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Brennholz: Preisunterschied übers Jahr

Brennholz kaufst du am günstigsten zwischen März und Juni, am teuersten wird es ab dem ersten Frost. Das hat einen sachlichen Grund: Frisch geschlagenes Holz muss ohnehin ein bis zwei Jahre trocknen, bis es die zulässige Restfeuchte erreicht. Wer im Frühjahr kauft, kauft günstiger und trocknet selbst.

Der Preis kippt mit der ersten Frostnacht

Im Frühjahr steht in vielen Scheunen Holz, das über den Winter nicht verbraucht wurde, und der Platz wird gebraucht. Im Herbst suchen dieselben Menschen wieder Holz. Zwischen diesen beiden Momenten liegt der ganze Preisunterschied des Jahres. Auf dem Privatmarkt kommt hinzu, dass im Frühjahr viel Holz aus Baumfällungen, Sturmschäden und Gartenumbauten anfällt und schnell weg soll. Wer Platz zum Stapeln hat, kauft in dieser Phase und heizt zwei Winter später damit. Für Verkäufer gilt die Umkehrung: Ab September steigt die Nachfrage, ab dem ersten Frost steigt sie sprunghaft, und dann ist der beste Moment zum Inserieren erreicht. Wer allerdings frisches Holz im Winter als „ofenfertig“ verkauft, produziert Streit — nasses Holz erkennt jeder Ofenbesitzer nach dem ersten Abend am Qualm und an der schwarzen Scheibe.

Unter 25 Prozent Restfeuchte, alles andere ist unzulässig

Nach der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung darf in Kleinfeuerungsanlagen nur Scheitholz mit einer Feuchte von weniger als 25 Prozent eingesetzt werden. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Vorgabe, und der Schornsteinfeger darf sie kontrollieren. Frisch geschlagenes Holz liegt deutlich darüber und braucht je nach Holzart und Lagerung ein bis zwei Jahre, bei Eiche eher länger. Für den Kauf heißt das: Frag nach dem Schlagdatum und nach der Lagerung, nicht nach dem Wort „trocken“. Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät kostet wenig und misst an einer frisch gespaltenen Fläche im Kern, nicht außen. Für den Verkauf heißt es: Schreib das Schlagjahr, die Holzart, die Scheitlänge in Zentimetern und, wenn du gemessen hast, den Wert dazu. Das gibt die geltenden Vorgaben wieder und ersetzt keine Beratung für deine Anlage.

Wenn nach dem Winter Holz übrig ist und der Platz gebraucht wird, findest du jetzt genau die Käufer, die vorausdenken — [stell den Restbestand mit Holzart und Einheit ein](/anzeige/neu?kategorie=heizen&thema=brennholz). Anzeige aufgeben

Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter — hier verlieren Käufer Geld

Drei Maßeinheiten sind im Umlauf, und sie bedeuten sehr Verschiedenes. Der Festmeter ist ein Kubikmeter reines Holz ohne Zwischenräume. Der Raummeter, auch Ster genannt, ist ein Kubikmeter ordentlich geschichtetes Scheitholz mit Luft dazwischen. Der Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose in einen Behälter gekipptes Holz — dort ist am meisten Luft und am wenigsten Holz. Ein Angebot über „einen Kubikmeter für achtzig Euro“ ist deshalb ohne Einheit wertlos. Üblich ist die Umrechnung, dass ein Raummeter etwa 1,6 Schüttraummetern entspricht und ein Festmeter rund 1,4 Raummetern. Wer Preise vergleicht, rechnet zuerst alles auf dieselbe Einheit um. Verkäufer, die die Einheit nennen und dazuschreiben, wie sie gemessen haben, wirken sofort seriöser — und bekommen weniger Nachfragen, die in Misstrauen enden.

Kaufen, transportieren, richtig stapeln

Beim Transport wird häufig unterschätzt, wie schwer Holz ist: Ein Raummeter trockene Buche wiegt mehrere hundert Kilogramm, frisches Holz deutlich mehr. Damit ist die zulässige Zuladung eines normalen Anhängers oft vor dem Ende der Ladefläche erreicht — das ist keine Kleinigkeit, sondern eine Frage der Verkehrssicherheit. Plane also mehrere Fahrten oder klär, ob der Verkäufer liefert. Beim Lagern gilt: erhöht auf Paletten, luftig, oben abgedeckt, an den Seiten offen, am besten an einer sonnigen Wand. Holz, das direkt am Boden und unter einer geschlossenen Plane liegt, trocknet nicht, sondern schimmelt. Und stapel nicht direkt an die Hauswand ohne Abstand, sonst bleibt die Wand feucht. Wer im Frühjahr kauft und richtig stapelt, hat im übernächsten Winter Holz zum Preis von heute.

Häufige Fragen

Wann ist Brennholz am günstigsten?

Zwischen März und Juni. Dann wollen viele den Rest des Winters loswerden und brauchen den Platz, außerdem fällt Holz aus Fällungen und Gartenumbauten an. Ab September steigen die Preise, mit dem ersten Frost springen sie. Wer Lagerplatz hat, kauft antizyklisch und trocknet selbst.

Wie erkenne ich, ob Brennholz wirklich trocken ist?

Nicht am Wort des Verkäufers, sondern am Messgerät. Spalte ein Scheit und miss an der frischen Fläche im Kern — außen ist immer trockener. Unter 25 Prozent Restfeuchte ist vorgeschrieben, unter 20 Prozent ist besser. Frag zusätzlich nach dem Schlagjahr und nach der Art der Lagerung.

Was ist der Unterschied zwischen Raummeter und Schüttraummeter?

Der Raummeter ist geschichtetes Holz, der Schüttraummeter lose gekipptes. In einen Schüttraummeter passt deutlich weniger Holz, weil mehr Luft dazwischen ist. Üblich gerechnet entspricht ein Raummeter etwa 1,6 Schüttraummetern. Vergleiche Preise deshalb nie ohne Einheit, sonst ist die Rechnung wertlos.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Je nach Holzart und Lagerung ein bis zwei Jahre, bei Eiche eher länger. Entscheidend ist die Lagerung: erhöht, luftig, oben abgedeckt, seitlich offen. Holz unter einer geschlossenen Plane am Boden trocknet nicht, sondern schimmelt. Wer im Frühjahr kauft, heizt in der Regel den übernächsten Winter damit.

Im Frühjahr gekauft, im übernächsten Winter verheizt

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Stand: 2026-08-24 · Geschrieben von der zweito-Redaktion.