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Esstisch gebraucht kaufen

Beim gebrauchten Esstisch rechnest du zuerst den Platz: rund 60 Zentimeter Tischkante pro Person und mindestens 80 Zentimeter hinter jedem Stuhl, damit man aufstehen kann. Erst danach zählen Material und Zustand. Sieh dir die Tischkante an — dort erkennst du, ob es Massivholz, Furnier oder Folie ist.

Erst rechnen, dann verlieben

Für die Planung eines Esstischs gelten zwei Zahlen. Pro Person rechnet man rund 60 Zentimeter Tischkante, damit niemand mit den Ellenbogen beim Nachbarn landet. Und hinter jedem Stuhl brauchst du mindestens 80 Zentimeter, um ihn zurückzuschieben und aufzustehen; wenn dort noch jemand vorbeigehen soll, wird mehr daraus. Ein Tisch mit 160 Zentimetern Länge setzt also drei Personen je Längsseite, eng, aber machbar. Miss deinen Raum aus und zeichne den Tisch samt Stuhlkreis auf, bevor du hinfährst — mit Kreppband auf dem Boden geht das in fünf Minuten und beantwortet die Frage endgültig. Denk außerdem an die Tiefe: 80 bis 90 Zentimeter sind üblich, weniger als 80 wird eng, sobald Teller, Gläser und Schüsseln gleichzeitig auf dem Tisch stehen. Bei Auszugstischen misst du beide Zustände, den eingefahrenen und den ausgezogenen.

Massivholz, Furnier oder Folie — die Kante verrät es

Sieh dir die Schmalseite der Platte an. Bei Massivholz läuft die Maserung um die Kante herum und setzt sich an der Unterseite fort; du siehst die Jahresringe im Querschnitt. Bei Furnier liegt auf einer Trägerplatte eine dünne Echtholzschicht, und an der Kante erkennst du eine feine Trennlinie, oft mit einer aufgeleimten Umleimerkante. Bei Folie wiederholt sich das Maserungsmuster über die Fläche, und an Stoßstellen sieht man den Ansatz. Für dich zählt das beim Aufarbeiten: Massivholz lässt sich abschleifen und neu ölen, mehrfach. Furnier verträgt höchstens ein sehr vorsichtiges Anschleifen, sonst schleifst du hindurch. Folie lässt sich gar nicht aufarbeiten, nur überstreichen. Ein zerkratzter Massivholztisch ist deshalb ein Projekt mit gutem Ausgang und ein günstiger Preis, ein zerkratzter Folientisch ist einfach ein zerkratzter Tisch.

Wenn du einen Tisch abgibst, nenne Länge, Tiefe und das ausgezogene Maß — mit diesen drei Zahlen entscheiden Käufer, ohne dich zu fragen. Anzeige aufgeben

Wackeln, Auszug und fehlende Platten

Stell dich neben den Tisch und rüttle diagonal an zwei gegenüberliegenden Ecken. Ein leichtes Nachgeben ist normal, deutliches Wackeln kommt fast immer von gelösten Verbindungen zwischen Zargen und Beinen. Sieh darunter nach: Sind die Schrauben nur locker, ziehst du sie in zehn Minuten nach. Sind die Bohrungen ausgerissen oder die Leimfugen offen, wird es Arbeit. Bei Auszugstischen lässt du dich nicht mit Worten abspeisen, sondern ziehst selbst auf: Der Auszug muss gleichmäßig laufen, ohne zu klemmen und ohne dass die Platte auf einer Seite vorauseilt. Prüf, ob die Einlegeplatte oder die Klappeinsätze tatsächlich vorhanden sind — sie fehlen erstaunlich oft, und einzeln bekommt man sie nicht. Sieh zuletzt auf die Oberfläche im Streiflicht: Weiße Ränder von Gläsern gehen bei geöltem Holz meist heraus, bei lackierten Platten sind sie im Lack und bleiben.

Transport, Stühle und der Preis

Eine Massivholzplatte ist schwerer, als sie aussieht, und sie ist das empfindlichste Teil. Frag, ob sich die Beine abschrauben lassen — bei den meisten Tischen ja, und dann passt die Platte flach ins Auto. Nimm Decken mit und transportiere die Platte hochkant an der Fahrzeugwand oder flach mit Polster darunter, nie lose auf der Ladefläche, wo sie rutscht. Stühle werden häufig separat verkauft, und genau daraus entsteht ein guter Preis: Wer Tisch und Stühle im Paket abnimmt, verhandelt spürbar besser, weil der Verkäufer sonst zweimal Termine machen muss. Sieh dir die Stühle mit derselben Sorgfalt an, setz dich auf jeden und achte auf lockere Sprossen. Und frag nach dem Abholzeitfenster: Wenn ein Umzug ansteht, ist der Preis am Ende des Zeitfensters ein anderer als am Anfang.

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Esstisch für sechs Personen sein?

Rechne rund 60 Zentimeter Tischkante pro Person. Für sechs Personen an einem rechteckigen Tisch heißt das etwa 180 Zentimeter Länge bei je drei Plätzen an den Längsseiten, oder 160 Zentimeter mit zwei zusätzlichen Plätzen an den Stirnseiten. Die Tiefe sollte 80 bis 90 Zentimeter betragen.

Woran erkenne ich, ob ein Tisch aus Massivholz ist?

An der Schmalseite der Platte. Bei Massivholz läuft die Maserung um die Schmalseite herum und du siehst die Jahresringe im Querschnitt. Furnier zeigt eine feine Trennlinie zur Trägerplatte, Folie wiederholt ihr Muster über die Fläche. Das entscheidet, ob sich der Tisch später abschleifen lässt.

Kann ich einen zerkratzten Tisch aufarbeiten?

Bei Massivholz ja: abschleifen, ölen oder wachsen, das lässt sich mehrfach machen. Furnier verträgt höchstens vorsichtiges Anschleifen, sonst gehst du durch die dünne Schicht. Folienoberflächen lassen sich nicht aufarbeiten. Sieh dir deshalb zuerst die Kante an und dann den Preis.

Warum wackelt der Tisch, und ist das schlimm?

Meist sind die Schraubverbindungen zwischen Zargen und Beinen locker, und das ziehst du in zehn Minuten nach. Ernst wird es, wenn die Bohrungen ausgerissen oder Leimfugen offen sind. Sieh unter die Platte, bevor du zusagst, und nutz den Befund für den Preis.

Der Tisch ist zu groß für die neue Wohnung geworden

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.