreib es dazu. Bei Kinderkleidung ist Sauberkeit das Hauptargument neben dem Preis. Bügeln ist unnötig, gewaschen und trocken gefaltet reicht. Wenn ein Teil trotz Wäsche einen Fleck behält, gehört es entweder aussortiert oder mit genauer Beschreibung ins Bündel — nicht kommentarlos dazwischen.

Lohnt sich Markenkleidung einzeln?

Nur bei Outdoor- und Winterware. Eine Matschhose, ein Schneeanzug oder eine gefütterte Regenjacke einer bekannten Marke bringt einzeln oft mehr als das ganze Bündel drumherum. Alltagsshirts und Hosen bringen auch mit Markenlogo kaum mehr als No-Name-Ware und gehören ins Paket.

Was mache ich mit Sachen, die niemand will?

Setz sie als Verschenk-Anzeige ein, bevor sie in den Container gehen. Kleidung mit Flecken oder Löchern wird von Leuten gesucht, die nähen, basteln oder Putzlappen brauchen. Schreib ehrlich „defekt, zum Weiterverarbeiten“ — dann kommt niemand, der ein tragbares Teil erwartet hat.

Der Schrank wird leer, ohne dass du pro Teil eine Anzeige schreibst

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Weiterführend

Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.