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Wertstoffhof oder Verkauf

Zum Wertstoffhof gehört, was defekt, verschlissen oder aus Sicherheitsgründen nicht mehr weiterzugeben ist. Alles, was funktioniert und einen Suchbegriff hat, verkaufst du besser — auch für kleines Geld. Die Zwischenstufe ist die Verschenk-Anzeige: Sie kostet nichts, dauert selten länger als zwei Tage und spart dir die Fahrt.

Die Sortierfrage, die zehn Sekunden dauert

Nimm den Gegenstand in die Hand und beantworte drei Fragen. Funktioniert er noch, ohne dass jemand etwas reparieren muss? Würdest du ihn selbst gebraucht kaufen, wenn du ihn bräuchtest? Gibt es einen Begriff, unter dem jemand danach sucht? Dreimal ja bedeutet: verkaufen. Zweimal ja bedeutet: verschenken. Einmal oder keinmal ja bedeutet: Wertstoffhof. Diese Sortierung erledigt neunzig Prozent der Entscheidungen ohne Diskussion. Der klassische Fehler liegt bei Elektrogeräten mittleren Alters — die Mikrowelle von 2018, der Drucker, die Bohrmaschine, der Akkuschrauber ohne Ladegerät. Sie landen aus Bequemlichkeit im Container, obwohl sie funktionieren und regelmäßig gesucht werden. Der zweite Fehler ist umgekehrt: kaputte Sachen wochenlang inserieren, weil man sich nicht trennen mag, und am Ende trotzdem fahren.

Was der Handel zurücknehmen muss

Bevor du zum Wertstoffhof fährst, prüf die Rückgabe im Handel. Nach § 17 ElektroG sind Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. Kleingeräte mit einer Kantenlänge bis 25 Zentimeter nehmen sie kostenlos an, ohne dass du etwas Neues kaufen musst. Größere Geräte werden bei Kauf eines gleichartigen Neugeräts zurückgenommen. Auch Lebensmittelhändler mit ausreichend großer Gesamtfläche, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten, fallen unter diese Pflichten. Für Batterien und Akkus gibt es Sammelboxen in jedem Laden, der sie verkauft. Das ist praktisch, weil der Supermarkt näher liegt als der Wertstoffhof und keine Öffnungszeiten am Samstagvormittag hat. Das gibt die geltende Rechtslage im Überblick wieder und ersetzt keine Auskunft deines Entsorgers.

Bevor du den Kofferraum belädst, kostet es zwei Minuten, das Gerät für zwei Tage sichtbar zu machen und die Fahrt vielleicht ganz zu sparen. Anzeige aufgeben

Was der Wertstoffhof kostet und was er annimmt

Für Privathaushalte ist die Anlieferung haushaltsüblicher Mengen in vielen Kommunen kostenlos, weil sie über die Abfallgebühr finanziert wird. Kostenpflichtig wird es meist bei Bauschutt, Altholz in größerer Menge, Reifen und gewerblichen Mengen. Angenommen werden Elektroaltgeräte, Metall, Holz, Grünschnitt, Papier, Glas, Schadstoffe wie Farben und Lacke, oft auch Sperrmüll zur Selbstanlieferung. Was fast überall Geld kostet oder abgelehnt wird: Asbest, Dämmmaterial, Autoteile mit Betriebsstoffen. Prüf vorher zwei Dinge auf der Seite deines Entsorgers: die Mengengrenze pro Anlieferung und ob du einen Nachweis über deinen Wohnsitz brauchst. Und fahr nicht am ersten Samstag nach einem Feiertag — das ist überall der Tag mit der längsten Schlange. Prüf außerdem, ob deine Kommune Elektrogeräte getrennt annimmt; oft steht dafür ein eigener Container an anderer Stelle.

Der Zwischenweg, den die meisten überspringen

Zwischen Verkauf und Entsorgung liegt eine Stufe, die erstaunlich zuverlässig funktioniert: das Gerät mit klarem Defekt und ehrlicher Beschreibung inserieren, entweder günstig oder zu verschenken. Für Bastler, Modellbauer, Werkstätten und Ersatzteilsammler hat vieles einen Wert, das für dich Abfall ist — Waschmaschinen wegen der Motoren, Drucker wegen der Mechanik, Fahrräder wegen der Laufräder, alte Verstärker wegen der Gehäuse. Setz eine Frist für dich selbst: zwei Tage sichtbar, dann Entscheidung. Meldet sich niemand, fährst du wie geplant. Meldet sich jemand, hast du die Fahrt gespart und jemandem geholfen. Ein Satz genügt für die Anzeige: was es ist, was daran kaputt ist, dass es abgeholt werden muss, und bis wann. Schreib ausdrücklich hin, dass es defekt ist, und biete es nicht als funktionierend an — das ist der einzige Punkt, an dem aus dieser Abkürzung Ärger entsteht.

Häufige Fragen

Was gehört auf den Wertstoffhof und was nicht?

Dorthin gehört, was defekt oder verschlissen ist: kaputte Elektrogeräte, Schadstoffe, Altholz, Metall, Grünschnitt. Nicht dorthin gehört, was noch funktioniert und gesucht wird. Elektrogeräte mittleren Alters landen am häufigsten zu Unrecht im Container, obwohl sie sich verkaufen oder verschenken lassen.

Muss ich für die Anlieferung bezahlen?

Haushaltsübliche Mengen sind in vielen Kommunen über die Abfallgebühr abgedeckt und damit kostenfrei. Kostenpflichtig sind meist Bauschutt, Reifen, größere Mengen Altholz und alles Gewerbliche. Die Mengengrenze und mögliche Nachweise stehen auf der Seite deines Entsorgungsbetriebs — prüf das vor der Fahrt, nicht an der Waage.

Nimmt der Elektromarkt mein altes Gerät?

Ab 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte muss er das. Kleingeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge kostenlos und ohne Neukauf, größere Geräte beim Kauf eines gleichartigen Neugeräts. Auch große Lebensmittelmärkte mit regelmäßigem Elektroangebot fallen darunter. Batterien nimmt jeder Laden zurück, der Batterien verkauft.

Lohnt es sich, defekte Geräte zu inserieren?

Oft ja, wenn der Fehler beschrieben ist. Bastler und kleine Werkstätten suchen gezielt nach Modellen mit bekanntem Defekt. Setz dir zwei Tage als Frist: Meldet sich niemand, fährst du wie geplant zum Wertstoffhof. Meldet sich jemand, sparst du die Fahrt und die Wartezeit am Samstag.

Zwei Tage online kosten weniger als eine Fahrt zum Hof

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.