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Welche CDs noch etwas wert sind

Die allermeisten CDs sind heute nur noch wenige Euro wert, einzelne Pressungen dagegen deutlich mehr. Wertvoll sind frühe Ausgaben, limitierte Auflagen, japanische Pressungen mit Beiblatt und Alben, die nie erneut aufgelegt wurden. Entscheidend ist nicht das Album, sondern die konkrete Ausgabe — erkennbar an Katalognummer und Aufdruck im Innenring.

Woran du eine frühe Pressung erkennst

Das erste CD-Presswerk Europas nahm 1982 in Langenhagen bei Hannover den Betrieb auf; Scheiben aus dieser frühen Zeit tragen häufig den Aufdruck „Made in West Germany“. Solche Ausgaben sind bei Sammlern gefragt, weil sie die ersten Auflagen vieler Alben darstellen. Weitere Hinweise auf eine frühe Pressung: ein vollflächig silbern wirkender Datenträger ohne Aufdruck bis zum Rand, ein fehlender Strichcode auf der Rückseite des Beihefts und Katalognummern in einem Format, das später geändert wurde. Nimm die CD aus der Hülle und lies den Text im durchsichtigen Innenring — dort stehen Matrixcode und oft das Presswerk. Genau diese Angaben trennen eine Ausgabe, die ein paar Euro bringt, von einer, für die Sammler suchen. Schreib sie in die Anzeige, auch wenn du ihre Bedeutung nicht einordnen kannst.

Warum der Durchschnitt so wenig bringt

CDs wurden über Jahrzehnte in riesigen Auflagen produziert, und heute stehen sie in Millionen Haushalten herum, deren Besitzer sie loswerden wollen. Das Angebot ist also groß und die Nachfrage klein. Bei den üblichen Chartalben und Klassiksamplern lohnt sich die Einzelanzeige nicht — die Zeit, die du für Fotos und Beschreibung brauchst, übersteigt den Erlös. Für diese Fälle gibt es zwei sinnvolle Wege: als thematisch sortiertes Konvolut anbieten, etwa nach Genre oder Interpret, oder als Abholposten mit klarem Pauschalpreis. Sortier vorher aus, was auffällig ist: Erstpressungen, japanische Ausgaben, limitierte Editionen, Alben mit Beiheft in Sonderformat, komplette Boxsets. Diese Handvoll rechtfertigt eigene Anzeigen, der Rest nicht. Wer alles einzeln inseriert, arbeitet für einen Stundenlohn, der die Mühe nicht wert ist.

Die aussortierten Fundstücke bekommen jeweils eine eigene Anzeige, mit Katalognummer und Foto vom Innenring. Anzeige aufgeben

Zustand prüfen heißt bei CDs: Hülle und Beiheft ansehen

Der Datenträger selbst ist erstaunlich robust; leichte Kratzer auf der Leseseite stören oft nicht. Kritisch sind zwei andere Dinge. Erstens die Kunststoffhülle: Die Zapfen in der Mitte brechen, die Scharniere reißen, und ein Riss im Deckel senkt bei Sammlerausgaben den Preis. Ersatzhüllen kosten wenig, und der Tausch lohnt sich bei wertvollen Titeln. Zweitens das Beiheft: Vollständigkeit, Wellen durch Feuchtigkeit, Vergilbung und fehlende Seiten sind Punkte, die genannt werden müssen. Sieh dir außerdem die Beschichtung auf der Oberseite an — bei einigen frühen Pressungen löst sie sich am Rand ab, und dann ist die CD nicht mehr lesbar. Fotografiere Vorderseite, Rückseite mit Titelliste und den Innenring des Datenträgers. Diese drei Bilder beantworten fast jede Frage im Voraus.

Verkaufen, verschenken oder entsorgen

Sei bei dieser Warengruppe ehrlich zu dir selbst. Wenn eine Sammlung aus zweihundert gängigen Alben besteht, ist der realistische Gesamterlös überschaubar, und die Arbeit dahinter ist erheblich. Ein klar beschriebener Abholposten zum fairen Pauschalpreis findet meistens innerhalb weniger Tage einen Abnehmer, und das ist oft die bessere Entscheidung als monatelanges Einzelverkaufen. Was gar nicht weggeht, nimmt vielleicht eine Bücherei, ein Sozialkaufhaus oder ein Verein. Wegwerfen ist der letzte Schritt, und dann gehören CDs nicht in den Restmüll, sondern zur Wertstoffsammlung. Für die Handvoll wertvoller Ausgaben nimmst du dir dagegen Zeit: exakte Katalognummer, Fotos vom Innenring, Zustand von Hülle und Beiheft getrennt beschrieben. Bei diesen Titeln zahlt sich jede Minute aus, die du in die Beschreibung steckst.

Häufige Fragen

Welche CDs sind heute noch etwas wert?

Frühe Pressungen, limitierte Auflagen, japanische Ausgaben mit Beiblatt, Boxsets und Alben, die nie neu aufgelegt wurden. Alles andere ist reichlich vorhanden und bringt entsprechend wenig. Entscheidend ist die konkrete Ausgabe, erkennbar an Katalognummer und Aufdruck im Innenring, nicht der Albumtitel.

Lohnt es sich, CDs einzeln zu verkaufen?

Nur bei den auffälligen Titeln. Für gängige Alben übersteigt der Aufwand für Fotos, Beschreibung und Versand den Erlös deutlich. Sortier die Sammlung einmal durch, inseriere die Handvoll gesuchter Ausgaben einzeln und biete den Rest als thematisch sortiertes Konvolut oder als Abholposten an.

Woran erkenne ich eine Erstpressung?

An Katalognummer, Presswerkangabe und dem Text im durchsichtigen Innenring der CD. Frühe europäische Ausgaben tragen oft den Aufdruck „Made in West Germany“, manchmal fehlt der Strichcode auf der Rückseite. Notiere alle aufgedruckten Kennungen in der Anzeige, auch wenn du sie selbst nicht einordnen kannst.

Was mache ich mit CDs, die niemand kauft?

Erst als Abholposten zum Pauschalpreis anbieten, dann Büchereien, Sozialkaufhäusern oder Vereinen anbieten. Was übrig bleibt, gehört in die Wertstoffsammlung und nicht in den Restmüll. Häng den Rest nicht monatelang in einer Anzeige — bei dieser Warengruppe entscheidet Geschwindigkeit über den Aufwand.

Den großen Rest als Abholposten weitergeben

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion. Rechtliche Angaben beschreiben die übliche Rechtslage und ersetzen keine Rechtsberatung.